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Rechtevermarktung Kritik an Leichtathletik-Weltverband

Der Deutsche Leichtathletik Verband kritisiert vor der Leichtathletik-WM die Vermarktungspolitik des Weltverbandes.
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DüsseldorfKurz vor Beginn der am Wochenende startenden Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Südkorea übt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) scharfe Kritik am Weltverband IAAF. “Die Fernsehpolitik des IAAF ist eindeutig verfehlt”, sagte Dagmar Freitag, Vize-Präsidentin des DLV und Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag im Gespräch mit dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe). Aus Sicht des DLV sei es problematisch, dass der Weltverband die schwedische Agentur IEC mit der Vermarktung der Übertragungsrechte beauftragt hat. “So hat die IAAF vielleicht für sich einen besseren Basisvertrag, aber die Verhandlungen mit dem Rechtevermarkter waren mehr als schwierig”, sagte Freitag.

Die Medienagentur IEC hatte von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF für die Live-Übertragungsrechte der Weltmeisterschaften 2011 in Daegu und 2013 in Moskau rund 17 Millionen Euro gefordert. ARD und ZDF waren lediglich zu einer Zahlung von sieben Millionen Euro bereit. Ein Kompromiss, der nur die kommende WM in Südkorea betrifft, konnte erst vergangenen April nach wochenlangen Verhandlungen erzielt werden.

“Dass der DLV und die Athleten für eine Übertragung gekämpft haben, mag zur Einigung beigetragen haben”, sagte DLV-Generalsekretär Frank Hensel dem Handelsblatt. Das Problem der TV-Vermarktung wird aus seiner Sicht jedoch auf der Tagesordnung bleiben: “Auch wenn für Daegu eine Lösung gefunden wurde – die Diskussion wird für die Übertragungsrechte der WM 2013 in Moskau erneut aufkommen.”

Für den DLV ist die Fernsehpräsenz internationaler Großereignisse von großer Bedeutung, um die Sportart hierzulande bei Sponsoren vermarkten zu können. “Aus meiner Sicht muss es Leichtathletik im Free-TV geben, gerade in den großen Fernsehmärkten wie Deutschland”, sagte Hensel. “Die TV-Rechte dürfen nicht zu einer verschacherbaren Ware verkommen.”


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