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Schwimm-WM Biedermann nach Bronze als Tribünengast

Der eine hat seine Medaille, der andere will sie noch. Paul Biedermann genoss als Tribünengast WM-Bronze in Kasan. Marco Koch berichtete von einer problematischen Anreise nach Russland.
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In Kazan saß Bronzegewinner Biedermann nur auf der Tribüne und bereitet sich auf seinen nächsten Wettkampf vor Quelle: dpa
Bronzegewinner Paul Biedermann

In Kazan saß Bronzegewinner Biedermann nur auf der Tribüne und bereitet sich auf seinen nächsten Wettkampf vor

(Foto: dpa)

Kasan Am Tag nach WM-Bronze ließ es Paul Biedermann ruhig angehen. Statt die 100 Meter Freistil zu schwimmen, stimmte er sich als Zuschauer der Mixed-Lagenstaffel bei der Schwimm-WM in Kasan auf sein nächstes Highlight ein: Die 4 x 200 Meter-Freistilstaffel am Freitag, seinem 29. Geburtstag. „Da wollen wir es noch einmal krachenlassen“, sagte Biedermann motiviert und voller Vorfreude. Die Feier samt seiner Dankesrede an die Mannschaft nach der ersten deutschen Beckenmedaille dieser WM klang mit alkoholfreien Cocktails nicht allzu spät aus. „Die waren sehr lecker. Und eine Schwimm-WM ist ja nur einmal im Jahr“, erinnerte Biedermann am Mittwochnachmittag bei einem Sponsorentermin noch an die bevorstehende Aufgabe.

Die beiden anderen deutschen Medaillenhoffnungen waren am Mittwoch in unterschiedlicher Mission unterwegs. Franziska Hentke bestritt die Vorläufe über 200 Meter Schmetterling, Europameister Marco Koch berichtete von einem gesundheitlichem Malheur auf der verspäteten WM-Anreise. Trotzdem ist der Start des Europameisters über 200 Meter Brust nicht gefährdet. Ihm gehe es „so lala“, sagte Koch. „Ich habe die Nacht von Samstag auf Sonntag leider ein bisschen gebrochen, wohl was Falsches gegessen. Seit Montag geht es schon wieder deutlich besser“, erklärte der WM-Zweite von 2013.

Er sah die Störung in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung pragmatisch: „Besser mal was Falsches essen und eine Nacht kotzen statt ein Magen-Darm-Virus. Im Endeffekt bin ich froh, dass es nur das war.“ Nachdem das Montags-Training noch „schwierig“ war, ist Koch für den Vorlauf am Donnerstag „optimistisch, dass es ganz gut läuft“. Medaillenprognosen waren auch ihm erneut nicht zu entlocken, er will „nur“ schneller sein als sein deutscher Rekord beim EM-Sieg. Der WM-Sieger müsse eh Weltrekord schwimmen, sagt Koch. Die Rekordmarke liegt bei 2:07,01 Minuten, der Darmstädter war vor einem Jahr in Berlin nur 46 Hundertstelsekunden langsamer.

Biedermann will Defizite abstellen
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