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Bedrohte Arten UNO warnt vor Überfischung der Weltmeere

Immer noch sind nach Informationen der UNO-Unterorganisation für Ernährung und Landwirtschaft 30 Prozent der weltweiten Bestände überfischt. Experten plädieren für strikte Auflagen, die auch beachtet werden.
09.07.2012 - 20:37 Uhr Kommentieren
Greenpeace-Aktivisten versuchen vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf die Problematik hinzuweisen. Quelle: dpa

Greenpeace-Aktivisten versuchen vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf die Problematik hinzuweisen.

(Foto: dpa)

Rom/Hamburg Die Vereinten Nationen haben erneut vor einer Überfischung der Weltmeere gewarnt. Weltweit seien fast 30 Prozent der Bestände überfischt, erklärte die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Montag in ihrem Zwei-Jahres-Bericht zum Zustand der weltweiten Fischerei und Fischzucht. 2012 hat der Fischfang demnach eine Rekordmenge von 128 Millionen Tonnen erreicht. 55 Millionen Menschen verdienten damit ihren Lebensunterhalt. Mittlerweile seien zwölf Prozent der Weltbevölkerung direkt oder indirekt von der Fischerei abhängig, erklärte FAO-Chef José Graziano da Silva.

Die Überfischung der Weltmeere habe daher nicht nur negative ökologische Konsequenzen, warnte die FAO. "Sie verringert auch die Produktion, was auch negative soziale und wirtschaftliche Folgen hat", heißt es in dem Bericht. Die Branche stehe schon jetzt vor vielen Probleme. Als Beispiele nannte der Chef der FAO-Abteilung für Fischerei, Arni Mathiesen, eine schlechte weltweite Steuerung, schlechte Fangmethoden und Konflikte über die Nutzung der Fisch-Ressourcen.

Die Tierschutzorganisation WWF erklärte, für die Weltmeere gebe es weiter keine Entwarnung. Die Fischbestände seien weiter "fest im Würgegriff der globalen Fangflotten", erklärte die Fischereiexpertin des WWF, Karoline Schacht. Die nur langsame Verbesserung nach einer Überfischungsquote von 32 Prozent der Bestände im Jahr 2010 mache deutlich, "wie weit wir tatsächlich noch von nachhaltiger Fischerei und gesunden Meeren entfernt sind."

Der WWF verlangte langfristige Wiederaufbaupläne für die überfischten Bestände. Es sei keine Lösung, einfach die bislang moderat genutzten Bestände ohne strikte Auflagen stärker auszubeuten: "Wir dürfen nicht unser jahrzehntelanges Fehlverhalten auch noch auf die letzten unversehrten Reserven übertragen", forderte Fischereiexpertin Schacht.

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