Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

WM-Auftakt der Deutschen Löws erste letzte Chance

Der Bundestrainer hat es in Deutschland nicht leicht. Obwohl Jogi Löw mehr Punkte holt als jeder seiner Amtsvorgänger, wird ihm der fehlende Titel zur Last gelegt. Heute beginnt seine letzte Chance, das zu beheben.
Kommentieren
Quo vadis, Joachim? Bundestrainer Löw muss sich beweisen. Quelle: ap

Quo vadis, Joachim? Bundestrainer Löw muss sich beweisen.

(Foto: ap)

Porto Seguro Aus Joachim Löws leeren, müden Augen sprach Apathie, damals in Warschau. Ob er in diesem Moment nach der Niederlage im EM-Halbfinale ahnte, dass sie ihn noch lange verfolgen sollte? Noch nach zwei Jahren ist dieses 1:2 gegen Italien ein Thema für die Nationalmannschaft und ihren Trainer, auch wenn in Santo André in diesen Tagen nicht darüber geredet wird.

Dieses Spiel war mehr als ein Spiel, mehr als eine knappe Niederlage. Es war die Niederlage, die Löws Gegner bestätigte und aus Befürwortern Zweifler machte. Löw hatte die falsche Aufstellung gewählt, und die falsche Aufstellung zu spät korrigiert. Das unterläuft auch guten Trainern. Aber weil der Fehler in den Augen seiner Kritiker ein typischer Löw-Fehler war, ist diese Niederlage bis heute seine große Hypothek.

Löw wurde immer geschätzt für seine ästhetische Spielidee und seine Verdienste für den deutschen Fußball. Er ist Teil der Reform, die mit Jürgen Klinsmann vor zehn Jahren begann. Der Mannschaft wurden Fitnesstrainer und ein Psychologe zur Seite gestellt. Spiele und Turniere wurden analytischer vorbereitet. Das Spiel der Deutschen wurde besser, taktischer, klüger, schöner. Aber nicht entscheidend erfolgreicher.

Und nicht nur das. Alle drei Turniere unter Löws Alleinregie endeten nicht nur mit Niederlagen, sie endeten mit tiefen Ernüchterungen. Die WM in Brasilien könnte die letzte Chance für Löw werden, das zu ändern. Die letzte Chance zu beweisen, dass er nicht nur ein guter Fußballlehrer ist, sondern ein großer Trainer.

Dazu muss er endlich seine zwei Schwächen überwinden: Er muss in Krisen das Richtige tun und die geheimen Kräfte seines Kaders freisetzen. Das gelang ihm vor zwei Jahren in Warschau beides nicht. Als Italien die Lücken im deutschen Team erkannte und nutzte, tat Löw lange nichts.

Erst sah er zu, dann wütete er. Eine Hilfe war er dem Team in der Krise nicht. Die Spieler hätten sich in dieser schweren Situation von ihrem Trainer alleingelassen gefühlt, sagt einer aus dem Umfeld der Mannschaft.

Bessere Spieler, besserer Plan?
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: WM-Auftakt der Deutschen - Löws erste letzte Chance

0 Kommentare zu "WM-Auftakt der Deutschen: Löws erste letzte Chance"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote