Olympiastadion in London Das teure Erbe von Boris Johnson

Der Umbau des Londoner Olympiastadions kostet deutlich mehr, als der ehemalige Bürgermeister und heutige Außenminister Boris Johnson geplant hat. Jetzt ordnet sein Nachfolger Sadiq Khan eine Untersuchung an.
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Bei den Olympischen Spielen 2012 war Boris Johnson noch der Bürgermeister von London. Der Brexit-Befürworter ist mittlerweile britischer Außenminister. Quelle: Reuters
Boris Johnson

Bei den Olympischen Spielen 2012 war Boris Johnson noch der Bürgermeister von London. Der Brexit-Befürworter ist mittlerweile britischer Außenminister.

(Foto: Reuters)

LondonWeiße Luftballons ließ Boris Johnson, ehemaliger Londoner Bürgermeister, bei der Eröffnung der Olympischen Spiele 2012 vor den Augen von 40.000 Zuschauern aufsteigen. „Man sieht schon jetzt, dass sich hier die Magie entfaltet“, sagte er bei der Feier im damals neu erbauten Olympiastadion.

Etwas ist davon bis heute übrig geblieben: eine magische Kostensteigerung, mit der jetzt Johnsons Nachfolger Sadiq Khan kämpft. Statt 270 Millionen Euro, wie ursprünglich veranschlagt, kostet der Umbau des Gebäudes rund 323 Millionen Pfund (umgerechnet 363 Millionen Euro), damit der Londoner Fußballclub West Ham United das Stadion nutzen kann.

Die Mehrkosten muss Khan vor den Londonern rechtfertigen. Zahlen sollen die Stadt und der Eigentümer, die London Legacy Development Corporation, eine Organisation, die sich um das Erbe der Olympischen Spiele kümmert. Am Ende landen die höheren Ausgaben somit beim Steuerzahler.

Khan ordnete diese Woche an, die Finanzen zu untersuchen. „Die Londoner verdienen es zu wissen, warum die Kosten des Stadions hochgeschossen sind“, schreibt Khan über den Kurznachrichtendienst Twitter zum Umbau, der von Anfang an umstritten gewesen ist.

Zwischen Königspalast und Rotlichtviertel
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The Monument ist die 1666 entworfene, größte frei stehende Steinsäule der Welt, die Sie nach 311 Stufen erklommen haben und für die drei Pfund Eintritt mit einem wunderschönen Ausblick entlohnt wurden.

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Am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht und Sie sich ein schnelles Frühstück mitgenommen haben, können Sie in Ruhe den Blick auf die Tower Bridge genießen, bevor Schulklassen oder Reisegruppen das traumhafte Szenario zerschießen.

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Der hippe Stadtteil Camden Town erinnert ein wenig an das Berliner Kreuzberg und mag in den Augen sauberkeitsliebender Menschen ein wenig schmuddelig wirken, ist aber eine spannende Adresse. Und das sowohl für abends, um das hervorragende Restaurant Gilgamesh oder eines der Pubs zu besuchen, als auch am Tage, wenn der Camden Market und die anderen angesagten Geschäfte geöffnet haben.

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Eines der imposantesten sakralen Bauwerke Londons: Die St. Paul’s Cathedrale in der City, unweit der Themse. Wer nicht zur Messe kommt, muss knapp 20 Euro für den Blick ins Innere zahlen.

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Die belebte Oxford Street ist eine der Haupteinkaufsstraßen in der City.

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Ein charakteristisches Bild, das vermutlich jeder kennt: Die riesige Reklametafel am Piccadilly Circus.

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Der Rotlicht- und Schwulenbezirk in Soho.

„Am besten wäre es gewesen, wenn man das Stadion abgerissen und ein neues gebaut hätte“, sagt Paul Fletcher. Der ehemalige Profifußballer hat den Bau von mehr als 30 Fußballstadien begleitet. Der 65-Jährige kritisiert auch: „Es kann nicht sein, dass man die Kosten auf die Fans umwälzt.“

Während der Fußballsaison nutzt West Ham United das Stadion und muss dafür rund 2,5 Millionen Pfund Miete pro Jahr zahlen. Dafür ist die Zahl der Sitzplätze von 80.000 auf 60.000 reduziert worden. Die verbliebenen Sitze selbst sind ersetzt worden, damit die Zuschauer eine bessere Sicht aufs Spielfeld haben. Genau das soll einer der Gründe für die höheren Umbaukosten sein.

Die Kosten für das Stadion sind explodiert
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