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Digitale Revolution

Digitale Revolution Mehrheit der Deutschen befürwortet Einsatz von Gesichtserkennung – aber unter Auflagen

San Francisco hat städtischen Behörden den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware untersagt. Die Deutschen zeigen sich einer Umfrage zufolge offener für die Technologie.
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Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere besuchte 2017 das Pilotprojekt zur automatischen Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz (Archivfoto). Quelle: imago/photothek
Gesichtserkennung

Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere besuchte 2017 das Pilotprojekt zur automatischen Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz (Archivfoto).

(Foto: imago/photothek)

DüsseldorfDie Hälfte der Deutschen befürwortet den Einsatz von technologischer Gesichtserkennung durch Behörden unter strengen Auflagen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Handelsblatts an diesem Dienstag durchgeführt hat.

San Francisco hat im vergangenen Monat als erste Stadt der USA den Einsatz von technologischer Gesichtserkennung durch städtische Behörden untersagt. Das gilt für Verkehrsbetriebe, die Kameras in Bussen oder U-Bahnen betreiben ebenso wie für Polizei oder Justizbehörden.

Während ausgerechnet das Epizentrum der digitalen Revolution in diesem Bereich klare Grenzen zieht, sprechen sich in Deutschland nur 22 Prozent der Bürger für ein Komplettverbot von Gesichtserkennungssoftware aus. Allerdings sind noch weniger (17 Prozent der 671 Befragten) der Ansicht, dass deutsche Behörden die technologische Gesichtserkennung uneingeschränkt einsetzen sollten. Elf Prozent der Befragten waren sich unsicher oder machten keine Angaben.

Die Bundespolizei und die Deutsche Bahn testen seit Sommer 2017 am Berliner Südkreuz eine Gesichtserkennungssoftware, die Personen auf einer Rolltreppe, in der Bahnhofshalle und am Eingang identifizieren soll. Die Technologie soll die Suche nach Straftätern und Terroristen erleichtern. Inzwischen wird überprüft, ob die Systeme auffälliges Verhalten entdecken können, beispielsweise wenn jemand den Betrieb stören will oder einen Koffer abstellt und geht.

Während die Strafverfolgungsbehörden hoffen, dass sich dadurch ihre tägliche Arbeit erleichtert, warnen Datenschützer, dass wegen der Fehlerquote der Software Menschen zu Unrecht unter Verdacht geraten könnten: „Wir drohen die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu verlieren“, sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber im Januar der Funke-Mediengruppe.

Mehr: Microsoft hat ohne Ankündigung eine Datenbank mit zehn Millionen Gesichtsfotos aus dem Internet gelöscht. 2016 hatte der Softwarekonzern den Datensatz MS Celeb zur Verfügung gestellt.

Egal, ob es um Künstliche Intelligenz oder um Blockchain geht – die Geschwindigkeit, mit der neue Schlagwörter aus der digitalen Welt auf uns einprasseln, ist enorm. Doch was davon hat Substanz, was ist nur Hype? In unserer Multimedia-Rubrik „Digitale Revolution“ beleuchten Handelsblatt-Redakteure, wie Digitalisierung unsere Unternehmen, unsere Gesellschaft und unseren Alltag verändert. Jede Woche nehmen sich die Redakteure eines Schwerpunktthemas an. Die unterschiedlichen Aspekte werden in mehreren Beiträgen multimedial aufbereitet. Dabei kommen interaktive Grafiken, Videos oder Bildergalerien zum Einsatz.

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