Artenschutz Tigerbestand erholt sich leicht

Die Zahl der wild lebenden Tiger ist seit 2010 um etwa ein Fünftel gestiegen. Ein Grund für Entwarnung bedeutet das aber nicht. Ab Dienstag wollen die 13 Tigerländer beraten, wie es weitergeht.
Seit 2010 hat sich der Bestand um rund ein Fünftel erhöht. Quelle: dpa
Tigerbestand wächst wieder

Seit 2010 hat sich der Bestand um rund ein Fünftel erhöht.

(Foto: dpa)

Neu DelhiEs gibt wieder fast 4000 wild lebende Tiger auf der Welt. Das melden die Umweltstiftung WWF und die Tierschutzvereinigung Global Tiger Forum. Damit hat sich der Bestand seit 2010 um rund ein Fünftel erhöht.

„Zum ersten Mal seit Jahrzehnten steigt die Zahl der wild lebenden Tiger zumindest in einigen Ländern wieder an“, kommentiert Eberhard Brandes, Geschäftsführer und Vorstand des WWF Deutschland, die Zahlen. Dies sei ein Grund zur Hoffnung, die Tiger vor dem Aussterben retten zu können, aber noch kein Grund zur Entwarnung.

Anlass für die Bestandsaufnahme ist eine dreitägige Konferenz zum Schutz der Raubkatzen, die am Dienstag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi beginnt. Dort kommen Minister der 13 Länder zusammen, in denen noch Tiger leben oder vermutet werden.

Höllische Hühner und Kornkreise im Meer
Kornkreise im Meer: Torquigener albomaculosus (Japan)
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Auch der Meeresboden hat seine Kornkreise. Runde Formen, etwa zwei Meter breit, haben Wissenschaftler bislang vor ein Rätsel gestellt. Jetzt kennen sie den Verursacher: Ein bislang unbekannter Fisch namens ...

Kornkreise im Meer: Torquigener albomaculosus (Japan)
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... Torquigener albomaculosus. Die Männchen dieser Art graben die kornkreisförmigen Nester, um Weibchen zu beeindrucken. Die hohen Ränder sollen die Eier schützen.

Koralle am Berghang: Balanophora coralliformis (Philippinen)
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Auch wenn ihr Aussehen an eine Koralle erinnert, Balanophora coralliformis ist kein Nesseltier, sondern eine Pflanze. Und sie lebt auch nicht unter Wasser. Trotzdem war sie lange dem Blick der Forscher verborgen. Denn es gibt nur wenige (gezählt wurden etwa 50) und die nur in Höhen zwischen 1500 und 1700 Metern an einem Berghang auf der philippinischen Insel Luzon.

Mysteriöser Tiefseebewohner: Dendrogramma enigmatica (Australien)
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Das Tier ist gerade einmal einen Zentimeter groß und lebt in 1000 Meter Tiefe vor der Küste Australiens. Der Winzling, der wie ein Pilz aussieht, stellt die Wissenschaft vor ein Rätsel. Ist Dendrogramma enigmatica verwandt mit Quallen oder Korallen? Oder gehört der geheimnisvolle Tiefseebewohner gar einem neuen Stamm an? Wenige Lebewesen lassen so viele Fragen offen wie dieses. (Foto: Wikipedia CC BY 4.0)

Unbekannte Schöne: Phyllodesmium acanthorhinum (Japan)
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Vielleicht die schönste der neuen Arten lebt im Meer vor Japan und ist gerade 17 bis 28 Millimeter groß: Phyllodesmium acanthorhinum, eine aufregend gefärbte Schnecke in Rot, Blau, Weiß oder sogar Gold. Die neue Art erlaubt auch einen Einblick in die Lebensweise der Seeschnecken - inklusive ihres komplizierten Verdauungssystems.

Tierischer Zweig: Phryganistria tamdaoensis (Vietnam)
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Bei diesem Aussehen ist es kein Wunder, dass Forscher Phryganistria tamdaoensis trotz der Größe von 25 Zentimetern bisher übersehen haben. Das Tier erinnert eher an einen Zweig und ist perfekt getarnt. So gut, dass es unentdeckt blieb, obwohl es im Tam-Dao-Nationalpark in Nordvietnam lebt, einem Lieblingsziel von Naturforschern.

Lebendgebärender Frosch: Limnonectes larvaepartus (Indonesien)
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Froschweibchen legen Laich ab, die vom Männchen danach befruchtet werden. Nicht so aber bei Limnonectes larvaepartus. Die Befruchtung findet im Körper statt und das Weibchen bringt Kaulquappen zur Welt. In einem Fall fand eine Geburt sogar in der Hand eines Forschers statt. Die Tiere sind gerade vier Zentimeter groß und leben auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Das Treffen markiert die Halbzeit zwischen der ersten Tigerkonferenz im Jahr 2010 und dem Jahr 2022. 2010 hatten die Tigerländer sich in St. Petersburg getroffen. Damals befand sich die Zahl der wild lebenden Tiger auf dem Tiefstand von 3200 Tieren. Die Minister einigten sich darauf, diese Zahl bis 2022 möglichst zu verdoppeln.

Den größten Zuwachs gab es seitdem in Indien, wo die Tigerpopulation um mehr als 500 Tiere zulegte, auf geschätzt gut 2200. Auch in Nepal nahm die Zahl der Tiger deutlich zu, mit knapp 200 liegt sie dort um rund zwei Drittel höher als noch vor sechs Jahren.

Die größten Gefahren für die Tiere bestehen fort
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