Appell der WHO Reduzierter Salzkonsum rettet Menschenleben

Zum Weltherztag appelliert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu, den Salzkonsum zu senken. So könnten Millionen von Menschen vor Herzkrankheiten oder Schlaganfällen bewahrt werden.
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Die WHO warnt: Zuviel Salz könne zu Bluthochdruck führen und damit das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Quelle: dpa

Die WHO warnt: Zuviel Salz könne zu Bluthochdruck führen und damit das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.

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GenfMit einem reduzierten Salzkonsum können nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Millionen von Menschenleben gerettet werden. Zuviel Salz könne zu Bluthochdruck führen und damit das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen, erklärte die Organisation am Donnerstag in Genf. Zum Weltherztag am Montag rief sie die Staaten dazu auf, den WHO-Reduzierungsplan umzusetzen, der den Salzverbrauch bis 2025 um 30 Prozent senken soll.

Wenn dieses Ziel erreicht werde, könnten Millionen von Menschen vor Herzkrankheiten oder Schlaganfällen bewahrt werden, erklärte Oleg Tschestnow, stellvertretender WHO-Generaldirektor für nicht übertragbare Krankheiten und geistige Gesundheit. Nicht übertragbare Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind die häufigste vorzeitige Todesursache im 21. Jahrhundert.

Woran die Deutschen leiden
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Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

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Schnupfen, Bronchitis, Husten: 17,4 Prozent aller Erkrankungen drehen sich um akute Infekte der oberen Atemwege, wie es im Barmer GEK Arztreport 2013 heißt. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören beispielsweise Krankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen. Zu den besonders weit verbreiteten Atemwegserkrankungen zählt nach WHO-Schätzungen mit weltweit 235 Millionen Betroffenen Asthma.

Dicke Menschen sind einsam
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Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

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Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

Diabetes
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Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

OECD-Vergleich zur Gesundheit
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Vier von fünf Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Probleme mit dem Rücken. Laut des Statistischen Bundesamtes kostet das Kreuz mit dem Kreuz die Volkswirtschaft jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro. Übergewicht, monotones Arbeiten, Bewegungsmangel oder psychischer Druck gehören zu den Risikofaktoren, die das Robert-Koch-Institut definiert.

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Eine zunehmende Bedrohung gerade im Alter stellen Demenzerkrankungen dar. Gegenüber dem Jahr 2007 erwarten Experten, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 um 113 Prozent steigen wird. Die häufigste Form von Demenz war 2011 nach Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit 65 Prozent die Alzheimer-Demenz, die immer noch unheilbar ist.

Derzeit nimmt ein Mensch durchschnittlich zehn Gramm Salz pro Tag zu sich - das ist etwa doppelt so viel, wie von der WHO empfohlen wird. Am meisten Salz wird über verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Käse, Wurst oder Fertiggerichte eingenommen. Tschestnow erklärte, die Senkung des Salzkonsums sei einer der effektivsten Wege, die Volksgesundheit zu verbessern. Die Lebensmittelindustrie forderte er auf, dabei eng mit der WHO und den nationalen Regierungen zusammenzuarbeiten.

  • dpa
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