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Paralympics-Team bricht auf Mit mäßiger Vorfreude nach Sotschi

Das deutsche Olympia-Team fliegt nach Sotschi – trotz der aktuellen politischen Situation. Das Auswärtige Amt hat die Reise als ungefährlich eingestuft. Ein Boykott kommt für die Sportler kaum in Frage.
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Die deutsche Ski-Athletin Andrea Eskau bei der Verabschiedung der deutschen Mannschaft für die Winter-Paralympics in Sotschi am Frankfurter Flughafen. Quelle: dpa

Die deutsche Ski-Athletin Andrea Eskau bei der Verabschiedung der deutschen Mannschaft für die Winter-Paralympics in Sotschi am Frankfurter Flughafen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die aufgrund der Krim-Krise großen Bedenken der deutschen Paralympics-Athleten trüben die Vorfreude auf die sportlichen Wettkämpfe. Das Team bricht am Dienstag zum Turnier auf. „Wir verschließen nicht die Augen vor den Entwicklungen in der Welt“, sagte der Präsident des Deutschen Behindertensport-Verbandes, Friedhelm Julius Beucher, bei der Verabschiedung auf dem Frankfurter Flughafen. „Aber wir sind froh, dass alle Sicherheitsbehörden und das Auswärtige Amt diese Reise als ungefährlich einstufen. So können wir es verantworten, nach Sotschi zu fliegen.“

Die russische Stadt am Schwarzen Meer liegt Luftlinie nur rund 450 Kilometer von der Krisenregion Krim entfernt. Deshalb gab es in der insgesamt 13-köpfigen deutschen Mannschaft vor dem Abflug nach Sotschi auch kritische Stimmen. „Die Freude ist sicherlich getrübt durch die Ereignisse auf der Krim“, sagte Ski-Langläuferin Andrea Eskau. „Wir haben das Weltgeschehen im Blick und werden es gerade da unten auch nicht aus dem Blick verlieren.“

Würde es sich nicht um Paralympische Spiele handeln, hätte die 42-Jährige nach eigenen Angaben sogar ernsthaft über einen Boykott oder Protest-Aktionen nachgedacht. „Bei einer WM würde ich das vielleicht tun“, sagte Eskau. „Aber Paralympics sind nur alle vier Jahre. Und politische Äußerungen sind uns nicht erlaubt. Aber natürlich hat jeder eine Einstellung dazu.“

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