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Die ungekrönte Fußball-Generation „Wir haben eine Riesenchance vor der Brust“

8. Juli 1990: Deutschland wird in Italien Weltmeister. 8. Juli 2014: Deutschland spielt in Brasilien um die Endspiel-Teilnahme. Ein historischer Tag für Fußballer, denen der ganz große Erfolg noch fehlt.
2 Kommentare
Elfmeterkrimis, Torfestivals und ein Jahrhundertspiel
1934
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1934: Deutschland – Tschechoslowakei 1:3

Mit Spielern wie Fritz Szepan, Edmund Conen und Otto Siffling scheiterten die als Außenseiter gestarteten Deutschen erst im Halbfinale an der Tschechoslowakei mit 1:3. Während Torhüter František Plánička für die Tschechoslowaken phänomenal hielt, erwischte der deutsche Goalie Willibald Kreß keinen guten Tag. Mittelstürmer Oldřich Nejedlý war nicht in Griff zu kriegen und erzielte alle drei Treffer. Im Spiel um Platz 3 siegte Deutschland gegen Österreich mit 3:2.

(Foto: Imago)
1954
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1954 Deutschland – Österreich 6:1

Das „Wunder“ folgte erst später, doch schon der haushohe Sieg gegen die favorisierten Österreicher war eine Sensation: Zwar begangen beide Mannschaften schwach, doch Hans Schäfer konnte die Deutschen nach einer halben Stunde in Führung bringen. Nach der Halbzeit wurden die Österreicher stärker, doch Deutschland-Keeper Toni Turek hielt, was es zu halten gab. Mitten in der Drangphase der Gegner konnte Max Morlock nach einer Ecke für Deutschland erhöhen. Zwar fiel kurz danach das 1:2. Als Fritz Walter per Elfmeter das 3:1 markierte, war das Spiel jedoch entschieden. Gegen die nun nahezu wehrlosen Österreicher schossen Fritz und zweimal Ottmar Walter noch einen 6:1-Sieg und die Finalteilnahme heraus. Der Rest ist Geschichte.

(Foto: dpa - picture-alliance)
1958
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1958: Deutschland – Schweden 1:3

Zur Pause hatte es noch 1:1 gestanden, Hans Schäfer war sogar die Führung geglückt. Doch Glück und Schiedsrichter waren gegen die DFB-Elf. Während mit Megaphonen ausgerüstete Einpeitscher für eine feindselige Stimmung gegenüber der deutschen Mannschaft sorgten, wurde Erich Juskowiak wegen eines Revanchefouls vom Platz gestellt und Fritz Walter zu einem humpelnden Statisten degradiert. Die Schweden gewannen die Partie mit 3:1. Das Spiel um Platz 3 verlor die deutsche Elf mit 3:6 gegen die Franzosen.

(Foto: Imago)
1966
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1966: Deutschland – Sowjetunion 2:1

Die DFB-Elf gewann im Halbfinale der WM 1966 in England gegen die Sowjetunion mit 2:1. Helmut Haller und Franz Beckenbauer trafen für die Deutschen, in der 88. Minute konnte Valeriy Porkujan nur mehr den Ehrentreffer beisteuern. Im Finale traf die Mannschaft aus der Bundesrepublik auf den Gastgeber und verlor mit 2:4 nach Verlängerung. Die Partie ging auch wegen dem legendären Wembley-Tor in die Geschichtsbücher ein.

(Foto: dpa - picture-alliance)
1970
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1970: Deutschland – Italien 3:4 n. V.

Die Halbfinalpartie zwischen Deutschland und Italien ging als Jahrhundertspiel in die Geschichte ein. Die Italiener gingen schon nach acht Minuten in Führung. Erst in der Nachspielzeit glich Karl-Heinz Schnellinger aus. In der Verlängerung erzielte Gerd Müller die Führung für Deutschland, die Italiener konnten aber vier Minuten später ausgleichen und anschließend ihre Führung wiederherstellen. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung gelang Müller erneut der Ausgleich, Gianni Rivera erzielte aber eine Minute später den 4:3-Endstand. Heute verweist eine Erinnerungstafel am Aztekenstadion auf diese Partie. Das Spiel um Platz 3 gewann Deutschland 1:0 gegen Uruguay.

(Foto: dpa - picture-alliance)
1974
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1974: Deutschland 6:0 Punkte, 7:2 Tore

Bei der Weltmeisterschaft in Deutschland führten eine zweite Finalrunde und die Siege gegen Jugoslawien (2:0), Schweden (4:2) und Polen (1:0) ins Endspiel. Im Finale gewann Deutschland gegen die Niederlande mit 2:1. Die Fifa kehrte nach einer noch weniger gelungenen Zwischenlösung bei der WM 1982 1986 wieder zum K.o.-System zurück.

(Foto: dpa - picture-alliance)
1982
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1982: Deutschland – Frankreich 5:4 i.E.

Der Held dieses Spiels heißt Harald Schumacher. Nach Führung durch Pierre Littbarski glichen die Franzosen durch Michel Platini aus. In der Verlängerung führte Frankreich schon 3:1. Der eingewechselte Karl-Heinz Rummenigge und Klaus Fischer rissen das Ruder aber noch herum. Schumacher parierte beim Elfmeter-Showdown zweimal – und wurde so zur Legende. Im Finale musste die deutsche Elf sich allerdings mit 1:3 gegen Italien geschlagen geben.

(Foto: dpa - picture-alliance)

Belo HorizonteJetzt oder nie - Deutschlands noch ungekrönte Generation um die von dritten Plätzen genervten Turnier-Veteranen Miroslav Klose, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski fühlt die historische Chance auf den ersehnten WM-Triumph. Zwar schiebt Bundestrainer Joachim Löw den Brasilianern auch ohne Superstar Neymar die Favoritenrolle zu.

Aber vor der „Gelben Wand“ im Stadion von Belo Horizonte zittern die deutschen Spieler nicht. Im Gegenteil: „Umso erfahrener man ist, umso mehr saugt man so ein Spiel auf gegen den Gastgeber in so einem fußballverrückten Land. Man geht mit Freude in so ein Spiel“, sagte Bastian Schweinsteiger vor seinem 107. Länderspiel.

„Es gibt kein anderes Ziel mehr als das Finale und den Titel für uns“, tönte Edeljoker André Schürrle forsch. Ans Scheitern wird kein Gedanke verschwendet. „Wir werden alles dafür geben, dass wir ins Finale kommen“, erklärte Jérome Boateng.

Joachim Löw weiß, dass die fünf vorangegangenen WM-Partien ein Kindergeburtstag waren im Vergleich zum Halbfinale gegen die auf den Heimtriumph gepolten Brasilianer, die ihr gesamtes Volk im Rücken haben. „Wir spielen nicht nur gegen elf Brasilianer auf dem Platz, wir spielen gegen das ganze Land“, sagte der Bundestrainer im ARD-Hörfunk.

Er legte geschickt die Rollen für Dienstag (22.00 Uhr/ZDF) fest: „Der Druck liegt ganz klar bei Brasilien. 200 Millionen Menschen, Fußball-Land, Rekordweltmeister, zu Hause - die Favoritenrolle hat schon Brasilien“, sagte Löw.

Zugleich bekräftigte der DFB-Coach am Tag vor dem Spiel auf dfb.de aber auch noch einmal den Anspruch seines Teams: „Unser gemeinsames Projekt ist noch nicht zu Ende. Wir wollen unbedingt noch mal in Rio im Maracanã-Stadion spielen. Am 13. Juli. Wir sind noch nicht fertig.“

Löw hat sein Team gefunden
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2 Kommentare zu "Die ungekrönte Fußball-Generation: „Wir haben eine Riesenchance vor der Brust“"

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  • 3 Wetter Taft wird für den DFB nie einen Titel holen.
    Mittwoch wird die Querpasstruppe um den lauffaulen Özil u. dem ungelenken Stolperer Schweinesteiger die Heimreise antreten.

  • Sehe ich etwas anders. Zwar hat die deutsche Mannschaft deutliche Schwächen, doch die brasilianische Mannschaft hat alles andere als überzeugt.

    Wenn die deutsche Mannschaft die brasilianischen Fußballer (die schon längst hätten ausscheiden müssen) schlagen kann, dann jetzt.

    Holland ist allerdings wohl ein höheres Kaliber. Ich glaube nicht, dass diese Fußballer mit üblichen mitteln besiegt werden können.

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