Kampf gegen Malaria Kein Grund zum Feiern

Die Tropenseuche Malaria gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten der Erde. Betroffen sind vor allem Kleinkinder in Afrika. Uganda kämpft seit Jahren dafür, die Bevölkerung mit Moskitonetzen und Insektiziden zu versorgen. Und macht Fortschritte.
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Übertragungsgefahr Mücke: Insektizide und behandelte Moskito-Netze werden in Uganda im Kampf gegen Malaria verteilt. Quelle: dpa

Übertragungsgefahr Mücke: Insektizide und behandelte Moskito-Netze werden in Uganda im Kampf gegen Malaria verteilt.

(Foto: dpa)

Kampala„Maria“ sollte das kleine Mädchen heißen. Vincent Matabaaro (34) steckte mitten in den Vorbereitungen für die Taufe seiner Tochter, als das Schicksal in Form einer tödlichen Krankheit zuschlug: Malaria. Das erst drei Monate alte Baby aus Uganda starb wenige Tage vor der festlichen Namensgebung. „Ich werde diesen Tag nie vergessen“, sagt der Vater traurig. „Sie hatte schreckliche Fieberkrämpfe, und wir sind mit ihr zum Krankenhaus geeilt. Aber es war schon zu spät.“

Dem von der Anopheles-Mücke übertragenen Parasiten fallen in dem ostafrikanischen Land jedes Jahr Zehntausende Menschen zum Opfer. Bei den meisten handelt es sich um Kinder unter fünf Jahren. Dem Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Kampala zufolge leiden 98 Prozent aller Patienten unter der äußerst gefährlichen Form Malaria tropica die durch den Erreger Plasmodium falciparum ausgelöst wird.

Am 25. April begeht die Internationale Gemeinschaft den Weltmalariatag. Aber Grund zum Feiern gibt es nicht: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es auch heute noch alljährlich 200 Millionen Fälle von Malaria - 80 Prozent davon treten in Afrika südlich der Sahara auf. Uganda ist eines der am schlimmsten betroffenen Länder, aber in den vergangenen Jahren wurden dank massiver Investitionen in die Malaria-Prophylaxe auch Fortschritte verzeichnet.

Die Gelder stammen unter anderem vom Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, von der WHO und von der amerikanischen Malariainitiative des Präsidenten. Mithilfe des Nationalen Programms für Malaria-Kontrolle (NMCP) wurden in Uganda in den vergangenen neun Jahren Millionen von mit Insektiziden behandelten Moskito-Netzen verteilt.

Zudem wurden vor allem in stark betroffenen Regionen im Norden und im Süden Häuser und Hütten mit Insektiziden ausgesprüht und Medikamente zugänglich gemacht. Mittlerweile hätten etwa die Moskitonetze 71 Prozent der Bevölkerung erreicht. Bis 2016 sollen es nach den Plänen der Regierung 85 Prozent sein. Zudem ließen die Behörden gratis ein von der WHO empfohlenes Medikament zur Behandlung verteilen.

„Malaria kommt in Uganda immer noch sehr häufig vor - allein im vergangenen Jahr mussten wir 16 Millionen Fälle behandeln“, sagt NMCP-Mitarbeiter Myers Lugemwa. „Aber in den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die an Malaria sterben, halbiert.“ Die genauen Zahlen würden derzeit von Experten zusammengestellt, fügte er hinzu.

Miriam Nannyunja, die für die WHO in der Abteilung Krankheitsvorsorge arbeitet, beziffert die derzeitige Zahl der jährlichen Malaria-Opfer in Uganda auf 40 000. Vor wenigen Jahren seien es noch 100.000 Todesfälle gewesen, sagt die Expertin. „Malaria ist immer noch ein Problem in Uganda, und wir haben nie behauptet, es sei nicht ernst.“ Aber die Bemühungen, die Krankheit einzudämmen, seien in fast allen Fällen erfolgreich gewesen.

„Die verbesserte Situation ist nicht nur mit dem Zugang zu Medikamenten zu erklären“, betont der Arzt Francis Mayanja von der Green Cottage Clinic, die 20 Kilometer von Kampala entfernt an einer Schnellstraße liegt. „Die Lebensumstände der Bevölkerung haben sich stark verbessert, nicht nur was die allgemeine Wirtschaftslage betrifft, sondern auch bezüglich des Transportwesens.“ Bis vor wenigen Jahren hätten Kranke kaum eine Möglichkeit gehabt, noch rechtzeitig eine Klinik zu erreichen. Es fehlte an Geld und Infrastruktur. Das habe sich grundlegend geändert.

Täglich kommen 30 Patienten in Mayanjas Klinik, die unter malariaähnlichen Symptomen wie Fieber und Schüttelfrost leiden. „Aber nur noch 20 Prozent der untersuchten Blutproben zeigen tatsächlich Malaria-Parasiten - vor einigen Jahren waren es noch 40 Prozent“, sagt der Experte.

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Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

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Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

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Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

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Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

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Derweil lässt die Regierung in ihren Bemühungen nicht nach, die Seuche auszumerzen. Das nationale Programme NMCP sieht vor, dass schon bald 80 Prozent aller Ugander „regelmäßig mindestens eine Art der Malaria-Prophylaxe verwenden sollen“. Getreu dem diesjährigen Motto des Weltmalariatages: „In die Zukunft investieren - Malaria besiegen“.

  • dpa
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