Paul Pogba

Sein Team ist auf dem Weg zum WM-Titel.

(Foto: dpa)

WM in Russland „Belgien hat das Spiel, aber Frankreich den Sieg“ – Pressestimmen zum WM-Halbfinale

„Monströse Bleus“ bescheren sich ein drittes WM-Finale. Werden sie gegen Kroatien oder England die Sensation von 1998 wiederholen können?
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MoskauFrankreichs Presse ist begeistert von ihrer Nationalmannschaft und feiert Torschützen Samuel Umtiti. Die Sportzeitung „L'Equipe“ kann es fast nicht glauben: „Voll abgefahren. Phantastisch in der Spielbeherrschung und der Strategie, haben Les Bleus Belgien erstickt, um sich ins Finale der Weltmeisterschaft zu hieven, dank des Tors eines Helden namens Samuel Umtiti. Die Équipe Frankreichs ist im Finale. Das ist komplett verrückt. Sie hat es gemacht, als wäre es das Normalste der Welt. Leidenschaftlich, methodisch, überlegen.“

„Le Monde“ und „Le Figaro“ träumen von dem zweiten Stern auf der Brust ihrer Mannschaft. „Le Monde“: „An den Ufern der Neva bescheren sich „monströse“ Bleus ein drittes Weltmeisterschaftsfinale. Siegreich (1:0) über Belgien am Dienstag in Sankt Petersburg, wird die Mannschaft Frankreichs am Sonntag versuchen, sich einen zweiten Stern ans Trikot zu heften.“

„Le Figaro“ schreibt: „Heldenhaft gegen Belgien, können Les Bleus von einem zweiten Stern träumen.“ Im weiteren spricht die Zeitung von einer „gigantischen Volksbewegung“, welche durch Didier Deschamps Team ausgelöst wurde, „wie zur Epoche von Zinedine Zinade und Kompanie“.

Die Konkurrenz aus dem zweiten Halbfinale wird dabei deutlich schwächer eingeschätzt als die eigenen Fußballer, schreibt „Libération“: „Die Blauen (...) werden nun am Sonntag gegen England oder Kroatien einen zweiten Stern holen gehen, der einen zweiten Weltmeistertitel symbolisiert. Beide Teams erscheinen weniger talentiert und weniger solide als die Franzosen.“

Anders als im Finale gegen Italien 2006, rechnen die Franzosen mit keinem Kopfstoß und wollen den so oft zitierten Traum am Sonntag Realität werden lassen. Die junge Mannschaft hat es geschafft sich in die Herzen ihrer Anhänger zu spielen. „Le Parisien“: „Nach 20 Jahren erleben wir einen neuen Traum, getragen von einer Jugend, die einem Lust macht, sie zu mögen.“

„L'Union“: „Man muss auch anerkennen, dass vor einem Monat nicht viele „les Bleus“ im Finale sahen. (...) Diese Blauen haben wirklich mit verdeckten Karten gespielt. Sie haben uns wirklich reingelegt. Das Team ist sympathisch. (...) Im Klartext, sie haben die Franzosen mit ihrer Nationalmannschaft versöhnt.“

Etwas anders sieht die Presse der Verlierer Belgien das Spiel. So schreibt „De Standaard“: „Belgien hat das Spiel, aber Frankreich den Sieg.“ Sie stehen aber trotz der Niederlage stolz hinter ihrer Mannschaft und der Nation. „La Libre“: „Einen Monat lang haben die Teufel Belgien weit über ihre Anhänger hinaus begeistert. Ihre Heldentaten haben das ganze Land mitgerissen.“ „La Dernière Heure“: „Die Spieler haben bewiesen, dass Belgien tatsächlich eine Nation ist.“

Belgien hat ein großartiges Turnier gespielt und zeigte sich bis zum Halbfinale beinahe fehlerlos. So sieht es auch das „RTBF“: „Die Teufel können das Turnier erhobenen Kopfes verlassen. Makellos in der Gruppenphase, großartig im Achtelfinale gegen Japan, heroisch gegen Brasilien, haben sie es uns erlaubt, unvergessliche Emotionen zu leben.“

Weitere internationale Pressestimmen aus Spanien, Italien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz sind begeistert vom französischen Spiel. Insbesondere die Abwehr wird gelobt, aus der natürlich der Torschütze Umtiti heraussticht. Doch auch roten Teufel aus Belgien bekommen ihren Respekt, da sie „gekämpft haben bis zum Schluss“ („As“, Spanien) und „den besseren Start erwischen“ („Blick“, Schweiz).

Der Traum ist trotzdem aus und der „Guardian“ merkt an: „Die Spieler in Blau waren überwältigend, und die belgische Seite, die sich stark auf Spieler der Premier League stützte, wird sich fragen müssen, ob die Zeit für ihre goldene Generation jemals kommen wird.“

Heute wird sich entscheiden gegen wen die L'Equipe im Finale antreten muss und ob ihnen der eine Tag mehr Erholung in die Karten spielt. „Le Monde“ ist sich aber sicher: „Was die physische Verfassung betrifft, sind die Batterien eh noch weit davon entfernt, leer zu sein.“

Mit Material von dpa.

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