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Digitale Revolution

Digitale Revolution So verschafften sich Hacker Zugang zu vernetzten Autos – drei Beispiele

Hacker können mit verschiedenen Methoden Zugriff auf vernetzte Fahrzeuge erhalten. Diese drei Beispiele zeigen, was möglich ist.
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Hacker können die Koppelung des Smartphones mit dem Infotainment-System von Autos ausnutzen. Quelle: Elektrobit
Vernetztes Fahrzeug

Hacker können die Koppelung des Smartphones mit dem Infotainment-System von Autos ausnutzen.

(Foto: Elektrobit)

Düsseldorf Die Informatiker Chris Valasek und Charlie Miller haben einen immensen Aufwand betrieben, um in das Steuerungssystem eines Jeep Cherokees einzudringen. Gewöhnliche Hacker würden vermutlich nicht in der Lage sein, das Experiment zu reproduzieren. Aber auch mit weniger Aufwand können Hacker im Automobilbereich Schaden anrichten. Drei Beispiele:

1. Hacking von Keyless-Systemen

Besonders beliebt ist derzeit das Überlisten von sogenannten Keyless-Systemen. Darüber können Fahrzeugbesitzer ihr Auto ohne Schlüssel öffnen, schließen und den Motor starten. Wie einfach schlüssellose Verriegelungsverfahren überlistet werden können, zeigt ein Fall vom Oktober dieses Jahres. Kriminelle in Indien haben zahlreiche Fahrzeuge „aufgebrochen“ und sich die Fähigkeiten dazu über Youtube-Videos angeeignet.

Wie so ein digitaler Fahrzeugraub aussieht, hat im August 2019 eine Überwachungskamera eines Hauses in London festgehalten. Zu sehen ist, wie Diebe innerhalb von 30 Sekunden das Keyless-System eines Tesla Model S geknackt und mit dem Elektrofahrzeug weggefahren sind.

2. Zugriff per Fernsteuerung

Ebenfalls in diesem Jahr bekannt wurde ein Fall in Australien, bei dem ein Mann mit einer Art Fernsteuerung für ein Fahrzeug die Fahraktivitäten des Land Rovers seiner Ex-Freundin überwachen konnte. Nach der Trennung konnte der Ex-Freund nachverfolgen, wohin die Betroffene mit ihrem Auto gefahren ist und drang in ihre Wohnung ein, wenn sie unterwegs war.

3. Hacking von Infotainment-Systemen

Auch die Koppelung des Smartphones mit dem Infotainment-System von Autos können Hacker ausnutzen. Forscher des Sicherheitsunternehmens McAfee haben 2016 gezeigt, wie sie mit einem präparierten Smartphone eine Ransomware (Erpressungssoftware) auf dem Infotainment-System eines Autos installiert hatten. Das Fahrzeug konnte anschließend nicht mehr gestartet werden und auf dem Info-Display erschien die Aufforderung, Bitcoins auf ein Konto zu überweisen, um das Auto wieder freizuschalten.

Mehr: Moderne Autos kommunizieren mit der Außenwelt und können drahtlos aktualisiert werden. Ein Komfortgewinn für die Kunden – und ein Einfallstor für Kriminelle.

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