Biotechnologie Umsatz steigt schwächer

Die über 500 Unternehmen der Biotechnologie haben für dieses Jahr ein schwächeres Wachstum angekündigt, als 2010. In der Chemie sind sie längst an ihre Grenzen gestoßen.
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FrankfurtDie biotechnologische Industrie leidet unter hohen Rohstoffpreisen. Das Wachstum werde in diesem Jahr voraussichtlich schwächer ausfallen als 2010, auch weil die Branche im Bereich Chemie an der Kapazitätsgrenze arbeite, berichtete die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) in Frankfurt. „Wir rechnen mit einem weiteren Wachstum mit reduzierter Geschwindigkeit“, sagte DIB-Vorsitzender Stefan Marcinowski. 2010 sei der Umsatz der über 500 Unternehmen im Branchenkern um neun Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Im Krisenjahr 2009 war der Umsatz mit 2,2 Milliarden Euro nahezu konstant geblieben.

Marcinowski kritisierte Pläne zur Einführung gentechnikfreier Regionen aus den Koalitionsverträgen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. „Die DIB hält diese Weichenstellung für eine völlig falsche Politik“. Landwirte sollten selbst entscheiden können, welche Pflanzensorten sie anbauen, forderte er. Derzeit würden 30 Millionen Tonnen genetisch veränderter Futtermittel pro Jahr in die Europäische Union importiert – umgerechnet 60 Kilo pro Bürger. „Wie das gentechnikfrei funktionieren soll, da bin ich gespannt.“  

  • dpa
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