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US-Sanktionen Iran darf nicht mit Schuhen von Nike antreten

Schon beim dritten Spiel der WM steht nicht allein der Sport im Fokus – und Schuld ist Donald Trump: Irans Nationalmannschaft darf keine Nike-Schuhe tragen.
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Die drei Streifen von Ausrüster Adidas sind im Spiel okay – Nike verbietet den Einsatz seiner Schuhe. Quelle: Reuters
Irans Spieler beim Aufwärmen

Die drei Streifen von Ausrüster Adidas sind im Spiel okay – Nike verbietet den Einsatz seiner Schuhe.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Seit Donald Trump am 8. Mai den einseitigen US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran bekanntgab, drohen neue dem Staat neue Sanktionen. Erstes Opfer: Irans Fußballer, die bei der Fußball-WM in Russland in Gruppe B heute gegen Marokko und dann noch gegen die Top-Teams von Spanien und Portugal antreten müssen. Der US-Sportartikelhersteller Nike hat den persischen Fußballern mit Verweis auf die von Trump angedrohten Sanktionen das Tragen seiner Schuhe verboten.

Auch Saman Ghoddos, der Stürmer des schwedischen Ostersund FK und in Skandinavien geborener Doppelstaatler, darf die Nike-Schlappen nicht anziehen. Obwohl Saman Ghoddos ansonsten von Nike gesponsert wird. Berichten zufolge mussten sich die Spieler des Iran selbst behelfen. Einige sollen Vereinskameraden um Schuhe gebeten haben, vielfach sollen sich Spieler einfach in Sportgeschäften mit Sportausrüstung versorgt haben. So oder so ein Wettbewerbsnachteil am wichtigsten Arbeitsgerät der Fußballprofis.

Irans Trainer, der Portugiese Carlos Queiroz, verurteilte das Vorgehen des US-Konzerns: „Spieler sind an ihre Kleidung und vor allem an ihre Fußballschuhe gewöhnt. Und es ist total unfair, kurz vor einem so wichtigen Turnieren ihnen das Tragen ihrer bekannten Schuhe zu verbieten.“ Queiroz hatte bis zuletzt auf ein Einmischen der Fifa in den Disput zugunsten seines Team gehofft.

Offizieller Ausrüster der Iraner ist der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas. Die Herzogenauracher, Nike und Puma haben gleichermaßen durchgesetzt, dass die von ihnen als Werbeikonen eingesetzten Spieler Schuhe ihrer Marke tragen dürfen – auch wenn das Team in Trikots anderer Hersteller spielt. Obwohl Nike aus Oregon keine offizielle Repräsentanz im Iran unterhält, sind Nike-Produkte in Persien fast überall erhältlich.

Iran konnte sich sehr souverän für die Endrunde der WM 2018 qualifizieren. Die Mannschaft gewann die Gruppe vor den ebenfalls qualifizierten Südkoreanern, schaltete sogar China aus. Mannschaftskapitän des Iran ist übrigens Ashkan Dejagah, der für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga spielte. Im Finale der U21-Europameisterschaft spielte der in Teheran geborene Spieler für Deutschland. Seit Januar ist er bei Nottingham Forest unter Vertrag. Dejagah sorgte als U-Nationalspieler für einen Eklat, als er sich weigerte, gegen Israel zu spielen.

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