Bytro Labs Brettspiele für das Internet

Für das Erstlingswerk von Bytro Labs „Supremacy 1914“ haben sich bereits über drei Millionen Nutzer registriert. Es ähnelt einem Brettspiel, läuft aber auf PCs, Tablets und Smartphones.
24.06.2014 - 06:00 Uhr Kommentieren
Geht auch ohne Würfel: Brettspiele fürs Tablet. Quelle: dpa

Geht auch ohne Würfel: Brettspiele fürs Tablet.

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In fast jedem Haushalt gibt es sie: die guten alten Brettspiele wie „Risiko“ oder „Siedler“, die ab und an hervorgeholt werden. Auch Felix Faber bietet zwei „Brettspiele“ an, wie er es nennt. Allerdings für PCs, Tablets und Smartphones. „Unsere Online-Strategiespiele sind so konzipiert, dass sie von derselben Gruppe Menschen immer wieder gespielt werden können - eben wie ein Brettspiel“, so Faber. Gemeinsam mit Tobias Kringe und Christopher Lörken gründete der 33-Jährige Bytro Labs 2009 in Freiburg im Breisgau. 2011 zog das Start-up in die Hamburger Altstadt.

„Supremacy 1914“ – das Erstlingswerk des Entwickler-Trios mit Schauplatz im Ersten Weltkrieg – hat mittlerweile gut drei Millionen registrierte Spieler und ist in 15 Sprachen weltweit verfügbar. „Unsere Spiele schaffen aufgrund der Regeln immer wieder neue Situationen, ohne dass wir jeden Tag weitere Elemente oder höhere Level erfinden müssen“, erklärt Faber.

Eine Mikrofabrik für jedermann
GE 3-D-Printing
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Die Verbreitung der sogenannten 3-D-Drucker läutet in der Fertigungstechnologie einen radikalen Umbruch ein. Bei der neuen Technik werden dünne Schichten, beispielsweise aus Kunststoff, übereinander gelegt. So entstehen komplexe und individuelle Formen.

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3-D Printer Setup (2)
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In einer Spule wird das Material erhitzt und im nächsten Schritt zu dem gewünschten Objekt übereinander geschichtet. Die Maschinen sind damit letztlich eine eigene kleine Fabrik.

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GE 3-D-Printing
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Ein positiver Nebeneffekt: Die Einsparmöglichkeiten bei den Rohstoffen - denn statt nicht benötigtes Material wegzufräsen oder abzuschleifen, wird direkt nur das verwendet, was auch tatsächlich gebraucht wird.

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Mini Robots made at GE Garages (2)
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Mit den neuen Geräten kann jeder zu seinem eigenen Fabrikanten werden, der Konsument wird zum Produktdesigner, und das nahezu ohne Grenzen. Denn die Drucker gibt es mittlerweile auch schon für den Privatgebrauch.

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GE 3-D-Printing Laser
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Das Verfahren funktioniert lange nicht nur mit Plastik, sondern auch für Metalllegierungen. Denkbar sind die unterschiedlichsten Dinge aus den unterschiedlichsten Materialien. Aus Metallstaub kann ein Laser beispielsweise Schicht für Schicht jede gewünschte Form zusammenschmelzen.

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Auch Bauteile, die innen hohl sein müssen, können problemlos mit den Geräten geschaffen werden. Das spart neben dem Material an sich auch noch bis zu einem Fünftel an Gewicht – und damit Geld. Denn beispielsweise im Bereich der Flugzeugfertigung ist jedes Kilo für den Treibstoffverbrauch wichtig.

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Anwendung findet der 3-D-Drucker auch im Gesundheitsbereich. US-Wissenschaftler forschen derzeit am Aufbau menschlicher Nieren, indem sie lebende Zellen – Biotinte, wenn man so will – aus Druckerköpfen spritzen.

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Geld verdient Bytro Labs mit sogenannten In-Game-Käufen. Irgendwann kommen die Nutzer an einen Punkt, an dem sie viel Zeit in das Spiel investieren müssen, um mit den anderen mithalten zu können. Das kann und will nicht jeder. Und so gibt es die Möglichkeit, sich Erfolg zu kaufen. „Vor allem ältere Spieler haben nicht die Zeit, aber das Geld für In-Game-Käufe“, so Faber. „Es ist zwar nur ein kleiner Teil, der zahlt. Das aber reicht, um das Spiel am Laufen zu halten.“

In den USA gefällt Faber, dass Unternehmertum einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft hat und nicht wie in Deutschland häufig "als Flucht vor der Arbeitslosigkeit" empfunden wird. Und: „Jeder ist ansprechbar. Auch wenn er selbst nicht weiterhelfen kann, denkt er aktiv drüber nach, wer dich unterstützen könnte.“ Die Dichte an Schlüsselpersonen sei eben deutlich höher. Der Nachteil: die hohen Kosten. „In Deutschland sind wesentliche Faktoren für Unternehmer wie Mieten und zum Teil auch Löhne für Personal günstiger.“

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    Bytro Labs vertreibt die Onlinespiele unter anderem über Partnerschaften mit Fernsehsendern wie DMax und dem History Channel, auf denen sie in Werbepausen angeboten werden. In den USA schaut Faber vor allem nach neuen Partnern in der Medienbranche. „Den Discovery Channel zu gewinnen, das wär doch was.“

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