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Rechtsanwälte sehen sich unter Zeitdruck BVB droht erneut Ärger

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Das Vorgehen der Anwälte könnte für den Tabellensiebten der vergangenen Bundesligasaison schwerwiegende Folgen haben. Denn nach Einschätzung der Juristen ist auf Grund falscher Angaben auf der Gesellschafterversammlung auch die Zustimmung der Anleger zum Sanierungsplan juristisch anfechtbar und damit der Verein selbst erneut gefährdet.

Doch betonten die Anwälte, ihr Hauptaugenmerk gelte nicht dem Verein. "Im Prinzip interessiert der BVB uns nicht. Wir wollen Geld von der Commerzbank", sagte Rechtsanwalt Dietmar Kälberer und fügte hinzu: "Es ist nicht nachvollziehbar, wie eine seriöse Bank ihre Anleger derart misshandeln kann."

Die Rechtsanwälte sehen sich unter Zeitdruck, weil die Verjährungsfrist Mitte August abläuft. Sie forderten die Bank auf, auf die Verjährung zu verzichten und sich bereit zu erklären, den Sachverhalt in Musterverfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht klären zu lassen. Gleichzeitig verlangten die Anwälte die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung des Fonds, um die Geschäftsführung auszuwechseln.

Insgesamt rund 5 800 Kleinanleger hatten sich an der "Molsiris Vermietungsgesellschaft mbH & Co Objekt Westfalenstadion KG" beteiligt, die dem Verein 2003 das Westfalenstadion abgekauft hatte. Im März hatte die Anleger unter finanziellen Verlusten auf einer Gesellschafterversammlung mit großer Mehrheit dem Rettungskonzept des BVB zugestimmt, das unter anderem einen teilweisen Rückkauf des Westfalenstadions durch den Verein und eine Stundung der Miet- und Tilgungszahlungen für die Jahre 2005 und 2006 vorsieht.

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