Streit um EEG Gabriels setzt Energie-Task-Force ein

Der Wirtschaftsminister hat einen Sonderstab eingesetzt. Diese soll die „Schlagkraft“ der Bundesregierung im Streit um die EEG-Umlage mit der EU verstärken.
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Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel setzt im EEG-Streit mit der EU auf eine Task-Force. Quelle: dpa

Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel setzt im EEG-Streit mit der EU auf eine Task-Force.

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BerlinWirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat angesichts des EU-Widerstands gegen die deutsche Ökostrom-Förderung einen ressortübergreifenden Sonderstab eingesetzt. Diese Task Force werde die „Schlagkraft und die Reaktionsmöglichkeiten der Bundesregierung“ verbessern, heißt es in einer internen Verfügung Gabriels, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet, da sie Industrierabatte auf die Kosten der Energiewende als unerlaubte Beihilfe wertet. Im Zuge der Reform der Ökostrom-Förderung soll es nun in Abstimmung mit der EU auch hier Änderungen geben, wobei die große Stromverbraucher der Industrie weiterhin geschont werden sollen.

Das Hauptprüfverfahren der EU zum Erneuerbaren Energien Gesetzt (EEG) sowie neue Beihilferichtlinie für Ökostrom-Hilfen der EU sollen im Zentrum der Aufgaben der neuen Einsatz-Gruppe stehen: „Hierzu strafft die Task Force die Abstimmungsprozesse zwischen den Ressorts zu allen relevanten Dokumenten“, heißt es in der Verfügung weiter. „Dies ermöglicht der Bundesregierung auch kurzfristige konsolidierte Reaktionen in diesen Verfahren und gewährleistet die Einhaltung des Zeitplans für die Novelle des EEG.“ So solle ein „erfolgreicher Abschluss des Hauptprüfverfahrens“ erleichtert werden.

Wie das Windrad rentabel bleibt
Windrad neben Hochspannungsleitungen
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Wegen der Energiewende werden erneuerbare Ressourcen immer wichtiger. Inzwischen machen sie knapp ein Viertel der Stromversorgung aus. Der wichtigste Energieträger der Erneuerbaren: die Windkraft. Rund 50 Milliarden Kilowattstunden Strom kamen 2013 aus Windrädern und Windparks. Doch das Wachstum verlangsamt sich.

Windräder im Morgennnebel
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Weil die Förderungen und Subventionen zurückgehen, gibt es auch weniger Investoren in Windparks. Stattdessen müssen die Betreiber versuchen, vorhandene Standorte besser zu nutzen. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es unterschiedliche Wege.

Windkraftanlage wird gewartet
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Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wartung der Windparks. Damit die Anlagen bei Wind möglichst hohe Erträge liefern, müssen sie immer auf dem neusten Stand sein: Die verschiedenen Teile der Windräder, etwa die Rotorblätter, müssen regelmäßig inspiziert und kontrolliert werden. Sollten dabei verschlissene Teile auffallen, müssen diese umgehend ersetzt werden.

Windräder im Wald
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Zudem müssen Anlagenbetreiber darauf achten, dass ihre Windräder immer reibungslos laufen. Schließlich können sie nur dann auch gewinnbringend sein. Um mögliche Ausfälle so schnell wie möglich beheben zu können, ist deshalb auch eine ständige Überwachung ratsam.

Wackelmarkt Windenergie
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Bestehende Windanlagen haben allerdings den Nachteil, dass sie oftmals nicht so innovativ und effektiv sind wie neue Produkte. Einige Unternehmen bieten deshalb eine Weiterentwicklung der Windräder an. Mit Upgrades bleiben die Anlagen modern und können ihre Energieausbeute im besten Fall sogar steigern.

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Mit diversen Servicesystemen lassen sich diese Schritte erfüllen. Unternehmen wie GE bieten bereits entsprechende Dienstleistungen an. Bei der Firma finden sich im Bereich Wind Services unterschiedliche Angebote für Betreiber von Onshore-Anlagen. Beispielsweise werden die Windparks der Kunden rund um die Uhr per Fernüberwachung beobachtet. Auch Routinewartung gehört zum Programm. Ebenfalls Teil des Portfolios ist die vorbeugende Instandhaltung.

Neue Windkraftanlage
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Mit verschiedenen Upgrades lassen sich die Maschinen weiter optimieren. Zu den Beispielen für solche Innovationen zählt etwa das Angebot „WindWhisper“, das den Energieertrag bei gleicher Lärmemission um bis zu 7 Prozent erhöht. Mit dem Upgrade „WindBoost“ können Betreiber die Effizienz ihrer Anlagen steigern. Bei einer 2.5-Megawatt-Anlage lässt sich die Nennleistung des Systems um 220 Kilowatt erhöhen. Eines der neuesten GE-Produkte, „PowerUp“, kann den Energieertrag der Anlagen um bis zu 4 Prozent erhöhen.

Der Sonderstab setzt sich aus Beamten des Wirtschafts- und Umweltministeriums sowie des Kanzleramts zusammen.

  • rtr
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