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Sonderzahlung für mehr Medaillen Extragehalt für Spitzensportler

Mit Geld zum Rekord: Die Deutsche Sporthilfe gibt deutschen Top-Athleten die Möglichkeit, sich besser auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten - mit einer monatlichen Sonderzahlung. Ein ehrgeiziges Projekt.
Höchstleistungen - bald finanziell gefördert? Die Sportlerin Heike Drechsler beim Weitsprung. Quelle: ap

Höchstleistungen - bald finanziell gefördert? Die Sportlerin Heike Drechsler beim Weitsprung.

(Foto: ap)

dpa DÜSSELDORF. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe will die besten Athleten des Landes mit stärkeren finanziellen Anreizen zu Höchstleistungen antreiben. Künftig erhalten vielversprechende deutsche Spitzensportler eineinhalb Jahre vor Beginn der Olympischen Spiele jeweils 1 500 Euro zusätzlich im Monat. "Damit soll ein Athlet in die Lage versetzt werden, sich ohne materielle Zwänge ganz auf den Sport zu konzentrieren", sagt Michael Ilgner, geschäftsführender Vorstand der Sporthilfe.

Das Sondergehalt wird erstmals 18 Monate vor den Sommerspielen in London, also Anfang Januar 2011 ausgezahlt. Es kommt Athleten zugute, die ihr Studium für das Training unterbrechen, im Beruf eine Auszeit nehmen oder arbeitslos sind. Das Sozialwerk des deutschen Sports versucht so, ein Defizit des nationalen Fördersystems zu glätten.

Ihre Entscheidung begründet die Stiftung damit, dass der internationale Kampf um Medaillen härter geworden sei. "Die Spiele in Peking haben es erneut gezeigt: Die Spitzenleistungen sind weiter angestiegen, die Qualität des Trainings wird immer besser, auch die Umfänge steigen. Die Konzentration auf einzelne Sportarten nimmt zu. Immer mehr Länder gewinnen Medaillen", sagt Ilgner. Ihm zufolge können in den letzten eineinhalb Jahren vor Olympischen Spielen "zusätzliche Potenziale durch Ausweitung des Trainings geweckt werden". Außerdem biete die regelmäßige Zahlung den Athleten die Chance, sowohl ihre sportliche als auch ihre berufliche Karriere besser in Einklang zu bringen.

Das Sporthilfe-Gehalt bedeutet eine Zäsur in der Geschichte der Stiftung, die im Gründungsjahr 1967 mit monatlichen Zuschüssen von 25 Mark pro Athlet gestartet war. Zugleich schafft die Sporthilfe neben dem bisher dominierenden Staatsmodell der Sport-Planstellen bei Bundeswehr (824), Bundespolizei (160) und Zoll (60) ein privat finanziertes Modell.

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