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Winterspiele 2018 Münchener Olympia-Bewerbung steht auf der Kippe

Zehn Tage nach der begeistert gefeierten Ernennung zur Kandidatenstadt hat die Bewerbung der bayerischen Metropole um die Olympischen Winterspiele 2018 einen Dämpfer erhalten. Nach massivem Widerstand gegen die Pläne werde „Plan B“ aktiviert, sagte einer der Verantwortlichen.
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Heißluftballon mit dem Schriftzug

Heißluftballon mit dem Schriftzug "München 2018 Applicant City" (Bewerbungsstadt) über dem Marienplatz. Die Bewerbung der bayerischen Hauptstadt hat einen deutlichen Dämpfer erhalten.

HB MÜNCHEN. Wegen massiver Proteste will die Bewerbungsgesellschaft das Sportstätten-Konzept ändern. Der für Biathlon und Langlauf vorgesehene Standort Oberammergau ist nach Informationen des "Münchner Merkur" gestrichen worden. Stattdessen soll auf staatliche Flächen ausgewichen werden. "Wir aktivieren Plan B", zitiert die Zeitung einen hochrangigen Mitarbeiter der Bewerbungsgesellschaft.

Eine Bürgerinitiative der oberbayerischen Gemeinde hatte am Freitag 773 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen Olympia vorgelegt und damit die erforderliche Zahl von 400 Stimmen erreicht.

Bis zur nächsten Sitzung am 14. Juli muss nun der Gemeinderat über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden. Der Bürgerentscheid müsste nach spätestens drei Monaten die Bürger an die Urnen rufen.

In Oberammergau wehren sich Grundstücksbesitzer gegen die Verpachtung ihrer Flächen, weil sie unverhältnismäßig große Eingriffe in die Natur fürchten. Bürgermeister Arno Nunn, ein Olympia- Befürworter, musste laut "Süddeutscher Zeitung" (Samstagsausgabe) einräumen, dass ihm ein Fünftel der erforderlichen Unterschriften von Grundstückseigentümern wohl fehlen werden. "Wenn das so bleibt, wird es schwer, Olympia nach Oberammergau zu holen", sagte Nunn. Die Grundstückseigentümer sollen ihr Land vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2018 abtreten, laut Vertragsentwurf werden sie pro Jahr und Quadratmeter mit 50 Cent bis 1,50 Euro entschädigt.

In der kommenden Woche wollen die Gemeinde Oberammergau und die Bewerbungsgesellschaft entscheiden, wie es weitergeht, sagte Nunn.

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