Vendée Globe gestartet Die härteste Segelregatta der Welt

Startschuss zur Vendée Globe: Die Einhandregatta rund um den Globus gilt als härtestes Segelrennen der Welt. Warum die extreme Herausforderung die Teilnehmer trotzdem immer wieder lockt.
Die Einhandregatta ist am Sonntag vor der französischen Küste gestartet. Quelle: AFP
Vendée Globe

Die Einhandregatta ist am Sonntag vor der französischen Küste gestartet.

(Foto: AFP)

Paris29 Männer und drei Monate Einsamkeit: Am Sonntagmittag ist die härteste Einhandregatta der Welt, die Vendée Globe gestartet. Von Les Sables d’Olonne an der Küste der französischen Vendée führt sie ohne Stopp einmal um die Welt. Die Skipper segeln alleine und dürfen keinerlei fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Wer Unterstützung braucht, scheidet sofort aus.

Die physische und psychische Beanspruchung und das strikte Reglement führen dazu, dass nur die Hälfte der Teilnehmer die alle vier Jahre ausgetragene Regatta beenden können. Der Rekord wurde vor vier Jahren von François Gabart aufgestellt: Nach 78 Tagen war er zurück in der Heimat. Dieses Jahr ist er nicht am Start.

Von Frankreich aus geht es südlich, erst an Spanien, dann an Afrika vorbei und um das Kap der guten Hoffnung. Dort drehen die 18 Meter langen Boote nach Osten ab und nehmen an Australien vorbei Kurs auf Südamerika. Dort müssen sie einen der härtesten Abschnitte bewältigen, zwischen Kap Hoorn und der Antarktis warten nicht nur tückische Winde auf sie, sondern auch Dutzende von Eisbergen.

Am Sonntag ging der 44 Jahre alte Vincent Riou bei strahlender Sonne und mittelstarkem Wind sofort in Führung. Er hat das Rennen einmal gewonnen und musste zwei Mal ausscheiden. Riou gehört nicht zu den Top-Favoriten, er fährt ein klassisches Boot. Die größten Chancen auf den Sieg werden denen beigemessen, die ein Boot mit Foils, kleinen Flügelstummeln am Rumpf, fahren.

Diese an die Winglets an einem Flugzeugflügel erinnernden Hilfsmittel heben den Rumpf etwas aus dem Wasser und steigern die Geschwindigkeit bei starkem Wind um bis zu acht Kilometer pro Stunde. Gleichzeitig stabilisieren sie das Boot bei extremer Schräglage. Eine halbe Stunde nach dem Start, als der Wind auffrischte, überholte Morgan Lagravière mit einem „Foiler“ den Klassiker von Riou.

Wo Segeln am schönsten ist
Ammersee
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Um zu segeln, muss man nicht unbedingt ins Ausland reisen. Ein unvergleichliches Alpenpanorama gibt es beim Ammersee gleich dazu. Für geübte Wassersportler bietet das bayrische Gewässer jede Menge Herausforderungen.

Das Segeln ist zwar theoretisch ohne Führerschein möglich, die meisten Segelclubs und Bootsverleiher setzen aber einen A-Schein beziehungsweise den Sportbootführerschein Binnen voraus. Anfänger können in anliegenden Segelschulen erste Knoten lernen und sich auf dem rund 47 Quadratkilometer großen See vom Wind treiben lassen.

Die Reise-Website Tripadvisor hat einige der schönsten Segelplätze der Welt zusammengestellt.

Ijsselmeer Segeln
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Wenn der Ammersee zu klein wird - das Meer aber noch zu groß erscheint - kann einen Ausflug in die Niederlande machen. Das Ijsselmeer ist immerhin 1100 Quadratkilometer groß. Über zwei Schleusen kann man außerdem einen Ausflug auf die Nordsee wagen. Hier kommen Profis auf ihre Kosten, aber auch unerfahrene Segler können unter der Aufsicht einer Crew erste Erfahrungen sammeln.

Ijsselmeer Segeln
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Rund ums Ijsselmeer sind pittoreske Orte gelegen, die zu einem Landspaziergang einladen. In den Niederlanden ist das Binnengewässer ein äußerst beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Es ist überwiegend idyllischer als die mitunter stark touristisch geprägten Orte an den Nordseestränden.

Griechenland Segeln
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Wer es ein bisschen wärmer mag, findet mit Griechenland ein vielseitiges Segelgebiet. Rund um Korfu findet sich ein ideales Einsteigerrevier. Anders die Ägäis. Man sollte schon etwas Erfahrung (oder geübte Mitsegler) mitbringen, wenn man dem starken Wind trotzen will.

Santorini Segeln
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Fürs Auge gibt es nicht nur unvergessliche Sonnenuntergänge (hier bei der Santorin-Inselgruppe im Ägäischen Meer), sondern an Land auch antike Stätten, Relikte aus der Zeit der Kreuzzüge und verschiedenste Landschaften.

Cabo Segeln
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Gut-Wetter-Garantie gibt es auf Cabo San Lucas. An der Spitze der mexikanischen Halbinsel Baja scheint an 360 Tagen im Jahr die Sonne. Für Segler besonders reizvoll: die Stadt liegt nicht nur am Pazifik, sondern auch am ruhigeren Cortes-See.

Ko Tao Segeln
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Beinahe paradiesisch ist es auch auf Ko Tao. Die Insel mitten im Golf von Thailand war lange Zeit praktisch unbewohnt. Erst lockte die reichhaltige Unterwasserwelt Tauchtouristen an. Inzwischen ist sie, nicht zuletzt wegen der traumhaften exotischen Kulisse, auch bei Seglern beliebt.

Der Franzose Armel Le Cleac’h und der Walliser Axel Thomson navigieren ebenfalls auf Foilern. Le Cleac’h hat bereits zwei Mal den zweiten Platz errungen und brennt darauf, 2017 als erster nach Les Sables d’Olonne zurückzukehren. „Es wäre wirklich eine große Enttäuschung, wenn ich dieses Mal nicht gewinnen würde“, sagte der 39-jährige Bretone kurz vor dem Start.

Thomson hat das modernste Boot, er wird von Hugo Boss und Mercedes gesponsert. Der Walliser macht die verrücktesten Stunts, er ist schon mal bei voller Fahrt den Mast hochgeklettert und hat sich von dort in die Wellen gestürzt, er ist über den Kiel spaziert und hat sich von seinem Boot mit einem Kite-Surfbrett 40 Meter in die Höhe ziehen lassen. „Ich werde der erste Nicht-Franzose sein, der die Vendée Göobe gewinnt“, gibt sich der 44-Jährige siegessicher.

„Die mentale Stärke ist entscheidend“
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