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Flugzeugbauer Boeing sieht wenig Zukunft für Riesenjets

US-Flugzeugbauer Boeing sagt eine düstere Zukunft für Riesenjets voraus – und revidiert damit seine Prognosen aus dem vergangenen Jahr. Die weltweite Nachfrage an Verkehrsflugzeugen soll hingegen stark weiterwachsen.
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Im weltgrößten Passagierjet haben bis zu 853 Passagiere Platz. Quelle: Reuters
Airbus A380

Im weltgrößten Passagierjet haben bis zu 853 Passagiere Platz.

(Foto: Reuters)

Le Bourget Der US-Flugzeugbauer Boeing erwartet in den nächsten 20 Jahren eine weiter wachsende Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen - aber nicht nach den ganz großen Fliegern. In der Zeit bis 2036 würden weltweit voraussichtlich gut 41 000 Passagier- und Frachtjets benötigt, sagte Boeings Marketingmanager Randy Tinseth am Dienstag auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris. Das sind 3,6 Prozent mehr, als Boeing vor einem Jahr für die zwei Jahrzehnte bis 2035 vorhergesagt hatte. Im Gegensatz zum Rivalen Airbus berücksichtigen die Amerikaner dabei auch Regionaljets mit weniger als 100 Sitzen.

Eine düstere Zukunft zeichnet Boeing für ganz große Flugzeuge wie den weltgrößten Passagierjet Airbus A380. Seine Rubrik für Jets mit mehr als 400 Sitzplätzen hat der Hersteller mit der ab 300 Sitzen zusammengelegt - und die Aussichten eingedampft. Vor 20 Jahren habe auch Boeing gedacht, dass mehr sehr große Jets gebraucht würden, sagte Tinseth. Aber auch das größte Modell der Amerikaner, der Jumbo-Jet 747-8, sei nur noch als Frachter gefragt. Die größte Nachfrage entfalle bis 2036 mit voraussichtlich 72 Prozent auf Mittelstreckenjets mit einem Gang zwischen den Sitzen, gefolgt von kleineren und mittelgroßen Langstreckenjets.

Die beliebtesten Business-Flugzeuge Europas
Platz 24 - Global 5000 - 2.534 Starts (2017)
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Maßstäbe setzt die Global-Serie von Bombardier insbesondere in der Reichweite. Zuletzt ging die Zahl der Abflüge jedoch deutlich zurück – um sechs bis sieben Prozent. Die Finanzkrise 2008 hat der Branche mächtig zugesetzt. Manche Anbieter von Business-Flügen haben sich besser erholt als andere.

Quelle: Die Rangliste basiert auf Angaben von WINGX Advance und bezieht sich auf alle Starts von europäischen Airports im Jahr 2017. Das Marktforschungsinstitut hat die Daten der europäischen Luftverkehrskontrolle Eurocontrol für den Zeitraum von Januar bis Mai 2017 ausgewertet.

(Foto: Picture Alliance)
Platz 23 - Learjet 60 - 2.693 Starts
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Das zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeug von Bombardier stieg zuletzt wieder häufiger auf. Seit Jahresbeginn verbuchte dass Modell 11,7 Prozent mehr Abflüge.

(Foto: dpa)
Platz 22 - Hawker 400 - 3.136 Starts
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Sogar ein 19-prozentiges Plus gab es für die Maschine des US-amerikanischen Herstellers Hawker Beechcraft. Höchstgeschwindigkeit: über 860 km/h.

(Foto: Imago)
Platz 21 - Learjet 35 - 3.152 Starts
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Der Erstflug liegt schon über 40 Jahre zurück. Der Bombardier-Jet verlor zwischen 2015 und 2016 sieben Prozent, in diesem Jahr ging das Minus bisher zurück.

(Foto: Imago)
Platz 20 - Learjet 45 - 3.428 Starts
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Zwischen 2015 und 2016 flogen Businessjets um gut zweieinhalb Prozent häufiger ab. Diesen Wert überstieg die Bombardier-Maschine mit einem Plus von 16 Prozent mit Abstand.

(Foto: Picture Alliance)
Platz 19 - Phenom 100 - 3.577 Starts
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Der leichte Jet des brasilianischen Unternehmens Embraer kann vier bis sechs Passagiere befördern. Und das tat er zuletzt vermehrt. Um satte 50 Prozent stiegen die Abflugzahlen seit Jahresbeginn.

(Foto: Picture Alliance)
Platz 18 - G300-450 - 3.938 Starts
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Eine solche Gulfstream ist auch bei Promis beliebt. Hier landet US-Schauspieler Brad Pitt auf dem Flughafen von Valletta. Der Rückgang der Abflüge zwischen 2015 und 2016 (neun Prozent) konnte in den vergangenen Monaten zumindest aufgefangen werden.

(Foto: Reuters)

Dass Airbus sein Flaggschiff jetzt mit riesigen abgeknickten Flügelenden („Winglets“) und 80 zusätzlichen Sitzplätzen für die Airlines wirtschaftlicher machen will, hält Tinseth für Augenwischerei. „Neue Winglets an ein Flugzeug zu montieren, das einfach zu groß ist, macht dieses Flugzeug kein bisschen kleiner“, sagte er.

Spätestens im kommenden Jahr soll der kleinere Prototyp XB 1 zu Testflügen abheben. Quelle: Boom Technology
Geplante Überschalljets XB-1 (o.) und Boom 1

Spätestens im kommenden Jahr soll der kleinere Prototyp XB 1 zu Testflügen abheben.

(Foto: Boom Technology)
  • dpa
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