Lichtblicke Asien soll der Solarbranche aus der Krise helfen

Geht es nach harten Zeiten bald wieder aufwärts mit der deutschen Solarindustrie? Es gibt Lichtblicke. Ein Teil des künftigen Wachstums soll aber ausgerechnet von dort kommen, wo der globale Preiskampf seinen Anfang nahm: aus Asien.
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Aussichten für die Solarbranche: Die regionalen Schwerpunkte verschieben sich. Quelle: dpa

Aussichten für die Solarbranche: Die regionalen Schwerpunkte verschieben sich.

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Frankfurt Deutschlands Solarindustrie kämpft noch immer mit großer Anstrengung gegen die Krise an. Auch wenn die Branche die vergangenen zwei düsteren Jahre mit einer Vielzahl von Sparprogrammen, Restrukturierungen und Insolvenzen hinter sich gelassen hat - eitel Sonnenschein ist noch lange nicht angesagt.

Die Bilanzen der deutschen Unternehmen zum ersten Quartal zeigen, dass die Rückkehr in die Gewinnzone für viele vom Erfolg im außereuropäischen Ausland abhängt. Vor allem der Eintritt in den asiatischen Markt ist für sie jedoch eine harte Nuss.

Erneuerbare Energien nutzen
huGO-BildID: 17623366 In this photo taken on March 28, 2010 and released by the Shanghai Pacific Institute for International Strategy on Wednesday, A
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Die Nachfrage ist da: Die Erzeugung erneuerbarer Energien kann die Umweltverschmutzung reduzieren und die Versorgungslage verbessern. Dennoch tun sich viele Länder schwer damit, erneuerbare Energien effektiv und kosteneffizient in bestehende Netze zu integrieren. Ein Überblick der Herausforderungen und Lösungen in verschiedenen Ländern.

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Windräder im Morgennnebel
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Alles unter Kontrolle?

2012 wendete Deutschland 24 Milliarden Euro für Einspeisungstarife auf, die für Strom aus erneuerbaren Energien einen festen Preis pro Kilowattstunde garantieren. Diese Kosten haben die Begeisterung für erneuerbare Energiequellen abkühlen lassen.

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Prime Minister opens world's largest offshore wind farm the Londo
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Ihre Gebote bitte!: Eine weitere Möglichkeit, Energiekosten zu senken: ein Auktionssystem. Brasilien versteigert Windkraftkapazitäten gekoppelt an langfristige Verträge. Durch Versteigerungen von Verträgen mit 20 Jahren Laufzeit konnten die bisherigen Einspeisungstarife um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.

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Enrique Pena Nieto
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Die Saison ist eröffnet: In Mexiko setzt die staatliche Energieversorgung auf einen Prozess namens „Open Season“: Übertragungskapazitäten sollen auf transparente Weise an private Erzeuger erneuerbarer Energien ausgegeben werden. Bis 2026 will Mexiko 35 Prozent seiner Versorgung mit erneuerbaren Energien realisieren.

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Kraftwerk Mehrum
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Hindernisse: Die monopolistische Position der Stromnetzbetreiber führt häufig zu hohen Anschlusskosten oder hohen Tarifen für erneuerbare Energien. Das aber hemmt das Wachstum. Um ihre Energieziele zu erreichen, müssen Regierungen weltweit für mehr Transparenz sorgen und die Tarifsituation im Sinne eines fairen Wettbewerbs regeln.

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Generell sind die Aussichten für die Solarbranche nicht schlecht: Marktbeobachter trauen dem globalen Photovoltaik-Markt für dieses Jahr ein zweistelliges Wachstum zu. Nach 40 Gigawatt neu installierter Leistung im vergangenen Jahr geht etwa die US-Marktforschungsgesellschaft NPD Solarbuzz für 2014 von 50 Gigawatt aus.

Doch die regionalen Schwerpunkte verschieben sich. Während Europa vor der Krise ein Kernmarkt war, kommen die Wachstumsimpulse jetzt insbesondere aus China, Nordamerika und Japan. Dort setzen die Regierungen positive Anreize, in Europa wird eher gekürzt.

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar hält trotz eines Verlusts zum Jahresstart für 2014 an seinem Ziel eines operativen Gewinns fest. Analyst Stefan Freudenreich vom Investmenthaus Equinet ist allerdings skeptisch: „Das Unternehmen wird eine starke Entwicklung auf seinen Auslandsmärkten Nordamerika und Japan brauchen, um die Ziele zu schaffen. Da sind große Sprünge nötig.“

Dabei gilt SMA als einer der wenigen deutschen Vertreter, denen überhaupt Chancen in Japan eingeräumt werden. Technische und regulatorische Besonderheiten bilden dort Hürden für den Markteintritt.

Solarworld ist auf dem japanischen Markt über einen Partner mit japanischem Namen vertreten. „Anders braucht man da gar nicht hinzugehen und versuchen, Geschäfte zu machen“, sagt ein Insider. Die Bonner haben einen Schuldenschnitt und ein Verlustjahr hinter sich, jetzt gab es einen kleinen operativen Gewinn. Solarworld setzt weiter auf Europa, hat ein Großprojekt aus Frankreich im Auftragsbuch.

Aber auch die USA und Japan stehen im Fokus. „Wir haben gute Chancen, von der starken Dynamik in diesen Märkten zu profitieren“, sagt Konzernchef Frank Asbeck. In den Vereinigten Staaten produziert Solarworld selbst. In Japan verdreifachte sich der Umsatz - aber noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Von China lassen fast alle lieber die Finger. Der Markt sei komplett staatlich initiiert und diene lediglich dazu, die übervollen Lager der chinesischen Hersteller zu leeren, meint ein Branchenkenner: „Geld verdienen dort aber auch die Chinesen nicht, denn die festgelegten Preise sind viel zu niedrig.“



SMA immerhin ist mit seiner zugekauften chinesischen Tochter Zeversolar in dem Riesenland vertreten. Doch Analyst Freudenreich vermutet, dass das Unternehmen von dort aus trotzdem kaum den chinesischen Markt bedient. Vielmehr nutzten die Deutschen ihre Tochter, um eine eigene Low-Budget-Marke zu etablieren.

  • dpa
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