PaidContent - FREE (Aufhebungsmarker)Er ist geruchlos, er ist unsichtbar, er ist geräuschlos. Aber dennoch können wir ihm kaum entgehen. Strittig ist, ob Elektrosmog der Gesundheit nun schadet oder nicht. Aber was ist er eigentlich?

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "So wollte sich auch das Bundesamt für Strahlenschutz zunächst nicht zu der Studie positionieren."
    Das ist nicht richtig. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat seine Einstellung am 15.05.2014 in der Frankfurter Allgemeinen, Rubrik Wissen, veröffentlicht.
    http://www.faz.net/aktuell/wissen/elektrosmog-bundesamt-gibt-entwarnung-zu-magnetfeldern-12941431.html

  • "Hochfrequente Felder können sich von der Quelle, etwa einer Sendeantenne, ablösen und wellenförmig ausbreiten." Das können sie nicht nur, das sollen sie sogar, sonst funktioniert das Senden nämlich nicht. Zum Kommentar von "Fred Meisenkaiser": " ... und sie kann tödlich sein." Tatsächlich? Das wird zwar von Profiteuren der Debatte (u.a. Hersteller von Messgeräten, Abschirmmaterial, manchen Baubiologen) immer wieder behauptet und schürt Ängste, ist aber durch keine einzige Studie belegt. Die WHO hat schon 2010 erklärt, dass Erwärmung der einzige biophysikalisch wirksame Mechanismus ist, mit dem sich Effekte erklären lassen, nur sind relevante Erwärmungen von Gewebe durch die Grenzwerte sicher ausgeschlossen.

  • Prof. Alexander Lerchl, ehem. Leiter der Strahlenschutzkommission/Nichtionisierende Strahlung, hat bei seinem Eintrag etwas vergessen. Die IARC stufte im Frühjahr 2011 nicht ionisierende Strahlung in Gruppe 2b, "möglicherweise krebserregend". Dafür votierten 27 Wissenschaftler bei einer Gegenstimme und 3 Enthaltungen. Die WHO übernahm dieses. Prof. Lerchl war zur Abstimmung nicht eingeladen, dennoch sah er sich umgehend dazu berufen, mit einem Schreiben, unterstützt von zwei wichtigsten Umweltmedizinern, gegen diese Entscheidung vorzugehen, was darin gipfelte, dass die IARC ihrem Ruf schade. Die unterstützenden Ärzte sollten mMn eigentlich ihrem ärztlichen Auftrag nachkommen und Menschen vor evtl. Gefahren schützen. Aber womöglich hätte ein Nutzer die Technik mit etwas mehr Vorsicht genutzt und das sieht nun tatsächlich so aus, als sollte dies nicht sein, da es dem Geschäft schaden könnte. Vorsicht ist in dieser Branche ein Fremdwort! Wer unter dieser Technik leidet, wird "unbesehen" von einschlägigen Umweltmedizinern - eine Handvoll genügt - als Phobiker, Angst vor Antennen und Funk, als "fixiert" hingestellt. Mobilfunk die "Heilige Kuh!" Da gibt es keine Schäden, außer man wird durch Strahlung warm!! Da der Mensch ein elektrisches Wesen ist und mit geringsten Strömen funktioniert (EEG, EKG) ist dieser thermische Grenzwert mMn Witz.

    Ein sehr bekannter finnischer Wissenschaftler, hat, nachdem er geringe Zweifel an der derzeitigen Wissenschaftspraxis anbrachte, seinen jahrzehntelangen Arbeitsplatz verloren. Kann man nicht mehr brauchen!

    Warum die Koniferen-Studie Lerchl et al., die ein verheerendes Ergebnis aufzeigte, ca. ein Drittel der Koniferen-Sämlinge starben ab in Tetra-Strahlung (BOS-Funk), offiziell nicht veröffentlicht, seit über einem Jahrzehnt nicht wiederholt wird, ja Pflanzen- Untersuchungen, Bäume an Masten etc., konsequent nicht untersucht werden, liegt wohl daran, dass man Bäume schlecht als Angsthasen und Phobiker hinstellen kann.

  • Oje, was für eine Recherche-Posse.

    "Dicke Hauswände schlucken die [niederfrequenten] Schwingungen aber fast komplett"

    -- Was sollte wohl ein Magnetfeld daran hindern, durch eine Wand zu gehen? Betonwände mit viel Eisen drin... vielleicht. Aber eine normale Mauer?

    "Diese [hochfrequente] elektromagnetische Strahlung ist nicht einfach abschirmbar und durchdringt ohne Weiteres gewöhnliche Wände und Fenster."

    -- Leider ist es genau umgekehrt. Mit steigender Frequenz nimmt die Dämpfung sogar quadratisch zu. Deshalb standen früher die E-Netz-Telefonierer (höhere Frequenz) draußen vor der Tür, während D-Netz-Telefonierer (niedrigere Frequenz) prima in den Innenräumen plaudern konnten.

    Außerdem suggeriert der Text auch noch, der magnetische Orientierungssinn der Vögel sei irgendwie "kaputt". Tatsächlich ist die Wirkung mit einem neuen Verkehrsschild vergleichbar. An der richtigen Stelle aufgestellt, sorgt es ein paar Tage für Verwirrung. Der Effekt ist aber vorübergehend und verschwindet anschließend.

    Hat eigentlich mal jemand untersucht, ob große Radiosender von den Vögeln vielleicht heute sogar als "Funkfeuer" benutzt werden?

  • Natürlich ist die Gefahr da, und sie kann tödlich sein.

    Aber die Lobbyisten der entsprechenden Gerätehersteller lassen eben keine Untersuchungen zu. Veröffentlichungen zu diesem Thema werden unterdrückt!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%