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Start der Tour de France Der Profiradsport in der Abwärtsspirale

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Übernahmeschlachten um die Stars
Das sind die deutschen Starter
huGO-BildID: 31001748 John Degenkolb of Germany celebrates as he wins the fifth stage of the Giro d'Italia, Tour of Italy cycling race, from Cos
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Der Deutsche John Degenkolb ist zum ersten mal bei der Tour dabei. Seit 2012 fährt der 23-Jährige nun im Trikot von Argos-Shimano, in dem er dieses Jahr schon eine Etappe beim Giro d'Italia gewinnen konnte. Bei seinem diesjährigen Tour-Debüt gelang ihm bereits ein großer Erfolg: Bei der siebten Etappe erreichte Degenkolb als zweiter das Ziel, knapp überholt vom Slowaken Peter Sagan.

(Foto: ap)
Johannes Fröhlinger
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Bereits zum vierten Mal ist Johannes Fröhlinger bei der Tour dabei, dieses Mal ebenfalls für Argos-Shimano. Doch der Mann aus Gerolstein konnte bisher keine großen Erfolge einfahren, sein bestes Tour-Ergebnis war ein 76. Platz 2009. Dieses Jahr ist das nicht viel anders: Aktuell verteidigt Fröhlinger den 137. Platz. Erfolge sind nicht zu melden.

(Foto: dpa)
Simon Geschke
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2012 hat das Argos-Shimano-Team viel in neue Radfahrer investiert – darunter auch in Simon Geschke (Foto: Mitte). Der Berliner bleibt im Gesamtklassement Außenseiter, schob sich in den Bergen im Gesamtklassement aber mal eben rund 70 Plätze nach vorn.

(Foto: dpa)
Marcel Kittel of Germany celebrates as he wins the 101st Scheldeprijs/Grand Prix de l'Escaut cycling race in Schoten
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Der letzte Deutsche im Argos-Shimano-Team ist Marcel Kittel. Dem 25-Jährigen wurden von Anfang an gute Chancen zugerechnet, denn er konnte dieses Jahr schon mehrmals überzeugen. Zum Beispiel war er Gesamt- und Etappensieger der Tour de Picardie. Und tatsächlich überzeugt er bei seiner zweiten Tour-Teilnahme: Drei Etappensiege konnte der Deutsche einfahren, außerdem noch drei Zwischensprintsiege.

(Foto: Reuters)
Marcus Burghardt
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Der einzige Deutsche im BMC-Racing-Team ist Marcus Burghardt. Für ihn ist es das dritte Team, nach T-Mobile (2005 bis 2007) und Columbia (2008 bis 2009). Zwar konnte er während seiner fünf Tour-Teilnahmen höchstens den 58. Platz einnehmen, so 2012 geschehen, doch 2008 schaffte er sogar einen Etappensieg bei der Tour de France. Daran anknüpfen konnte er bei dieser Frankreichrundfahrt bislang nicht.

(Foto: ap)
Andre Greipel
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Bisher konnte André Greipel bei jeder seiner beiden Tour-Teilnahmen einen Etappensieg erzielen. Auch dieses Jahr gelang ihm das bisher ein Mal. Der Rostocker vom Lotto-Belisol-Team sicherte sich die sechste Etappe. Außerdem fuhr er zwei Zwischensprints ein.

(Foto: dpa)
Marcel Sieberg
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Marcel Sieberg ist der zweite und letzte Deutsche im Team Lotto Belisol. Dieses Foto zeigt ihn 2012 beim Straßenrennen der Männer während der Deutschen Meisterschaften in Grimma (Sachsen). Es ist seine vierte Tour-Teilnahme, bisher war der 118. Platz im Jahr 2007 seine beste Platzierung und auch dieses Jahr konnte er bisher mit keiner seiner Leistungen positiv überraschen.

(Foto: dpa)

1,34 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Teamsponsoren, 753 Millionen Dollar auf Sponsoren der Veranstalter. Die höchste Aufmerksamkeit erzielten die Marken, die bei der Tour de France (Umsatz ca. 140 Millionen Euro) und dem Giro d’Italia (Umsatz ca. 100 Millionen Euro) vertreten waren.

Die Preisgelder, die dabei an die Radprofis fließen, nehmen sich bei diesen Größenordnungen als Laufburschenbeiträge aus: 450.000 Euro erhält immerhin der Toursieger, 200.000 Euro der Zweitplatzierte und 100.000 der Dritte. Wer es bei diesem Monsterrennen bis in die Top 10 schafft, wird aber mit nur 3.800 Euro abgespeist und Etappensieger dürfen 8.000 Euro unter ihren acht Helfern aufteilen. Mittelprächtige Rockbands nehmen mehr ein.

Immerhin sind die Stars der Branche Jahresmillionäre. Spitzenreiter ist Alberto Contador mit kolportierten 3,1 Millionen Euro, dahinter folgen der - die Tour auslassende - Giro-Sieger Vincenzo Nibali mit 2,8 Millionen Euro und der ebenfalls abwesende Titelverteidiger Bradley Wiggins (laut Branchengerüchten zwei bis drei Millionen Euro). Mit größerem Abstand dann eine Gruppe um Andy Schleck (1,9 Millionen Euro), Ex-Toursieger Cadel Evans (1,6 Millionen Euro) und dem aktuellen Tourfavoriten Chris Froome (1,5 Millionen Euro).

Auffällig ist, dass bis auf Contador alle anderen Fahrer bei Rennställen unter Vertrag sind, die finanziellen Spielraum entweder durch starke Unternehmerpersönlichkeiten oder nationale Repräsentationsansprüche haben. Ersteres wird durch BMC-Patron Andy Rihs (Evans) und Schleck-Geldgeber Flavio Becca repräsentiert, letzteres durch den kasachischen Rennstall Astana (Nibali). Team Sky (Wiggins und Froome) gehört wegen Sky-Boss Rupert Murdoch und dem starken britischen Akzent gleich in beide Kategorien.

Diese Teams leisteten sich in der Vergangenheit wahre Übernahmeschlachten mit den Vorgängerrennställen ihrer Stars. „Wer Geld hat, kauft. Wir haben ihn sieben Jahre lang aufgebaut, aber wir konnten bei den Gehaltsforderungen einfach nicht mehr mithalten“, klagte Stefano Zanatta, sportlicher Leiter von Cannondale, über den Weggang von Nibali zu Astana. Team Leopard hing eine ganze Saison nach dem Abwerben von Schleck & Co. von Saxo Bank der von dänischen Fans geprägte Schimpfname „Team Judas“ an.

Abwärtsspirale: Rennen werden eingestellt oder verkürzt
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7 Kommentare zu "Start der Tour de France: Der Profiradsport in der Abwärtsspirale"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wer als normaler, aber physisch durchaus ganz gut aufgestellter Radler diese Betrüger auf 2 Rädern mit ihrer fahrbaren Hausapotheke im Schlepptau in einem solch übernatürlichen Tempo steile Berge hinaufrasen sah, hätte es sich doch immer denken müssen, daß diese Leistung nicht mit legalen Mitteln möglich ist.
    Ich habe mir deshalb schon vor vielen Jahren abgewöhnt, mir diese Verarsche anzusehen.
    Ich hätte mir allerdings immer gewünscht, die ö-r. Grunzfunkanstalten hätten dies auch viel früher getan.
    Der Aufwand, der da jahrzehntelang getrieben wurde, um etliche Fernsehteams den Betrügern hinterherreisen zu lassen, ist nämlich auch mit Zwangsgebühren finanziert worden.
    Und DAS ist unredlich und fast kriminell!

  • @ Pro-d

    "Wenn eine Organisation oder ein Mensch anfängt sich wirklich unethisch zu verhalten, beginnt immer das Ende. Der Rest ist eine Frage der Zeit."

    Ihren Hinweis, dass die Germanen das Ende der Römer besiegelt haben, finde ich sehr gut.

    Allerdings sollte auch darauf hingewiesen werden, dass das Ende des römischen Reichs mit der römischen Dekadenz begann.

    Und das Thema Dekadenz ist ja in der EU sehr aktuell.

    Wer oder was wird das Ende der EU besiegeln ?!

    Wahrscheinlich der Wirtschaftsraum Russland/Indien/China.

    Wenn ich mir anschaue wie extrem die EU-Banken durch die EZB gedopt wurden/werden, da hilft es bald auch nicht, dass man Nachts aufsteht, um den Kreislauf durch radeln im Schwung zu halten und damit den Tod zu verhindern.

    Die Pulsuhr der Banken zeigt an, dass es nur noch eine Frage von wenigen Jahrzehnten ist, bis dieses System implodiert.

    Die offene Frage wird danach beantwortet werden: Zerfällt der Euro-Raum oder nicht ?!


    Wahrscheinlich wird es so enden wie bei Armstrong:

    Der Kapitalismus hat alles und jeden besiegt - allerdings mit unfairen und unmenschlichen Mitteln, mit einem Zweck vor Augen, der nur Hirngewaschenen nicht fragwürdig erscheint. Alle die darauf explizit hinweisen, werden verfolgt und gekreuzigt, um dann am Ende festzustellen, dass man selbst vom wahren Weg des Lebens angekommen und irgendwo in der geistigen Wüste verschollen ist.


  • Also um ehrlich zu sein, ich wusste vor dem heutigen Tag nicht, wer hinter Kittels Sponsor Argos Energies bzw. dem Team Argos-Shimano steckt. Jetzt weiß ich es. Daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es nicht unklug gerade jetzt in Sachen Sportsponsoring auf den Radsport zu setzen. Was können denn die jungen Radsportler, die zum ersten mal an der Tour teilnehmen (rd. 60 sollen es sein) dafür, dass sich einige früher daneben benommen haben. Man straft die falschen dafür ab. Froh bin ich lediglich darüber, dass neben Eurosport kein ö.r. Sender mehr berichtet. Ganz besonders freue ich mich d.J. auf die 18. Etappe.

  • Mit dem ....Elch..... war das Ende von Mercedes gekommen
    Mit Vietnam das Ende der USA Weltmacht
    Und mit den Germanen wurden die Römer ausgestoppt


    Und so begann auch das Ende der Tour de france mit Herrn Ulrich und Mr. Armstrong.

    Wenn eine Organisation oder ein Mensch anfängt sich wirklich unethisch zu verhalten, beginnt immer das Ende. Der Rest ist eine Frage der Zeit.

    Vielleicht ich das anders herum auch der Grund für den Erfolg von Volkswagen. Viele Jahre hat man sich über Volkswagen lustig gemacht, weil dem Konzern das Wohl der Mitarbeiter wichtiger war, als das wohl der Aktionäre. Aber heute überholt Volkswagen die Autobauer, der nur am Gewinn orientiert sind. Auf Dauer gewinnt inzwischen nicht mehr der Trickser oder Stärkere, sondern der mit der höheren Ethik Stufe.

  • Nachdem nun endgültig klar ist, daß man dort nicht ohne Doping gewinnen kann - wahrscheinlich nicht mal ankommen würde, kann man doch wieder zur Tagesordnung übergehen.

    Ich mag diesen Sport, gerne auch mal anschauen.

  • Ich habe das jetzt langsam satt,die Radrennfahrer sind immmer die gedopten und in den anderen Sportarten passiert das nicht. Hier wird versucht eine wunderschöne Sportart kaputt zu machen. Wer ist den so naiv und glaubt, das bei den Olympischen Spielen die Schwimmer, Gewichtheber, die 100m Läufer und und nicht gedopt sind, selbst Fußballer wurden schon erwischt, auch bei den Wintersportarten Ski - Langlauf und Biathlon und Eisschnellauf gab es schon genug gedopte Sportler. Weiterhin ist es für mich eine Unverschämtheit das ZDF und ARD über die Tour de France nicht mehr live berichten.

  • Was für ein Scherz. Wer dopt wird nicht unterstützt aus der Wirtschaft. Dabei schmiert und dopt die Wirtschaft jeden inkl. der Politik um weiter zu kommen.

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