Olympische Spiele in Hamburg Bund gibt zehn Millionen Euro für Olympia

Hamburg bekommt für seine Olympia-Bewerbung eine Millionenspritze vom Bund: Zunächst zehn Millionen Euro, bei Bedarf weitere 20 Millionen. Am 29. November entscheiden die Bürger, ob sich Hamburg für Olympia 2024 bewirbt.
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Der Hamburger Senator Michael Neumann (SPD) posiert auf dem Dach der Hafencity Universität in Hamburg mit einem Banner mit der Aufschrift „Hamburg 2024 -Das gibt's nur einmal!“. Die Olympia-Initiative bekommt nun Geld vom Bund- Quelle: dpa
Olympia in Hamburg

Der Hamburger Senator Michael Neumann (SPD) posiert auf dem Dach der Hafencity Universität in Hamburg mit einem Banner mit der Aufschrift „Hamburg 2024 -Das gibt's nur einmal!“. Die Olympia-Initiative bekommt nun Geld vom Bund-

(Foto: dpa)

BerlinDer Bund steuert zur deutschen Olympia-Bewerbung in Hamburg vorerst zehn Millionen Euro bei. „Nach heutigem Stand“ sei von Bundesseite diese Summe vorgesehen, weiteren Bedarf sehe man derzeit nicht, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Die Welt“.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte laut Innenressort für die Olympia-Bewerbung der Hansestadt für das laufende Jahr im Nachtragshaushalt zehn Millionen Euro freigegeben - und bei Bedarf für 2016 und 2017 weitere Mittel in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Bundesregierung will diesen Spielraum zunächst aber nicht ausschöpfen, sondern es bei der Summe von zehn Millionen Euro belassen. Zur Begründung erklärte der Sprecher, das Innen- und das Finanzressort seien der Auffassung, dass diese Bundesmittel „vor dem Hintergrund der getroffenen Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern absolut ausreichend sind, um eine erfolgreiche deutsche Bewerbung durchzuführen“. Deshalb würden für 2016 und 2017 keine weiteren Mittel veranschlagt.

Wie deutsche Olympia-Bewerbungen ausgingen
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München fieberte mit einer gewissen Routine für seine Olympia-Bewerbung 2018 - denn es war nicht das erste Mal, dass die Region auf den Zuschlag hoffte. 1972 veranstaltete die bayrische Landeshauptstadt die Sommerspiele. Auch wenn die Spiele tragische endeten - den Zuschlag zur Ausrichtung konnte man auch verstehen als das internationale Anerkennen eines Bemühens, als Geläuterter ein Mitglied der Völkergemeinschaft mit allen Rechten und Pflichten sein zu wollen.

Germany Olympics Munich 2018 Bid
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Garmisch-Partenkirchen, das auch Teil der bayrischen Bewerbung für 2018 war, hatte im Rennen um eine deutsche Olympia-Teilnahme auch schon einmal die Nase vorn gehabt. 1940 hätte das bayrische Wintersportparadies die Spiele ausrichten dürfen. Weil Europa allerdings mitten im zweiten Weltkrieg war, mussten die Spiele ausfallen. Zwanzig Jahre später ging Garmisch-Partenkirchen erneut ins Rennen - verlor allerdings gegen Squaw Valley, USA. 15 Jahre nach Kriegsende war das IOC noch längst nicht so weit, den (west-)deutschen Sport mit Winterspielen auszuzeichnen.

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Berchtesgadens 6,2 Millionen D-Mark teurer Kandidatur für die Spiele 1992 fehlte es an nationaler Unterstützung - das gilt auch für das Nationale Olympische Komitee. Ungünstig war für Berchtesgaden auch, dass der amerikanische Olympia-Sender ABC Stimmung gegen „Hitlers Berchtesgaden“ machte. Der „Ort am Obersalzberg“ sei in den USA nicht zu verkaufen. Stattdessen erhielt Albertville den Zuschlag.

Erinnerung an die Fußball-WM: Viel Besuch im Berliner Olympiastadion
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Auch ein Marathonläufer in Sachen Olympiabewerbungen: Berlin. Vier Bewerbungsverfahren hat die Hauptstadt bislang durchlaufen. 2000 verlor die Bundeshauptstadt gegen Sydney, 1932 gegen Los Angeles. Berlins olympischer K.o. für 2000 war in erster Linie die Folge einer Überforderung. Die Stadt war ganz und gar mit seiner eigenen Wiedervereinigung beschäftigt. Zweimal erhielt die Hauptstadt allerdings einen Zuschlag...

Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin 1936berlin1936
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1916 und 1936 sollten die Sommerspiele in Berlin stattfinden - allerdings unter keinem guten Stern. 1916 musste das „Treffen der Jugend der Welt“ wegen des ersten Weltkriegs ausfallen, 1936 missbrauchte Hitler-Deutschland das Fest unter den fünf Ringen für seine politische Propaganda.

Rollrasen im Leipziger Zentralstadion verlegt
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Leipzigs Scheitern für die Sommerspiele 2012 hatte seine Ursache in einem Missgriff des NOK. Mit der sächsischen Halbmillionen-Stadt meldete es nach einer internen Qualifikation den sympathischsten nationalen Bewerber beim IOC an - aber nicht den geeignetsten. Gegen Elefanten wie die Metropolen London, Paris, New York, Madrid und Moskau stand das auch national allein gelassene, überforderte Leipzig von vornherein auf verlorenem Posten, musste schon in der Vorentscheidung zusammen mit Rio de Janeiro, Istanbul und Havanna die Segel streichen. Das Foto zeigt das Leipziger Stadion.

Die Vertragspartner gingen von einem Bewerbungsbudget von 50 Millionen Euro aus, hieß es weiter aus dem Innenministerium. Die Hälfte solle durch private Sponsoren erbracht werden. Damit blieben 25 Millionen Euro, die sich Hamburg und der Bund zu teilen hätten. Hamburg habe gegenüber der Bürgerschaft erklärt, dass es 15 Millionen Euro für den Bewerbungsprozess aufbringen wolle. Demnach blieben 10 Millionen Euro für den Bund.

Die Zuzahlungen orientierten sich an den Geschäftsanteilen der Bewerbergesellschaft, erklärte das Ministerium. Zu den Gesellschaftern zählen unter anderem Hamburg mit 26 Prozent und der Bund mit 18 Prozent. Hamburgs Bürger entscheiden am 29. November endgültig, ob sich die Hansestadt für Olympische Spiele 2024 bewirbt. Die Entscheidung über die Ausrichterstadt der Spiele fällt im Sommer 2017.

  • dpa
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