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Olympische Spiele 2016 Abstimmung über Namen für Olympia-Maskottchen

Das Geheimnis ist gelüftet: Die olympischen und paralympischen Spiele 2016 in Rio haben nun ihre eigenen Maskottchen. Über die Namen kann bis Mitte Dezember im Internet abgestimmt werden.
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Das Maskottchen für die Olympischen Spiele (l.) ähnelt einer Katze, das Symbol für die paralympischen Spiele (r.) hat eine ungewöhnliche Haarpracht. Quelle: ap

Das Maskottchen für die Olympischen Spiele (l.) ähnelt einer Katze, das Symbol für die paralympischen Spiele (r.) hat eine ungewöhnliche Haarpracht.

(Foto: ap)

Rio de Janeiro Die Veranstalter der olympischen und paralympischen Spiele 2016 in Rio haben die Maskottchen der Sportveranstaltung am Zuckerhut vorgestellt. Die beiden Figuren repräsentieren in einer Design-Mischung aus Pop-Art und Animation die Flora und Fauna des fünftgrößten Landes der Erde, wie das lokale Organisationskomitee am Sonntagabend mitteilte.

Noch haben die Maskottchen keine Namen – die sollen nun bis 14. Dezember per Internet bestimmt werden. Zur Wahl stehen jeweils die beiden Namenspaare „Oba“ und „Eba“, „Tiba Tuque“ und „Esquindim“ sowie „Vinicius“ und „Tom“.

Gewinnbringer oder Milliardengrab?
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Montreal 1976

Als in der kanadischen Stadt Montreal die Olympische Flamme entzündet wurde, ahnte noch keine, was für ein finanzielles Desaster die Spiele für Stadt bedeuten würden. Dann Knackpunkt war die fehlende Unterstützung vom Staat. So war Montreal mit der Finanzierung der Spiele auf sich alleine gestellt. Außerdem gerieten schon bald nach Beginn der Bauarbeiten für die neuen Sportstätten die kalkulierten Kosten völlig aus dem Ruder, da die Inflationsrate in Kanada um satte 40 Prozent gestiegen war. Das Dach des Olympia-Stadions, das bis zu Beginn der Spiele nicht fertiggestellt werden konnte, wurde erst 1987 fertig.

Nach den Spielen stand Montreal mit 1,5 Milliarden kanadischen Dollar in der Misere. Um den Schuldenberg abzubauen, erhob die Stadt eine Sondersteuer auf Tabakwaren. Erst 30 Jahre später, 2006, waren die Olympia-Schulden endgültig abbezahlt.

(Foto: dpa - picture-alliance)
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Moskau 1980

Die Olympischen Sommerspiele in Moskau bleiben als Boykott-Spiele in Erinnerung. Westliche Staaten blieben den Spielen fern, um den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan zu verhindern. Außerdem sollte die ohnehin schon schwierige wirtschaftliche Lage in der UdSSR weiter verschlimmert werden.

Unterm dem Strich gelang dies auch. Die Finanzierung der Olympischen Sommerspiele bereitete den Sowjets derartige Probleme, dass sie sich bei Nahrungsmittel und sonstigen wichtigen Gütern des täglichen Bedarfs bei ihren Satellitenstaaten bedienen mussten. Zeitzeugen bestätigen, dass kurz vor Beginn der Spiele in Moskau regelmäßig LKWs mit sowjetischen Kennzeichen Halt vor Lebensmittelläden in Polen machten und diese ausräumten. Kurz nach den Spielen brachen dann in Polen die ersten Generalstreiks aus, aus denen die politische Gewerkschaft Solidarność entstand.

Die Buchhaltung bestätigt das finanzielle Desaster, dass durch die Olympischen Sommerspiele in Moskau entstand. Den Gesamtausgaben von 862,7 Millionen Rubel standen Einnahmen in Höhe von 744,8 Millionen Rubel entgegen.

(Foto: dpa - picture-alliance)
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Los Angeles 1984

Vier Jahre später fand die Olympiade bei Klassenfeind in den USA statt. Die Sowjetunion reagierte auf den Boykott der westlichen Staaten mit einem Gegenboykott ihrerseits auf die Sommerspiele 1984 in Los Angeles. Die Besonderheit der Spiele in den USA war die ausgeprägte Kommerzialisierung. Den Anstoß dazu leistete der damals neu gewählte Präsident des Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch, der eine exklusive Vermarktung der Olympiade anstrebte.

Insgesamt wurden für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles rund 470 Millionen Dollar ausgegeben. Der Großteil des Geldes kam von Sponsoren, die Ansprüche auf Gewinnbeteiligungen hatten. Dadurch sanken zum einen die Ausgaben – die Spiele in Moskau kosteten rund neun Milliarden Dollar – und zum anderen verschob sich das Verlustrisiko von den Städten auf die Unternehmen. Allerdings gab es auch Kritik. Einige sahen in den Sommerspielen in Los Angeles mehr eine Werbe- denn einer Sportveranstaltung.

(Foto: AP/dpa)
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Seoul 1988

Nach den beiden Boykott-Olympiaden in Moskau und Los Angeles nahmen an den Olympischen Sommerspielen im südkoreanischen Seoul wieder sowohl die USA als auch die Sowjetunion wieder teil. Für Aufsehen sorgte das 100 Meter-Finale der Herren, dass zunächst das kanadische Muskelpaket Ben Johnson mit der damaligen Fabelzeit von 9,79 Sekunden für sich entschied. Allerdings wurde er nur zwei Tage später des Dopings überführt. Die Goldmedaille ging an den zweitplatzierten, aber im Vorfeld der Olympischen Spiele ebenfalls positiv getesteten Carl Lewis aus den USA.

Die Kostenbilanz in Seoul war positiv. Einnahmen in Höhe von 909.840 Millionen Won (1,2 Milliarden Dollar), standen Ausgaben von 568.391 Millionen Won (773 Millionen Dollar) gegenüber. Wie vier Jahre zuvor betrieben die Funktionäre auch in Seoul eine starke Vermarktung der Spiele. Dabei setzten sie auf wenige, dafür aber sehr finanzstarke Sponsoren.

(Foto: commons.wikimedia.org)
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Barcelona 1992

Einer der Höhepunkte der Olympischen Sommerspiele in Barcelona waren die Basketball-Wettbewerbe, zu denen zum ersten Mal die besten amerikanischen NBA-Profis zugelassen wurden. Ihre Dominanz beeindruckte die Zuschauer. Bis auf das Finalspiel gegen Kroatien geriet das sogenannte „Dream Team“ in keiner Partie in Rückstand. Das Finale gegen die Kroaten gewannen sie 117:85.

Insgesamt kosteten die Spiele 1992 knapp 2,2 Milliarden Dollar, wovon ein Großteil Sponsoren zur Verfügung stellten. Als einer von wenigen Austragungsorten konnte Barcelona von den Sommerspielen auch in Nachhinein profitieren. Besonders die umfangreichen Investitionen in Infrastruktur- und Tourismusprojekte kamen der Stadt zugute.

(Foto: dpa - picture-alliance)
huGO-BildID: 2438690 Performers depict a scene featuring the Sydney Opera House during the closing ceremony at the 1996 Summer Olympic Games in Atlan
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Atlanta 1996

Nur zwölf Jahre nach den Spielen in Los Angeles fand die Olympiade wieder in den USA statt. Atlanta konnte sich gegen die Bewerbung Athens durchsetzen, dessen Sieg als sicher galt. Bei den Leichtathletikwettkämpfen konnte Carl Lewis ein letztes Mal Gold im Weitsprung gewinnen.

Insgesamt wurden für die Spiele in Atlanta 1,7 Milliarden Dollar ausgegeben. Die Gesamteinnahmen betrugen 2,6 Milliarden Dollar.  Der Großteil der Gelder wurde allerdings wieder an die Sponsoren zurückgespült. Atlanta selbst konnte von den Spielen nur kurzfristig profitieren.

(Foto: ap)
A SPANISH GYMNAST POINTS HER TOE ON THE BEAM DURING OLYMPIC QUALIFYING IN SYDNEY
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Sydney 2000

Die ersten olympischen Wettkämpfe des 21. Jahrhunderts fanden in Australien statt. Gigantische Sportstätten wurden für die verschiedenen Veranstaltungen gebaut. Das Olympia-Stadion, in den die Leichtathletikwettkämpfe stattfanden, bot sagenhaften 110.000 Zuschauern Platz. Insgesamt wurden für die Spiele rund 4,1 Milliarden Dollar ausgegeben. Davon stammten circa 1,3 Milliarden von öffentlicher Hand, der Rest kam von Sponsoren. Am Ende betrug der Überschuss immerhin noch 230 Millionen Dollar.

Allerdings hat Sydney ein ganz anderes Problem. Die gebauten Stadien stehen seit dem Ende der Olympischen Sommerspiele weitestgehend leer und produzieren erhebliche Folgekosten.

(Foto: Reuters)

„Die Maskottchen gehören zu den repräsentativsten Symbolen der Spiele. Ihr Sinn ist es, die Zuschauer zu erfreuen und sie einzubinden, vor allem die Kinder“, sagte Komitee-Präsident Carlos Nuzman.

Das Maskottchen für die olympischen Spiele ähnelt einer Katzenfigur, und das Symbol für die paralympischen Spiele fällt vor allem durch seine grüne „Blätterfrisur“ auf. In den vergangenen Tagen waren mehrere Maskottchen vorangegangener Spiele zu Besuch in Rio, darunter auch der Bär „Mischa“ der Moskauer Spiele (1980).

  • dpa
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