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Editorial Auf dem Weg zu einer moralischen Wirtschaft

Vielversprechende Entwicklungen sind in vollem Gange: die Idee der Kreislaufwirtschaft. Weltweit ebnen Innovatoren den Weg für eine sich selbst erneuernde Wirtschaft, die ganz neue Geschäftsmodelle schaffen soll.
  • Christian de Boisredon
27.10.2017 - 08:36 Uhr Kommentieren
Gründer der Sparknews-Webplattform und Ashoka Fellow. Quelle: Sparknews
Christian de Boisredon

Gründer der Sparknews-Webplattform und Ashoka Fellow.

(Foto: Sparknews)

Paris Während wir uns über den Aufstieg der globalen Mittelschicht - besonders in Schwellenländern - freuen dürfen, bedroht der steigende Konsum die begrenzten Rohstoffe auf unserer Erde. Die Grenzen unseres linearen Wirtschaftsmodells nach dem Grundsatz „take, make, dispose“ werden immer sichtbarer. Die Erde benötigt inzwischen etwa 18 Monate, um den Jahresverbrauch der Menschen zu regenerieren, das geht aus einer Studie der US-Umweltschutzinitiative Global Footprint Network hervor. Die Menschheit verbraucht also mehr als nachwächst. Das ist ganz offensichtlich nicht nachhaltig.

Vielversprechende Entwicklungen sind aber in vollem Gange: die Idee der Kreislaufwirtschaft (circular economy). Weltweit ebnen Innovatoren den Weg für eine sich selbst erneuernde Wirtschaft, die ganz neue Geschäftsmodelle schaffen soll.

Solutions&Co präsentiert Ihnen mit einem Netzwerk von 20 internationalen führenden Wirtschaftsmagazinen und -zeitungen, darunter das Handelsblatt, Geschichten über die innovativsten Unternehmen und Initiativen, die den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

Projekt Zukunft – Die neue Ära der Kreislaufwirtschaft

Manche Unternehmen etwa bedenken die Lebensdauer ihrer Produkte, einschließlich Recycling, bereits in der Entwurfsphase. Städte organisieren Industrieparks so, dass der Abfall der einen zum Input der anderen wird. Nationale Regierungen haben mit dem Verbot von Plastiktüten begonnen und testen bereits steuerliche Anreize zur Förderung von Reparaturen. Man kann heutzutage seine Jeans mieten anstatt sie zu kaufen. Und urbane Landwirtschaft entsteht in Kamerun jetzt aus Plastikflaschen.

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    Kreislaufwirtschaft packt Probleme bei ihren Wurzeln und verringert unsere Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen. Sie befördert unsere Wirtschaft in einen moralischeren Kreislauf, indem aus Abfällen jeder Art etwas Neues entwickelt und unser menschliches, soziales, natürliches und finanzielles Kapital wiederhergestellt wird.

    Die neue Wirtschaftsform steht außerdem für eine außerordentliche Möglichkeit, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig Arbeit und Wohlstand zu schaffen. Die Prognosen alleine für Europa liegen bei einer Wirtschaftskraft von 1,8 Billionen Euro bis 2030. Aber auch wenn die Kreislaufwirtschaft komplexe Probleme angeht, sollte sie nicht als einfache Standardlösung angesehen werden. Vielmehr ist dafür eine übergreifende Zusammenarbeit nötig, an der Konsumenten, Unternehmen, Städte und Nationen, ihren Anteil haben.

    In dieser dritten Ausgabe von Solutions&Co unter der Leitung des Sozialunternehmens Sparknews lernen unsere Leser etwa aus China, Brasilien, Indien, Frankreich, Russland und Deutschland eine Reihe von Initiativen kennen, die den Übergang unserer Welt zu einer Kreislaufwirtschaft fördern. Indem wir diese Geschichten teilen, werden die innovativen Problemlösungen rund um das Klima weltweit verbreitet.

    Berichte in den Vorjahren zogen zudem weitere Geschäftsmöglichkeiten nach sich, wie beispielsweise Partnerschaften mit großen Unternehmen und Organisationen. Die Projekte inspirierten auch das Energieunternehmen Total, Mitgründer von Solutions&Co, das nach Lösungen für eine nachhaltige Energiewende sucht.

    Um noch einen Schritt weiter zu gehen, haben wir ein E-Book mit Einblicken führender Experten für Kreislaufwirtschaft entwickelt, darunter William McDonough, Claire Pinet oder Jean-Marc Boursier. Sie können es unter www.solutionsandco.org herunterladen. Lernen Sie zahlreiche innovative Unternehmen kennen und lesen Sie Beiträge von Experten und Geschäftsführern, die alle gemeinsam an nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen arbeiten.

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