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WM-Vorrunde Frühes Deutschland-Spiel kostet die Wirtschaft womöglich Hunderte Millionen

Fußball ist Ablenkung: Für das Spiel Deutschland gegen Südkorea werden Millionen Menschen die Arbeit schleifen lassen – schätzen Ökonomen. Das kostet.
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WM: Deutschland-Spiel könnte Wirtschaft 200 Millionen Euro kosten Quelle: dpa
Fanmeile Berlin

Während der Arbeitszeit sind solche Auftritte nur mit Erlaubnis des Chefs genehmigt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Stell dir vor, es ist WM, und jeder guckt hin: Wenn um 16 Uhr die Partie Deutschland gegen Südkorea angepfiffen wird, könnte das die heimische Wirtschaft einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.

Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat errechnet, so berichten die Zeitungen der Funke-Gruppe, welchen Schaden die Ablenkung von der Arbeitstätigkeit verursacht. Die Ökonomen gehen demnach von einem Gesamtverlust zwischen 130 und 200 Millionen Euro aus.

Die Grundannahme: Jeder Zweite schaut während der Arbeitszeit, im Schnitt geht dabei eine Stunde verloren – die nicht nachgearbeitet wird. Ob darin auch organisierte Public Viewings oder spezielle Freistellungen berücksichtigt wurden, geht aus dem Bericht nicht explizit hervor, wird aber angedeutet.

Die arbeitgebernahen Ökonomen gehen jedoch von positiven Effekten aus, etwa für den Gruppenzusammenhalt – dort, wo gemeinsam geschaut wird. Arbeitsrechtlich wiederum gilt natürlich: Kein Arbeitnehmer kann verlangen, das Spiel sehen zu dürfen. Selbst das Schauen am PC muss vom Vorgesetzten genehmigt sein. Auch über Krankenstände wird zu diesen Zeiten mir Argusaugen gewacht. Arbeitsrechtsexperten zufolge ist der gelegentliche Blick in Liveticker oder App erlaubt, es muss jedoch maßgehalten werden.

Letztlich wählen die Arbeitgeber oft den Weg, das Spiel selbst zu übertragen – eine freiwillige Veranstaltung vergleichbar mit einem Betriebsausflug. Ebenso freiwillig verzichten die Unternehmen damit auf die Arbeitskraft. Was die Experten des IW derweil sicher nicht voraussehen können: ob Deutschland auch gewinnt.

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