Individueller Temperaturregler Gutes Klima im Büro

Über die optimale Temperatur und Frischluft-Zufuhr sind sich Büro-Kollegen häufig uneinig. Helfen würde eine Technik, die es jedem Mitarbeiter erlaubt, sein eigenes Wohlfühlklima zu schaffen.
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Zu warm, zu kalt, zu stickig? Individuelle Temperaturregler an jedem Arbeitsplatz würden diese Diskussion im Büro beenden. Quelle: ZB

Zu warm, zu kalt, zu stickig? Individuelle Temperaturregler an jedem Arbeitsplatz würden diese Diskussion im Büro beenden.

(Foto: ZB)

Hannelore S. aus Hannover

Ich wünsche mir eine Erfindung, die verschiedene Temperaturzonen in einem Raum erlaubt. Ich arbeite in einem Großraumbüro und erlebe dort täglich: Das Empfinden von Wärme und Kälte und der Frischluft-Bedarf sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

An meinem Arbeitsplatz sind offene Fenster oder hochgedrehte Heizungsregler mindestens einmal am Tag ein Thema: "Macht mal bitte das Fenster zu, es zieht!", brüllt der Kollege durch den ganzen Raum. "Ich erfriere hier gleich", klagt die Kollegin und zieht sich die Jacke an, während andere im T-Shirt am Schreibtisch sitzen. Auch bei jedem Menschen selbst variiert die Wohlfühl-Temperatur: Wenn man gerade von draußen hereinkommt, hat man oft auch drinnen das Bedürfnis nach frischer Luft. Wenn man erkältet ist, will man es schön warm haben.

Es wäre nicht nur für das Wohlbefinden des Einzelnen, sondern auch für das Betriebsklima sehr förderlich, wenn sich jeder sein buchstäblich eigenes Wohlfühlklima schaffen könnte. Technisch könnte das so gehen: Um jeden Schreibtisch herum stehen durchsichtige und so fast unsichtbare Wände. Dazu steht auf jedem Tisch ein kleines Gerät, an dem sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Sauerstoffgehalt der Luft individuell und unkompliziert regeln lassen. Die Wände reflektieren diese Einstellungen und strahlen sie nach innen ab. So entsteht an jedem Arbeitsplatz eine eigene kleine Klimazone.

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Doch häufig schlummert zum Beispiel in Produktionsarbeitern ein enormes Potenzial – der Arbeitgeber muss es nur richtig einsetzen. Im GE-Fertigungswerk für Hausgeräte im US-Bundesstaat Kentucky durften die entsprechenden Mitarbeiter die Arbeitsabläufe samt Anordnung der Maschinen neu arrangieren. Das Ergebnis: Ein Viertel der Materialkosten konnte gespart werden; der Arbeitsaufwand wurde um mehr als ein Drittel reduziert. Überzählige Mitarbeiter konnten zudem ihre Erfahrung in anderen Produktionsbereichen dauerhaft einbringen.

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3D-Drucker haben das Potenzial, ganze Fertigungsketten von Unternehmen zu revolutionieren. Statt riesiger Hallen, könnte ein Produktionsstandort in Zukunft kaum größer sein als ein Wohnhaus.

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Der "Zug" durch das offene Fenster oder eine maximal aufgedrehte Heizung wäre dann zumindest weniger spürbar. Und jeder kann selbst entscheiden, ob er es mollig warm oder eher kühl haben möchte, um sich wohlzufühlen und konzentrieren zu können. So könnten viele kleine Klimazonen zum guten Betriebsklima führen.

Haben Sie auch eine Idee, eine Erfindung, eine Vision für die Zukunft? Teilen Sie sie uns mit unter der E-Mail-Adresse erfindung@handelsblatt.com.

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