Fußball WM 2026 findet in USA, Kanada und Mexiko statt

Erfolg im ersten Wahlgang: Die USA, Kanada und Mexiko werden die Fußball-WM 2026 gemeinsam ausrichten. Dies ergab die Abstimmung beim Fifa-Kongress in Moskau.
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Nun ist es offiziell – Fußball-WM 2026 in Amerika

Nun ist es offiziell – Fußball-WM 2026 in Amerika

DüsseldorfFavoritensieg beim Fifa-Kongress in Moskau: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet. Der Mitbewerber Marokko geht damit wie erwartet leer aus.

Die Nordafrikaner hatten in einem Evaluierungsbericht der Fifa-Task-Force die deutlich schlechtere Bewertung bekommen. Risiken beschrieben die Prüfer in den Bereichen Stadionbau, Hotels und Transport. Die Berichte wurden am Rande des Meetings des Fußball-Weltverbands im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden WM ebenso vorgestellt, wie die Präsentationen der Bewerber selbst.

Die Sieger aus Amerika wurden von der bewertenden Fifa-Task-Force fast durchweg besser bewertet. Stark betont wurde der Transparenzaspekt. Der Evaluierungsreport wurde den stimmberechtigten Mitgliedern zu Beginn der Tagung an die Hand gegeben. Schlechter bewertet wurden die USA, Kanada und Mexiko lediglich im Vergleich bei der zu erwartenden staatlichen Unterstützung.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten mit Drohungen gegen Länder, die nicht für die USA stimmen wollen, in den Fifa-Wahlkampf eingegriffen. Auch die Einreisebeschränkungen für Bürger aus bestimmten muslimischen Ländern hatten für Ablehnung gesorgt. Erst unmittelbar vor dem entscheidenden Wahlgang soll Trump nach Informationen der „New York Times“ Fifa-Präsident Gianni Infantino komplette Reisefreiheit für Teilnehmerländer zugesichert haben.

Für Infantino ist es ein dringend benötigter Erfolg. Der Fifa-Chef, der als Unterstützer der US-Bewerbung galt, konnte sich zuletzt mit einigen Änderungen nicht im Council des Verbands durchsetzen. So war die Aufstockung der WM 2022 auf 48 Mannschaften jüngst gescheitert. Dieser Schritt wird nun wie geplant 2026 vollzogen.

Der Wahlprozess war neu, und das aus gutem Grund: Nach den veränderten Statuten hatte jedes Fifa-Mitgliedsland eine Stimme. Kandidatenländer dürfen nicht abstimmen. Von 210 Mitgliederverbänden hatten 203 für die Abstimmung gemeldet. Das Stimmverhalten wird veröffentlicht. Die Reform ist Teil des Demokratisierungsprozesses des Fußball-Weltverbandes nach der skandalumwitterten Wahl von Russland 2018 und Katar 2022. Infantino ringt darum, dem Verband Glaubwürdigkeit zurückzugeben.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte bei der Wahl des WM-Gastgebers 2026 seine Stimme für den Dreierbund USA, Kanada und Mexiko abgeben und nicht für die Bewerbung Marokkos. Das teilte der DFB am Dienstagabend mit. „Wegen des neuen Formats eines WM-Turniers mit 48 Mannschaften haben es kleinere Länder ohne umfangreiche Stadionkapazitäten schwerer, erfolgreich als Ausrichter anzutreten“, hieß es von DFB-Präsident Reinhard Grindel. Grundlage des Votums seien die Ergebnisse des Evaluierungsberichts des Weltverbandes Fifa.

„Dieser Bericht bewertet in allen relevanten Teilbereichen die amerikanische Bewerbung deutlich besser als die Marokkos. Das gilt vor allem für die Stadien, die Verkehrsinfrastruktur und die Unterbringungskapazitäten für Fans“, erklärte der DFB. Zudem dürfte eine Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko mit geringeren Eingriffen in die Natur und auch geringeren Kosten auskommen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Dabei kritisierte das Mitglied des Fifa-Councils gleichzeitig Trump für dessen Einfluss auf den Wahlkampf: „Es ist erfreulich, dass beide Bewerbungen nach einem fairen und transparenten Verfahren auf dem Kongress zur Abstimmung stehen“, sagte Grindel. „Umso bedauerlicher waren die politischen Interventionen des US-Präsidenten, die dem Fair-Play-Gedanken der Fifa widersprechen.“

Mit Material von dpa.

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