Olympische Spiele Sportfunktionäre beobachten koreanische Entspannungsgespräche

Es gibt Zeichen der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea. Gut einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele werden die deutschen Sportfunktionäre den Verlauf der Gespräche genau verfolgen.
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Einen Monat vor den Olympischen Winterspielen erklären sich Süd- und Nordkorea zu Gesprächen bereit. Quelle: AP
Olympische Winterspiele

Einen Monat vor den Olympischen Winterspielen erklären sich Süd- und Nordkorea zu Gesprächen bereit.

(Foto: AP)

Frankfurt/MainDie angekündigten Gespräche zwischen Nord- und Südkorea wird auch der Deutsche Olympische Sportbund genau beobachten. Das erste Treffen der beiden Länder nach längerer Zeit soll am Dienstag und damit genau einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele stattfinden. Man lasse sich fortlaufend vom Auswärtigen Amt beraten, teilte der DOSB der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage am Freitag mit. Außerdem stehe man seit Monaten in Kontakt mit Experten des Bundeskriminalamts, die ebenfalls die Sicherheitslage fortlaufend bewerten.
Nordkorea hatte zuvor den Vorschlag Südkoreas akzeptiert, sich am nächsten Dienstag im Grenzort Panmunjom zu treffen. Es soll vor allem um eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar, aber auch allgemein um die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen gehen.
Noch vor wenigen Monaten gab es keine vergleichbaren Zeichen der Annäherung wie zuletzt. Das beunruhigte auch Athleten, wie eine dpa-Umfrage unter deutschen Wintersportlern im November zeigte. Stellvertretend für viele sagte Biathletin Laura Dahlmeier: „Ich freue mich auf der einen Seite wahnsinnig auf Olympia. Es ist ein Kindheitstraum. Ich denke, dass es sportlich tolle Wettkämpfe werden, aber natürlich spielt die Sicherheitslage schon eine gewisse Rolle.“
Die Umfrage zeigte zudem, dass Athleten und Sportfunktionäre auch auf die Einschätzungen staatlicher Institutionen vertrauen. Der Sportdirektor der Eisschnellläufer, Robert Bartko, stellte klar: „Wir haben sehr großes Vertrauen in die Bundesregierung und das Auswärtige Amt. So lange diese Institutionen grünes Licht für einen Start bei den Spielen geben, werden wir als Team dort dabei sein.“

Politische Zeichen der Entspannung scheinen zudem rasch sportliche Annäherungen möglich zu machen. Das Internationale Olympische Komitee signalisierte kurz nach Bekanntwerden der Gesprächsabsichten der Regierungen von Nord- und Südkorea, den nordkoreanischen Eiskunstlauf-Paarläufern Ryom Tae-Ok/Kim Ju-Sik trotz fehlender fristgerechter Meldung die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen ermöglichen zu wollen. Sie sind bisher als einzige nordkoreanische Sportler für die Spiele qualifiziert.
Der Olympische Gedanke scheint nicht nur bei Sportlern und Funktionären hoch im Kurs zu stehen. Eine Umfrage von YouGov noch vor den jüngsten Gesten der Entspannung zeigte, dass zwei Drittel der Deutschen trotz der Konfliktsituation gegen einen Teilnahmeverzicht der eigenen Mannschaft ist.

  • dpa
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