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Digitale Revolution

#DigitalDictionary Nanoinfluencer – Der Boom der Mini-Instagrammer

Wer schon heute das Morgen verstehen will, muss die Sprache der Zukunft sprechen – und dafür gibt es ab sofort einmal pro Woche das digital dictionary unserer digitalen Bildungsplattform ada. In Folge 6: der Nanoinfluencer.
05.08.2019 - 08:00 Uhr Kommentieren
Unternehmen werben mittlerweile lieber in der Nische. Quelle: Reuters
Mythos Influencer

Unternehmen werben mittlerweile lieber in der Nische.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die Digitalisierung hat nicht nur unser Leben verändert, sondern uns auch hübsche Euphemismen beschert. Früher sagte man zum Beispiel Schleichwerbung, wenn Unternehmen ihre Produkte ohne entsprechende Kennzeichnung in Film, Funk und Fernsehen unterbrachten – heute sagt man dazu Influencer Marketing.

Das klingt nicht nur seriöser, sondern auch moderner. Denn die entsprechenden Influencer profitierten in den vergangenen Jahren vor allem vom Boom der sozialen Netzwerke. Parallel zu den Nutzerzahlen explodierte die Zahl ihrer Follower.

Und wo sich viele potenzielle Kunden rumtreiben, da sind Unternehmen nie weit weg. Umfragen zufolge betreibt etwa die Hälfte aller Marketingverantwortlichen Influencer Marketing. Allein im deutschsprachigen Raum sollen damit im Jahr 2020 990 Millionen Euro umgesetzt werden.

Der Hebel basiert auf einfacher Psychologie: Je näher uns die Menschen sind, desto eher glauben wir ihren Ratschlägen – selbst wenn diese Nähe rein virtuell ist und wir die Person im analogen Leben noch nie getroffen haben.

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    Doch wahr ist auch: Dieser Hebel verkehrt sich irgendwann ins Gegenteil. Dann nämlich, wenn wir den Eindruck haben, vom Fan zum Absatzkanal zu mutieren. Der entscheidende Vorteil des Influencer Marketings – die persönliche Verbundenheit – geht bei einer zu großen Menschenmenge irgendwann verloren.

    Und weil das inzwischen auch manche Unternehmen verstanden haben, geben sie ihr Geld zunehmend ungerne für Kampagnen aus, die an der Zielgruppe vorbeigehen. Anders formuliert: Sie werfen den Köder nicht in den großen Ozean in der Hoffnung, dass schon ein Fisch anbeißen wird – sondern streuen eher Pulver in einen kleinen Teich. Und davon profitieren die so genannten Nanoinfluencer.

    So nennen Marketingexperten all jene, die bei Instagram, Facebook oder Twitter mindestens 1000 Follower, Freunde oder Fans haben, aber nicht mehr als 10.000.

    Die Nische wird hier zum Geschäftsmodell: Der Nanoinfluencer freut sich über kostenlose Produkte und kann seine Freude darüber glaubwürdig inszenieren, seine Kontakte belohnen es mit höherer Interaktion und nehmen ihm die Empfehlungen eher ab. Eine klassische Win-Win-Win-Situation.

    Was daraus folgt? Zum einen wird es für die Produktverantwortlichen immer schwieriger, für ihre Nische die richtigen Influencer zu finden. Zum anderen aber hat der Aufstieg der Nanoinfluencer auch Folgen für jeden Nutzer: Man kann sich nie sicher sein, ob der digitale Kontakt da noch ein Produkt aus idealistischen Gründen lobt – oder es schon aus kommerziellen Gründen vermarktet.

    Mehr: Daniel Rettig ist Redaktionsleiter der digitalen Bildungsplattform ada. Wenn auch Sie schon heute das Morgen verstehen wollen, schauen Sie doch mal vorbei: join-ada.com

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