Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Erfolg gegen Schweden Gut Siegtreffer will Weile haben – Deutschlands Last-Minute-Sieg in der Einzelkritik

Der späte Sieg der deutschen Elf sorgt für Jubel. Der Weltmeister ist weiter im Turnier. Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik.
Update: 24.06.2018 - 02:29 Uhr Kommentieren
Torschütze Toni Kroos aus Deutschland (M) jubelt mit Mario Gomez (l) und Marco Reus über seinen Treffer. Quelle: dpa
WM 2018 - Deutschland gegen Schweden

Torschütze Toni Kroos aus Deutschland (M) jubelt mit Mario Gomez (l) und Marco Reus über seinen Treffer.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAuf vier Positionen veränderte Bundestrainer Joachim Löw die deutsche Elf im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen Mexiko. Deutschland stürmte, Deutschland rannte an – doch bis zur 95. Minute schien es zu nicht mehr als einem Remis zu reichen, weil Deutschland leider auch Gegner Schweden das 1:0 aufgelegt hatte. Dann kamen Toni Kroos und Marco Reus mit einer Freistoß-Variante und ließen den deutschen Teil der Ränge in Jubel eskalieren.

Manuel Neuer: 2

Souverän als letzter Mann und Mitspieler, Weltklasse zwischen den Pfosten. Verhinderte in der 12. Minute das schwedische 1:0, in der 45.+2. Minute das 2:0. War beim tatsächlichen 1:0 dazwischen schlicht chancenlos.

Joshua Kimmich: 3

Sehr offensiv unterwegs , teilweise sogar als Anspielstation im Strafraum. Spielte allerdings immer wieder Flanken, die dann nur in der Luft überlegene schwedische Verteidiger fanden.

Jerome Boateng: 5

Sehr dominant, eröffnete das Spiel immer wieder von hinten und war viel offensiv unterwegs. Zog zweimal gefährlich aus der Distanz ab. Hatte andererseits aber Glück, dass er in der 12. Minute keinen Elfmeter verschuldete, als er versuchte, Marcus Berg am Torschuss zu hindern. Erwies der deutschen Mannschaft dann mit einer dummen gelb-roten Karte in der 82. Minute einen Bärendienst.

Fans aus Deutschland schwenken schwarz-rot-goldene Fahnen während des Spiels in Sotschi. Quelle: dpa
WM 2018

Fans aus Deutschland schwenken schwarz-rot-goldene Fahnen während des Spiels in Sotschi.

(Foto: dpa)

Antonio Rüdiger: 4

Kam für den kranken Mats Hummels überraschend ins Team. Leitete die erste schwedische Großchance in der 12. Minute mit einem Fehlpass ein, verlor den entscheidenden Zweikampf gegen Toivonen zum schwedischen 1:0 in der 32. Minute. Blieb danach hinten und sorgte als letzter Mann für defensive Absicherung. Er lieferte in der zweiten Hälfte einen deutlich solideren Job ab.

Jonas Hector: 3

Kehrte wieder genesen erwartungsgemäß für Plattenhardt zurück. War deutlich mehr ins Spiel eingebunden als selbiger gegen Mexiko. Wie Kimmich offensiv sehr aktiv. Unterband per Großtat mit der Hacke einen gefährlichen schwedischen Konter. Ging in der 87. Minute für Julian Brandt.

Julian Brandt (ab 87.): Ohne Wertung

Kam wie schon gegen Mexiko als letzte Option in der Offensive. Hätte wie gegen Mexiko zum Matchwinner werden können, als er einen (fast) perfekten Distanzschuss an den Pfosten hämmerte. Wieder ein belebender Faktor, wieder mit einer Großchance. Hätte sich das sprichwörtliche Erfolgserlebnis redlich verdient.

Sebastian Rudy (bis 31.): 3

Mühte sich neben dem zugestellten Kroos als Ballverteiler im Mittelfeld. Musste in der 31. Minute für Gündogan vom Platz – weil ihm ein schwedischer Stollenschuh mutmaßlich die Nase gebrochen hatte. War sichtlich unglücklich mit der Entscheidung, machte seinen Job bis dahin aber mehr als ordentlich.

İlkay Gündogan (ab 31.): 3

Unauffällig, verstand seine Rolle ebenfalls defensiv. Machte einen soliden Fall als Absicherer im Mittelfeld, hatte gegen die stark zurückgezogenen Schweden allerdings auch nicht all zu viel abzusichern.

Toni Kroos: 2

Hatte einen schwedischen Sonderbewacher auf den Füßen stehen, war in seinem Wirkungsradius entsprechend eingeschränkt. Spielte in der ersten Halbzeit zunehmend schlampig, legte den Schweden dann den Konter zum 1:0 auf. Aber: Alles egal. Trat nämlich in der 95. Minute zum Freistoß an. Spielte den Ball kurz auf Reus im Strafraum, zog durch und feuerte den Ball dann zum 2:1 Siegtreffer ins Tor. Danach bei der deutschen Mannschaft und ihren Fans: Friede, Freude, Eierkuchen. Beziehungsweise: Bier.

Marco Reus: 2

Erstmals seit 2010 saß Spielmacher Mesut Özil auf der Bank – zugunsten von Marco Reus. Der bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen. Gegen Mexiko noch als Impulsgeber von der Bank gekommen, wirbelte er gegen Schweden von Anfang an auf. Machte dann nach Wiederanpfiff das (scheinbar) erlösend frühe 1:1. Blieb auch danach gefährlich, quirlig und schnell. Assistierte Kroos zuverlässig bei dessen Freistoß ins deutsche Glück.

Thomas Müller: 4

Strahlte zumindest in der ersten Hälfte deutlich mehr Gefahr aus als gegen Mexiko, hatte aber wieder nicht das letzte Quäntchen Glück trotz wenigstens zwei guter Chancen. Tauchte mit fortlaufender Spieldauer wieder mehr und mehr unter, blieb aber ohne wirklich Chance nach dem Wiederanpfiff. Scheint derzeit nicht der Spieler zu sein, der ein Spiel herumreißen kann.

Julian Draxler: 4

Trat in der ersten Spielhälfte durchaus emsig und engagiert auf, hatte die erste deutsche Chance im Spiel. Im Endergebnis bemüht, aber nicht zwingend, erweckt er manchmal den Eindruck: Will, kann aber nicht. Blieb in der zweiten Halbzeit aus taktischen Gründen für die zweite Spitze Gomez auf der Bank.

Mario Gomez (46.): 2

Kam vor allem, um der Lufthoheit der schwedischen Verteidigung etwas entgegensetzen zu können – und tat das auch. Setzte den Schweden sichtlich zu und schuf Räume. Hätte mit einem Kopfball kurz vor Schluss zum Matchwinner avancieren können, doch Schwedens Keeper Olsen verhinderte den Treffer mit einer Großtat.

Timo Werner: 3

Zeigte seine Schnelligkeit, leider vor allem, wenn er sich Bälle aus dem Mittelfeld holte und den Schweden mit enormen Tempo davon lief – um dann notgedrungen vor dem Strafraum abzubremsen und im selbigen als Anspielstation nicht zur Verfügung zu stehen. Hat aber unbestritten Qualitäten und war maßgeblich am 1:1 beteiligt.

Startseite

Mehr zu: Erfolg gegen Schweden - Gut Siegtreffer will Weile haben – Deutschlands Last-Minute-Sieg in der Einzelkritik

0 Kommentare zu "Erfolg gegen Schweden: Gut Siegtreffer will Weile haben – Deutschlands Last-Minute-Sieg in der Einzelkritik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%