Arbeiten eingestellt Plutonium-Schlamperei in französischer Atomanlage
Die Arbeiten in der Atomanlage von Cadarache wurden vorerst gestoppt.
PARIS. Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Betreiber des französischen Atomforschungszentrums in Cadarache riskante Schlamperei vor: Kiloweise hochgefährlicher Plutoniumstaub habe sich in der Atomanlage angesammelt Die Atomsicherheitsbehörde ließ die Arbeiten an der Anlage umgehend einstellen und schaltete die Staatsanwaltschaft ein. Der Zwischenfall der Gefahrenstufe zwei lenkt in Frankreich die Aufmerksamkeit auf die Risiken der Atomenergie, die dort im Unterschied zu Deutschland nur selten eine Rolle spielen.
Frankreich hat mit seinen 58 Atomreaktoren ein weitgehend entspanntes Verhältnis zur Atomkraft. Proteste gibt es allenfalls in der Nähe der deutschen Grenze, etwa beim mehr als 30 Jahre alten Atomkraftwerk Fessenheim, das nach Ansicht von Kritikern so schnell wie möglich abgeschaltet werden soll. Für Präsident Nicolas Sarkozy ist Atomkraft ein Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, weil bei der Produktion kaum Treibhausgase entstehen. Er möchte die neuen Druckwassergeneratoren vom Typ EPR in alle Welt verkaufen und der französischen Industrie damit Großaufträge sichern.
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