Alternative Energien Siemens entwickelt neuen Energie-Speicher

Die Energiewende kommt wegen mangelnder Speichermöglichkeiten nur schleppend voran. Siemens präsentiert nun ein neues Verfahren, das Abhilfe schaffen soll. Doch unproblematisch ist die Lösung nicht.
14 Kommentare
Wasserstoff-Tankstelle. Siemens hat ein Verfahren entwickelt, um Strom tief der Erde speichern und bei Bedarf abzurufen. Quelle: dpa

Wasserstoff-Tankstelle. Siemens hat ein Verfahren entwickelt, um Strom tief der Erde speichern und bei Bedarf abzurufen.

(Foto: dpa)

MünchenDie Hausdächer in Deutschland sind mit Solarzellen zugepflastert, zusammen mit Tausenden von Windrädern produzieren sie bereits mehr als 20 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Eigentlich ist das genug für eine Zukunft ohne Atomstrom. Dummerweise aber sind Wind- und Solarkraft wetterabhängig, der Verbrauch aber nicht.

Die paradoxe Folge: Oft müssen die Energieversorger entweder teuren Strom aus dem Ausland zukaufen - oder sogar dafür bezahlen, dass andere Länder ihre zu viel produzierten Megawattstunden abnehmen. Die Energiewende gelingt oder scheitert deshalb nicht mit der Produktion von Strom, sondern mit der Möglichkeit, große Mengen an elektrischer Energie zu speichern.

Wirtschaftlich sinnvoll gelingt das bisher nur in Pumpspeicherkraftwerken: Wird überschüssiger Strom produziert, pumpen sie Wasser in den Stausee - bei hoher Nachfrage stürzt das Wasser über die Turbinen und produziert die benötigte Elektrizität. Die Geologie in Deutschland erlaubt jedoch nur, einen Bruchteil der benötigten Speicherkapazität mit derartigen Anlagen zu decken.

Möglicherweise aber ist Siemens bei der Stromspeicherung ein Durchbruch gelungen: „Wir glauben fest daran, eine wirtschaftlich interessante Lösung gefunden zu haben“, sagte der Chef der Siemens-Antriebssparte, Ralf-Michael Franke, dem Handelsblatt. Der Konzern setzt auf ein neuartiges Elektrolyse-Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff.

Dabei wird Wasser durch elektrischen Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Den Wasserstoff könnte man dann in unterirdischen Kavernen speichern und bei Bedarf in Wasserstoffautos oder in Gas- und Dampfkraftwerken verbrennen. Der Einsatz in Autotanks ist zwar problematisch, da sich Wasserstoff schnell verflüchtigt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Problem: Hälfte der Energie geht verloren
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Alternative Energien - Siemens entwickelt neuen Energie-Speicher

14 Kommentare zu "Alternative Energien: Siemens entwickelt neuen Energie-Speicher"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und Sie profunde Nichtbildung im Fach lesen. Wenn der Autor schreibt, dass ein bestimmter Speicher mit 100 Megawatt Leistung in einer Stunde befüllt werden kann, dann bedeutet das nichts anderes als das dieser Speicher 100 Megawattstunden (Arbeit/Energie) speichern kann!

  • Sie platzen aber auch nicht gerade vor Betriebswirtschaftlichem Know-How. Natürlich hat er nicht alle Kosten angesetzt, aber das bei beiden Seiten nicht.
    Eventualitätskosten werden so gut wie nie in solche Berechnungen eingebracht.
    Achja, ich würde mir ein Minikernkraftwerk ins Schlafzimmer stellen. Und wenn ich dann Hulk bin spar ich mir das Fitnessstudio. Pff...

  • Strom aus abgeschriebenen Kernkraftwerken kostet 2c/kWh, aus Braunkohle kostet der Strom 2,5 - 3c/kWh, jeweils ohne Steuern CO2/Brennelementesteuer.

    typisch naturwissenschaftler, keine ahnung von bwl.

    was heißt denn kostet? in welchem stadium der erzeugung? sind die kapital und sonstigen konzernkosten inklusive der versicherung von umweltschäden von rwe und eon da mit eingerechnet? was kostet die endlagerung ? was kostet es die fässer von asse wieder heraufzuholen? wie lange dauert das? was kostet solarstrom wenn es ein speichersystem fürs eigenheim gibt? richtig nur die system und wartungskosten, kommen sie da mit ihrem atomstrom hin? niemals. das gute ist sie können viel reden aber sie haben nicht verstanden das die zeit eine andere geworden ist, menschen informieren sich an dogmatikern vorbei und schalten ihren eigenen kopf ein. sie merken das die wolkenkuckuksheime die sie aufbauen vorne und hinten aus asbest sind. da hat man in den siebzigern auch gesagt alles kein problem und unbedenklich und hat daraus schulen gebaut. preisfrage, die menschen die das damals gesagt haben, waren das menschen wie sie oder menschen wie ich? :-)

    und wenn sie verstehen wollen warum man ihnen nicht glaubt, hier ist der grund. bitte ganz ansehen sie werden beinahe namentlich erwähnt.

    http://www.youtube.com/watch?v=k2oykZCOBAI

  • rudolph scharping sagte einst das die gefahr durch uranmunition vernachlässigbar ist, und ich sage ihnen jetzt das was ich jedem sage der mir mit einer aneinanderreihung wissenschaftlicher fakten kommt um zu beweisen das doch alles in bester ordnung ist. ich glaube ihnen nicht, nicht mal ansatzweise, nicht mal ein stück, nicht mal fast. weil die menschen die daran sterben nicht mehr durch dieses gerede lebendig werden.

    das das alles nicht so schlimm ist, ist käse schon aus prinzip. denn wenn sich diese meinung durchsetzt dann fangen wieder alle das verklappen an und dann wird schnell mal aus einem salzstreuer im bodensee, ein matterhorn in einem tümpel.
    das problem ist, niemand kann die verantwortung übernehmen und auch wenn sie so locker daherreden, woher wissen sie das die zahlen korrekt sind? von der iaea? der japanischen regierung? wenn eine zig millionenstadt in windrichtung eines hochgegangenen atomkraftwerks liegt, glauben sie das sie von irgendjemandem noch die wahrheit hören, da wird abgerundet, subtrahiert und gelogen.
    und jetzt nochmal zum mitschreiben, atomkraftwerke produzieren atommüll und der ist umweltschädlich ist doch eine einfache kausalkette. also können atomkraftwerke sogar im normalbetrieb nicht umweltfreundlich sein. ich verstehe sowieso nicht wieso ich meine zeit mit ihnen verschwende jemanden der mir erklären will das atomare strahlung gar nicht so gefährlich ist, ja nur ein mythos. wer so etwas schreibt ist gefährlich das weiß ich auch mit begrenzten naturwissenschaftlichen kenntnissen.

  • gehtsnoch..Ihre Kenntnisse stehen ein wenig im Gegensatz zu den Naturwissenschaften und zum naturwissenschaftlichen Strahlenschutz. Gem. den veröffentlichten Daten sind weite Teile der Evakuierungszone um die verunfallten Kernkraftwerke etwa so radioaktiv kontaminiert wie der Südschwarzwald. Ich hatte dies häufig geschrieben und habe kürzlich eine gleichlautende Aussage des Präsidenten des Deutsch-Schweizerischen Fachverbands für Strahlenschutz kürzlich auf Eike gesehen.

    Die Weltmeere enthalten etwa 70 Mrd. to radioaktiver Stoffe. Mit dem Reaktorunfall sind einige zig Kg kurzlebiger Nuklide hinzugekommen. Das ist vergleichbar schrecklich wie wenn man einen Salzstreuer in den Bodensee kippt.

    Bei dem Unfall sind die radioaktiven Nuklide über den Reaktordruckbehälter, den mit Wasser gefüllten Torus, den Sicherheitsbehälter freigesetzt worden. Gem. ökologiefreier Quellen sind dies fast ausschliesslich Edelgase und leichtflüchtige Nuklide wie J131 Siedepunkt 184°C, Cs137 Siedepunkt 790°C. Plutoniumdioxid hat einen Siedepunkt von ungefähr 2800°C. Deshalb wurden abseits ökologischer Legenden lediglich Spuren von Plutonium an der Grenze zur Messbarkeit freigesetzt. Plutonium wird von der Oekoreligion als gefährlichste Stoff der Welt vermarktet. Gem. dem grünen Wikipedia Lexikon liegt die LD50 Schwelle für das Verschlucken von Pu bei ein paar Gramm. Das heisst, wenn man ein paar Gramm Plutonium verspeist stirbt man mit 50% Wahrscheinlichkeit. Abseits ökologischer Sagen gibt es gefährlichere Substanzen.

    Vandale

  • 3 todesopfer????? das gebiet ist für 1000 jahre unbewohnbar, da wurde plutonium freigesetzt der giftigste stoff der welt.
    es ist wiederlich wie sie so etwas verharmlosen, weil 1000de menschen in der folge an krebs sterben werden, aber das kann man ja nicht zuordnen, also sind nur 3 todesopfer und die sind ertrunken. oder die millionen liter radioaktives wasser die ins meer geleitet werden, macht ja auch nichts in le hague macht man das ja täglich. ihr zynismus ist wirklich atemberaubend.

  • "Zum Vergleich 1 kWh UMWELTFREUNDLICHER Strom aus abgeschriebenen Kernkraftwerken kostet 2c/kWh, aus Braunkohle kostet der Strom 2,5 - 3c/kWh, jeweils ohne Steuern CO2/Brennelementesteuer."

    du hast doch den schuss net gehört, wer solche logikfehler macht, den braucht man auch sonst nicht ernst nehmen
    so wie du rechnest kann man auch sämtliche kosten des solarstroms nehmen, sie vom staat zahlen lassen und dann kostet der strom 0 cent, solche michmädchenrechnungen. wenn man ALLE kosten von "umweltfreundlichen" atomstrom zusammennimmt, bist bei 2 euro/kwh. aber das bekommst du nie in deine realität integriert.

  • Die unterirdische Speicherung von religiös schädlichen CO2 ist ökologisch inkorrekt und damit gefährlich. Die Wasserstoffspeicherung von Solarstrom ist religiös korrekt und damit ungefährlich.

    Falls Sie dies noch nicht verstehen sollten Sie ein paar weitere Jahre Deutsche Massenmedien lesen. Ein Kernkraftwerk, Fukushima Daiichi 3 Todesopfer durch Ertrinken, Ueberarbeitung ist gefährlich, Windmühlen und Solarzellen bei denen allein in D monatlich mehr Menschen an Arbeitsunfällen sterben, sind ungefährlich..

    Vandale

  • Technisch betrachtet wird der umweltschädliche und bis zur Speicherung ziemlich wertlose, hochsubventionierte Solar- oder Windstrom zunächst durch Elektrolyse von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff verwandelt. Da Wasserstoff eine extrem niedrige Dichte hat und sich kaum lagern lässt muss dieser Wasserstoff auf 70 - 100bar verdichtet werden. Gase verhalten sich kompressibel und erwärmen sich beim verdichten (Beispiel Fahrradpumpe). Beim Verdichten auf 70 - 100bar gehen je nach Anlage zig% der Energie verloren. Das Gas wird eingespeichert. Bei Bedarf wird das Gas ausgespeichert und über eine Gasturbine oder Brennstoffzellen zu Wasser verbrannt. Bislang ging man bei dem Gesamtprozess von 30 - 40% Wirkungsgrad aus (DENA Studie). Die Kosten sollten gem. der DENA Studie bei ca 20 - 30c/kWh liegen.
    Wirtschaftlich betrachtet wird z.B. Solarstrom für 20c/kWh mit einem Wirkungsgrad von 40% und zu Kosten von 20c/kWh zwischengespeichert. Die Gesamtkosten betragen dann etwa 70c/kWh. Zum Vergleich 1 kWh umweltfreundlicher Strom aus abgeschriebenen Kernkraftwerken kostet 2c/kWh, aus Braunkohle kostet der Strom 2,5 - 3c/kWh, jeweils ohne Steuern CO2/Brennelementesteuer.

    Deshalb die Frage nach der Subventionsquelle.

    Vandale

  • @Vandale
    Antwort: die Dummen. Wer sind die Dummen? Hat schon Opa immer gesagt: die Steuerzahler sind immer die Dummen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%