Nachhaltige Logistik Alles im grünen Bereich

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KfW fördert nur umweltfreundliche Lkw-Flotten
Lkws auf der Autobahn: Der Transport per Binnenschiff geht häufig schneller. Quelle: dpa

Lkws auf der Autobahn: Der Transport per Binnenschiff geht häufig schneller.

(Foto: dpa)

Heinz Rößler spart am richtigen Ende. Denn die stark angestiegenen Energiekosten der vergangenen Jahre machen der Branche am meisten zu schaffen. So verteuerte sich der Kraftstoff seit 2010 um rund 25 Prozent. Mittlerweile liegt der Anteil der Kraftstoffkosten im Güterkraftverkehr bei rund 30 Prozent des Gesamtaufwandes der Firmen - Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund gewinnen umweltfreundliche Transporte stark an Bedeutung.

So hat die Politik Anreize gesetzt, den Einsatz von Erdgas als Treibstoff für Kraftfahrzeuge voranzutreiben. LNG (Liquified Natural Gas) und CNG (Compressed Natural Gas) werden bis Ende 2018 mit einem niedrigeren Mineralölsteuersatz über das Energiesteuergesetz gefördert. Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) fordert, dies langfristig beizubehalten.

Ein Ziel der Europäischen Union ist, nicht noch mehr Transportkapazitäten auf die Straße zu bringen. „Daher fallen Speditions-Lkws aufgrund der EU-Beihilfethematiken grundsätzlich aus den besonders zinsgünstigen Förderprogrammen der KfW heraus“, sagt Thomas Heitmann von der Mittelstandsbank Westfalen-Lippe-Ems der Commerzbank. Ausnahme sind bis Jahresende 2013 noch Lkws, die die Euro-Norm 6 erfüllen. Diese Fahrzeuge seien günstig über das KfW-Umweltprogramm – als beihilfefreie Variante – zu finanzieren.

Gute Möglichkeiten gibt es laut Heitmann bei der Finanzierung von Logistik- und Verwaltungsgebäuden. „Sofern der Energieverbrauch gemäß der Energieeinsparverordnung 2009 um mindestens 20 Prozent unterschritten wird, kann das KfW-Energieeffizienzprogramm zum Einsatz kommen“, so der Commerzbank-Mittelstandsexperte.

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