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Digitale Revolution

#DigitalDictionary Der Cobot: Kollege Roboter

Wer schon heute das Morgen verstehen will, muss die Sprache der Zukunft sprechen – und dafür gibt es ab sofort einmal pro Woche das digital dictionary unserer digitalen Bildungsplattform ada. In Folge 3: Der Cobot.
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Cobots sollen Menschen nicht ersetzen oder überflüssig machen, sondern entlasten, zuarbeiten und unterstützen. Quelle: dpa
Roboter am Fließband

Cobots sollen Menschen nicht ersetzen oder überflüssig machen, sondern entlasten, zuarbeiten und unterstützen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wer gefügige und fleißige Mitarbeiter mag, wird Baxter und Sawyer lieben: Sie stellen keine Fragen und fallen nicht ins Wort, sie brauchen keine Pause und nehmen niemals frei. Zuhören können sie absolut vorbildlich, nur eine echte Unterhaltung fällt ihnen noch schwer. Aber auch daran wird gearbeitet.

Baxter und Sawyer sind keine Menschen, sondern Roboter. Trotzdem können sie menschliche Tätigkeiten übernehmen, im Büro, an der Werkbank oder am Fließband. Denn die beiden sind so genannte Cobots, eine Kreation aus den englischen Begriffen „collaborative“ und „robots“.

Der Begriff geht zurück auf James Edward Colgate, inzwischen Professor für Maschinenbau an der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois. Er beschrieb bereits im Jahr 1996 in einer Studie (.pdf) seine Vision einer „Robotervorrichtung, die Objekte gemeinsam mit einem Menschen bearbeitet“. Und genau das ist heute ihre Aufgabe: Sie sollen Menschen nicht ersetzen oder überflüssig machen, sondern entlasten, zuarbeiten und unterstützen.

Klingt gewöhnungsbedürftig? Ist es auch. Das wissen die Entwickler der Cobots – und daher haben sie gewissermaßen die nächste Evolutionsstufe der Roboter eingeleitet. Der typische Cobot hat Arme und Beine, gerne auch Kameras und Berührungssensoren, manche haben einen Monitor integriert, der an ein Gesicht erinnert. Das Design, eine Art geschrumpfter menschlicher Körper mit Kopf, Armen und Beinen, soll die Akzeptanz bei Menschen erhöhen und die Hemmschwelle zur Zusammenarbeit senken.

Und das klappt in einigen Bereichen schon ganz gut. BMW setzte bereits im Jahr 2013 einen Cobot im Werk im amerikanischen Spartanburg ein, die Mitarbeiter gaben ihm den Spitznamen „Miss Charlotte“. Pepper vom japanischen Unternehmen Softbank unterstützt bei der Kundenbetreuung, YuMi vom Schweizer Konzern ABB kann ein ganzes Smartphone zusammenbauen.

ada - Heute das Morgen verstehen

Doch was nach Spielzeug klingt, entwickelt sich zunehmend zum Milliardenmarkt. Im Jahr 2017 belief sich der weltweite Umsatz mit Cobots einer Studie zufolge auf 834 Millionen Dollar, 2025 soll diese Summe auf 12,8 Milliarden Dollar wachsen.

Aktuell sind die Cobots für Privatleute noch unerschwinglich, aber das dürfte sich künftig ändern – denn weil die Produktionskosten für einen Roboter sinken und die Qualität der Prozessoren gleichzeitig steigt, werden Cobots günstiger, kleiner und energieeffizienter. Insofern naht auch Hoffnung für all jene, die allabendlich beim Einschenken von Weizenbier kläglich scheitern:Der Cobot LBR iiwa von Kuka stellt sich dabei nämlich schon ganz gut ein. Nur Trinken müssen Sie selbst.

Mehr: Daniel Rettig ist Redaktionsleiter der digitalen Bildungsplattform ada. Wenn auch Sie schon heute das Morgen verstehen wollen, schauen Sie doch mal vorbei: join-ada.com.

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