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Chaos in Rio Chile-Fans stürmen vor Spanien-Spiel das Stadion

Rund hundert Chile-Fans haben vor dem WM-Spiel gegen Spanien das Stadion in Rio de Janeiro gestürmt. Komplette Trennwände wurden eingerissen, es gab einige Verletzte. Die Sicherheitspanne wirft Fragen auf.
18.06.2014 - 23:13 Uhr Kommentieren
Zerstörte Wände und Absperrungen: Run 100 Chile-Anhänger stürmten vor dem Spiel gegen Spanien in den Medienbereich des Maracanã-Stadions und lieferten sich Jagdszenen mit den Sicherheitskräften. Quelle: ap

Zerstörte Wände und Absperrungen: Run 100 Chile-Anhänger stürmten vor dem Spiel gegen Spanien in den Medienbereich des Maracanã-Stadions und lieferten sich Jagdszenen mit den Sicherheitskräften.

(Foto: ap)

Rio de Janeiro Mit der Stürmung des legendären Maracanã-Stadions haben rund hundert chilenische Fans für Sicherheitsbedenken bei der Fußball-WM in Brasilien gesorgt. Die Anhänger drangen am Mittwochnachmittag (Ortszeit) vor dem Gruppenspiel gegen Spanien offenbar ohne gültige Tickets in den Medienbereich der Arena ein und lieferten sich Jagdszenen mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden Schränke, Trennwände und eine Glastür zerstört. Die Situation war erst nach mehreren Minuten wieder unter Kontrolle.

Das WM-Organisationskomitee verurteilte den Fan-Krawall als „Akt der Gewalt“. Mindestens 85 Personen seien von den Sicherheitskräften festgehalten worden. Auf die Tribüne des Stadions hätten es die Chile-Anhänger nicht geschafft. Weitere Konsequenzen aus dem Vorfall wurden für einen späteren Zeitpunkt angekündigt. Bereits beim ersten Spiel im Maracanã war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, wenn auch in geringerem Ausmaß. Am Sonntag hatten etwa 30 Argentinien-Fans einen Sicherheitszaun überwunden, waren aber ebenfalls festgehalten worden.

Stewards berichteten der dpa, dass sie noch versucht hätten, die Gittertore zum Journalistenbereich zu schließen, um die Chilenen zurückzudrängen. Dies war jedoch vergeblich, da sie gegen die Masse der Eindringlinge nicht ankamen. Zahlreiche Fans versuchten auch noch auf anderem Weg in das Innere der Arena zu gelangen.

Etwa 100 wurden vorübergehend auf dem Boden festgehalten, die Polizei führte sie einzeln aus dem Pressezentrum heraus. Das Online-Portal „globoesporte.com“ berichtete unter Berufung auf die Feuerwehr, dass fünf Menschen bei den Tumulten verletzt worden seien. Eine Frau habe sich den Arm gebrochen.

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    Keine halbe Stunde vor Anpfiff hatten noch unzählige Zuschauer an den Toren des Stadions angestanden. Viele hofften darauf, noch ein Ticket auf dem Schwarzmarkt zu ergattern. „Wir waren bereit, 1000 Reais (330 Euro) für ein Ticket zu zahlen, aber wir haben keins bekommen. Dann haben wir entschieden, dort einzudringen“, sagte ein chilenischer Fan der Zeitung „Estado de São Paulo“. Die Partie fing ohne Verzögerung an, während der Anfangsphase des Duells zwischen dem Weltmeister und den Südamerikanern wurden im Block der Chile-Anhänger einige wenige Böller gezündet.

    • rtr
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