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Digitale Revolution

Handelsblatt-Tagung Sieben Beispiele für Künstliche Intelligenz im Alltag

Selbstlernende Software wird immer wichtiger. Sie bestimmt sogar den Weg der Feuerwehr – und bald auch die Bewegungen der Roboter auf dem Mond.
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KI: Sieben Beispiele für Künstliche Intelligenz im Alltag Quelle: dpa
Amazon Echo

Bislang nutzen die Menschen Sprachassistenten wie Siri von Apple oder Alexa von Amazon insbesondere, um Fragen zu stellen oder Befehle zu erteilen wie „Licht aus“.

(Foto: dpa)

München Künstliche Intelligenz ist keine ferne Vision. Sie steht noch am Anfang, doch jeder kommt mit selbstlernenden Algorithmen heute schon in Berührung. Sieben Beispiele vom „Handelsblatt KI Summit“ in München.

1. Virtuelle Assistenten
Versicherungen, Banken oder Reiseveranstalter – auf immer mehr Internetseiten stehen den Kunden virtuelle Helfer zur Seite. Für Tarifauskünfte, für Buchungen oder für Beschwerden. Für die meisten Firmen ist dies der Einstieg in die Künstliche Intelligenz: „Damit fangen mehr als 60 Prozent der Kunden an“, sagte Wolfgang Hildesheim vom amerikanischen IT-Konzern IBM.

Auch Autohersteller sind eingestiegen: Mercedes bietet seinen Kunden eine App an, mit der sie vom Fahrersitz aus Fragen zu ihrem Wagen stellen können – und automatisiert Antworten erhalten. Das funktioniert über die Kamera von Smartphones. Die nächste Stufe der digitalen Helfer sind Avatare, also Abbilder von Kundenbetreuern im virtuellen Raum. Daran arbeiten zum Beispiel Banken, um Anlagetipps zu geben.

2. Digitale Bilderkennung
Die Software hilft immer häufiger im Internet, damit Kunden genau das Angebot finden, das sie suchen. Beispiel Kayak: Die Reiseplattform hat eine Software entwickelt, die jeden Tag besser erkennt, was auf Bildern von Hotels zu sehen ist. So können die Konsumenten immer leichter nach den für sie wichtigen Kriterien suchen, der Aussicht etwa oder der Ausstattung des Fitness-Studios.

Das ist nicht einfach, denn die Programme müssen Millionen Fotos analysieren. „Die Basis von allem, was wir machen, sind große Mengen von Daten“, sagte Matthias Keller, Chief Scientist von Kayak auf der Tagung.

3. Filtern von Produktbewertungen
KI lässt sich dazu nutzen, um Bewertungen von Kunden im Internet nach bestimmten Kriterien zu durchforsten. „Der Kunde kann dann nach den für ihn relevanten Aspekten filtern“, erläuterte Tim Buchholz vom Hamburger Versender Otto. Das sei sehr wichtig für ein Unternehmen wie Otto, da viele Konsumenten vor dem Einkauf die Bewertungen durchlesen würden, dies aber bislang sehr mühsam sei.

4. Sprachbefehle
Händler setzen große Hoffnungen in den sogenannten Conversational Commerce, also den Kauf per Sprachbefehl. Bislang nutzen die Menschen Sprachassistenten wie Siri von Apple oder Alexa von Amazon insbesondere, um Fragen zu stellen oder Befehle zu erteilen wie „Licht aus“. Dies ist die mit Abstand verbreitetste Anwendung von KI weltweit.

Shoppen tun sie damit noch nicht so häufig; doch das werde kommen, meint Otto-Manager Buchholz – und darauf bereite sich der Handelskonzern vor: „Wir benötigen das Wissen darüber, wie Kunden diese Technologie nutzen.“

5. Verkehrssteuerung
Ein wichtiges Feld für KI, zumindest wenn der Internetriese Alibaba richtig liegt. Die Chinesen haben den Verkehr in Hangzhou, der Stau-Hauptstadt ihres Landes, mit KI optimiert. Daraufhin sei die Millionenstadt von Platz eins auf Rang 57 gefallen, sagte Alibaba-Manager Wanli Min auf der Handelsblatt-Tagung in München. Das sei ein wesentlich günstigerer Ansatz, die Staus aufzulösen, als neue Straßen zu bauen, unterstrich der Ingenieur.

Gleichzeitig habe Alibaba ein System installiert, mit dem die Feuerwehr im Notfall schneller durchkomme. Die Verkehrszeichen und Ampeln würden dabei so gesteuert, dass die Einsatzkräfte um ein Drittel zügiger vorankämen als früher.

6. Der Weg ins All
Das japanische Start-up iSpace nutzt Künstliche Intelligenz für die Fehleranalyse bei Reisen zum Mond. Das junge Unternehmen will die Software zudem dafür einsetzen, damit Fahrzeuge selbstständig über die Mondoberfläche navigieren.

Reine Zukunftsmusik? Von wegen – 80 Millionen Dollar hat die Firma bereits für ihr Vorhaben eingesammelt. Nächstes Jahr soll der erste Flug in den Weltraum starten. KI soll den Weg bereiten, damit in 20 Jahren 1.000 Menschen auf dem Mond leben können, sagte iSpace-Managerin Lynn Zoenen.

7. Industrie
Produzierende Unternehmen nutzen schon heute KI für die Wartung. Die Software berechnet den optimalen Zeitpunkt und minimiert somit die Zeiten, in denen die Anlagen ausfallen. Dabei werden etwa Teile rechtzeitig getauscht, bevor sie kaputtgehen. Auch in der Landwirtschaft kommt KI zum Einsatz, um optimal zu düngen und zu säen.

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