Starke Regenfälle Mindestens 34 Tote bei Überschwemmungen in Japan

Extreme Regenfälle haben zu Überflutungen und Erdrutschen im Südwesten Japans geführt. Einige Orte sind für die Hilfskräfte nur schwer zu erreichen.
05.07.2020 Update: 05.07.2020 - 12:03 Uhr Kommentieren
Die Region Kumamoto ist besonders schwer von den Überschwemmungen in Japan betroffen. Quelle: AP
Unwetter in Japan

Die Region Kumamoto ist besonders schwer von den Überschwemmungen in Japan betroffen.

(Foto: AP)

Tokio Schwere Unwetter haben im Südwesten Japans mindestens 34 Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet. Es wurde am Sonntag befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Mehrere Menschen galten in der schwer betroffenen Provinz Kumamoto noch als vermisst. Schwerer Regen hatte seit dem Vortag in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto sowie Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst, die die Rettungs- und Bergungsarbeiten erschwerten. Unterdessen begannen am Sonntag zugleich erste Aufräumarbeiten.

Tiefes Hochwasser hat am Sonntag Such- und Rettungsarbeiten im Süden von Japan erschwert. Hubschrauber und Boote holten weitere Menschen aus ihren Häusern, viele Gebäude und Fahrzeuge in Gegenden entlang des Flusses Kuma waren unter Wasser gesetzt worden. Erdrutsche trafen Häuser. An dem Rettungseinsatz waren mehr als 40.000 Soldaten, die Küstenwache und Feuerwehren beteiligt.

In einem überfluteten Seniorenheim im Dorf Kuma starben nach Behördenangaben vermutlich mindestens 14 Bewohner. In der Einrichtung Senjuen waren 65 Bewohner und etwa 30 Pflegekräfte wegen des Hochwassers und Schlamms gefangen. Bis Sonntagnachmittag wurden nach Behördenangaben die übrigen 51 Bewohner per Boot gerettet. Drei von ihren waren unterkühlt.

Insgesamt wurden 18 Menschen als tot bestätigt, 16 weitere wurden als tot vermutet, darunter diejenigen im Seniorenheim. 14 weitere Personen wurden am Sonntagnachmittag noch vermisst. Wie die Feuer- und Katastrophenmanagementbehörde mitteilte, waren Dutzende Personen noch in überfluteten Gegenden eingeschlossen.

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    Die örtlichen Behörden hatten am Vortag mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Fernsehens waren ganze Wohngebiete metertief versunken in schlammigen Wassermassen zu sehen. Mit Helikoptern und Schlauchbooten kämpften sich die Einsatzkräfte zu den Opfern vor, manche hatten sich auf die Dächer ihrer Häuser gerettet. Sie wurden dabei von Tausenden von Soldaten unterstützt. Viele der Opfer befanden sich in einem Altenpflegeheim in dem von den Überflutungen stark betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto.

    • dpa
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