Medienbericht Deutsche Gasvorräte könnten knapp werden

Versorgungsengpässe beim Gas im Winter? Diese Sorge hat das Wirtschaftsministerium Ende August vom Tisch gewischt. Doch nun meldet der größte Betreiber von Ferngasleitungen Bedenken an - offenbar mit Folgen.
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Bleibt die Gasheizung in einem langen Winter kalt? Über die Vorratsmenge ist die Branche uneins. Quelle: dpa

Bleibt die Gasheizung in einem langen Winter kalt? Über die Vorratsmenge ist die Branche uneins.

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DüsseldorfDer größte deutsche Betreiber von Ferngasleitungen hat sich wegen niedriger Füllstände der Gasspeicher vor der kalten Jahreszeit besorgt gezeigt. „Bei einem langen und kalten Winter können niedrige Füllstände in den Gasspeichern Versorgungsengpässe verursachen“, sagte ein Sprecher des Essener Unternehmens Open Grid Europe (OGE) der „Rheinischen Post“.

Derzeit seien „die Füllstände deutlich niedriger als sonst zu Winterbeginn üblich“. Sie lagen demnach zuletzt bei 60 Prozent. In den Vorjahren seien zu dieser Jahreszeit Füllstände von 90 Prozent und mehr verbucht worden.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) wolle wegen der niedrigen Füllstände nun das Bundeswirtschaftsministerium anschreiben, berichtete die Zeitung. Sie berief sich auf einen internen Bericht der Landesregierung zu dem Thema. Demnach will Duin Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auffordern, „in geeigneter Weise kurzfristig eine ausreichende Befüllung der Gasspeicher für den kommenden Winter sicherzustellen“.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Ende August Befürchtungen möglicher Versorgungsengpässe zurückgewiesen. Es verwies dabei auf Angaben der Gasbranche, wonach bis Anfang Oktober ein Füllstand von 80 Prozent erreicht werden soll.

  • afp
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