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Digitale Revolution

Digitale Revolution Diese Start-ups treiben die Digitalisierung der Industrie voran

Sie trainieren Roboter, prognostizieren Maschinenschäden, organisieren die Fabrik: Zehn Beispiele für zunehmend start-up-getriebene Industriesegmente.
09.12.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Die Magazino-Roboter können nun mithilfe von 3D-Kameras einzelne Gegenstände erkennen und zum Beispiel kleinere Kartons ergreifen und in ein Regal packen, das mitfährt. Quelle: Magazino
Magazino-Roboter im Einsatz

Die Magazino-Roboter können nun mithilfe von 3D-Kameras einzelne Gegenstände erkennen und zum Beispiel kleinere Kartons ergreifen und in ein Regal packen, das mitfährt.

(Foto: Magazino)

Düsseldorf Experten sprechen Deutschland große Chancen bei der Digitalisierung der Industrie zu. Große Innovationen werden dabei auch von hiesigen Start-ups erwartet. Europaweit haben sich Investitionen in „Industrial Tech“-Firmen zwischen 2014 und 2020 fast verneunfacht, hat der Investor Speedinvest aus Daten der Plattform Dealroom ermittelt – den mit Abstand größten Anteil konnten deutsche Gründer einsammeln. Diese Beispiele illustrieren: Sie dringen in nahezu alle Bereiche der Industrie ein.

  1. Logistik und Warenhausroboter: Zahlreiche Start-ups sind hier bereits aktiv und versprechen Effizienzsteigerungen, schnellere Lieferungen und eine höhere Sicherheit für Mitarbeiter. Der Berliner Digitalspediteur Forto etwa vermittelt Transportkapazitäten für Land-, Luft- und Seefracht. Magazino aus München bietet Lagerroboter an, die zum Beispiel Schuhkartons aus dem Regal holen können.
  2. Einkauf: Mit Software für das Beschaffungsmanagement wollen Start-ups die Effizienz im Einkauf steigern und wiederkehrende Aufgaben automatisieren. Die in Würzburg gegründete Firma Scoutbee schlägt Kunden automatisiert passende Zulieferer vor, dazu sammelt es Informationen aus Zolldaten und Finanzdatenbanken.
  3. Kundenservice und Industriemarktplätze: Spezialisierte Onlineplattformen sollen Anbieter und Käufer zusammenbringen und den Handel vereinfachen. Über MetalsHub vermitteln die Düsseldorfer Gründer Sebastian Kreft und Frank Jackel Nischenmetalle, bei Laserhub aus Stuttgart geht es um Spezialanfertigungen für die Blechindustrie.
  4. Additive Fertigung: Das Segment umfasst günstige Herstellungsverfahren, insbesondere 3D-Druck. Ziel der Start-ups ist es, Fertigungszeiten zu verkürzen, das Bestandsmanagement zu vereinfachen und den Versand zu reduzieren. Ein Beispiel: Die Software von 3yourmind aus Berlin soll erkennen, welche Lagerbestände per 3D-Druck nachproduziert werden können, sowie die Produktion selbstständig planen und überwachen.
  5. Roboter und autonome Fahrzeuge: Hier geht es um Fahrzeuge für die industrielle Nutzung, Industrieroboter und zugehörige Software. Micropsi Industries etwa entwickelt Künstliche Intelligenz, mit der Roboter Bewegungen lernen, die eigentlich eine Hand-Auge-Koordination erfordern – wie das Greifen nach einer Schraube. Das Dresdener Unternehmen Wandelbots macht Roboter auch für Techniklaien steuerbar.
  6. Konnektivität und IoT-Infrastruktur (Internet of Things): Die Software- und Hardwarelösungen der Start-ups ermöglichen die Vernetzung in Produktion und Logistik. Dadurch können Echtzeitdaten erhoben und zum Beispiel für Qualitätskontrollen genutzt werden. Synaos aus Hannover nutzt sie zur Optimierung der Intralogistik bei Volkswagen: Die Software steuert fahrerlose Transporter in Fabriken. Fällt eine Maschine aus, wird diese nicht mehr angesteuert.
  7. Drohnen und Drohnensoftware: Drohnen eignen sich in der Industrie vor allem als Transportmittel und zur Überwachung großer industrieller Anlagen, zum Beispiel für Vermessungs- und Inspektionsflüge in der Bau- und Energiebranche. Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat mithilfe des Hamburger Start-ups Flynex sein Betriebsgelände kartiert.
  8. Erweiterte und Virtuelle Realität (AR/VR): Der typische Anwendungsfall in der Industrie sind Mitarbeiterschulungen. Fernwartungsanbieter Teamviewer hat im Juli für knapp 137 Millionen den Datenbrillen-Spezialisten Ubimax aus Bremen gekauft. Mithilfe seiner AR-Software können Firmen ihre Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten an Maschinen unterstützen.
  9. Datenanalyse und Prognosealgorithmen: Nie wieder Maschinenausfälle? Schon drei Monate im Voraus will etwa das Berliner Start-up AiSight erkennen, wann und warum eine Maschine ausfallen wird. Die sensorisch gemessene Vibration der Maschinen wird dazu mit großen Datensätzen abgeglichen. „Vorausschauende Wartung“ ist eines der wichtigsten Einsatzfelder für die neuen Analysemöglichkeiten.
  10. Simulation und hochentwickelte Engineering-Werkzeuge: Es geht um mathematische Modelle, mit denen Systeme getestet und optimiert werden können. Das Start-up HQS Quantum Simulations entwickelt Software, mit der Quantencomputer simuliert und eines Tages genutzt werden können – zum Beispiel in der Materialentwicklung bei Chemie- und Pharmakonzernen.

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