Pupillenmessung Neue Methode für Umgang mit Locked-in-Patienten

Ein neues Kommunikationssystem verrät die Antworten von Patienten mit Locked-in-Syndrom. Durch die Messung der Pupillengröße können Fragen innerhalb weniger Sekunden mit Ja oder Nein beantwortet werden.
06.08.2013 - 18:47 Uhr Kommentieren
Ein Auge in Nahaufnahme: Menschen mit Locked-in-Patienten können sich weder bewegen, noch sprechen. Quelle: dpa

Ein Auge in Nahaufnahme: Menschen mit Locked-in-Patienten können sich weder bewegen, noch sprechen.

(Foto: dpa)

Marburg Forscher unter anderem aus Marburg haben ein neues System entwickelt, um mit sogenannten Locked-in-Patienten zu kommunizieren. Den sprach- und bewegungslosen Menschen sei es so möglich, mit wenig Technik und innerhalb weniger Sekunden auf Ja- oder Nein-Fragen zu antworten, berichten die Wissenschaftler um Professor Wolfgang Einhäuser im Fachmagazin „Current Biology“. Dafür wird die Größe der Pupillen gemessen.

Das System funktioniere mit einem Laptop und einer Kamera, Spezialgeräte und aufwendiges Training seien nicht nötig, schreiben die Forscher. Zum Team gehören auch Wissenschaftler aus Belgien, Australien und den USA.

Menschen mit dem Locked-in-Syndrom können sich bei vollem Bewusstsein weder bewegen noch sprechen. Ihnen ist es oft nur möglich, etwa Augen oder Lider zu bewegen und sich auf diese Weise verständlich zu machen. Ursache ist zum Beispiel ein Schlaganfall.

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