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Kampf gegen den Klimawandel Trumps Sieg schürt Sorge um Weltklimavertrag

Im Wahlkampf hat der designierte US-Präsident den globalen Klimawandel als „Schwindel“ bezeichnet. Jetzt geht die Sorg um, dass er diese Haltung umsetzt – und so den Klimavertrag von Paris zu Fall bringen könnte.
09.11.2016 - 12:50 Uhr 3 Kommentare
Wird sich der neue US-Präsident an die Zusagen seines Vorgängers zum Klimaschutz gebunden fühlen? Quelle: Reuters
Donald Trump

Wird sich der neue US-Präsident an die Zusagen seines Vorgängers zum Klimaschutz gebunden fühlen?

(Foto: Reuters)

Marrakesch Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten könnte das international vereinbarte Pariser Klimaabkommen auf dem Spiel stehen. Trump und seine künftige Regierung müssten sich dem Klimawandel stellen, forderte der Energieminister der Malediven, Thorik Ibrahim, am Mittwoch auf der Weltklimakonferenz in Marrakesch. Die USA sollten weitere Jobs im Sektor Erneuerbare Energien schaffen, so Ibrahim. Davon würden Menschen weltweit profitieren.

Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel als „Schwindel“ bezeichnet und versprochen, aus dem Pariser Abkommen auszutreten. Ein entsprechender Rückzug aus dem in der vergangenen Woche in Kraft getretenen Pakt würde laut der Vertragsbedingungen vier Jahre dauern, was einer ganzen Amtszeit als US-Präsident entspricht. Trump könnte aber ebenso entscheiden, die Zusage der Obama-Regierung zum Klimavertrag einfach zu ignorieren.

In der Vereinbarung hatten sich mehr als 100 Staaten diverse, nicht-verbindliche Versprechen zur Reduzierung von CO2-Emissionen auferlegt. Unter Obama hatten die Vereinigten Staaten das Ziel bestimmt, den Ausstoß im Zeitraum von 2005 bis 2025 um 26 bis 28 Prozent zu reduzieren.

Falls sich die USA aus dem Klima-Deal zurückziehen würden, ist nicht klar, wie es mit der gesamten Vereinbarung weitergeht. US-Unterhändler und andere hatten aber bereits vor der Wahl gesagt, dass der Rest der Welt seine im Pakt formulierten Ziele weiter verfolgen werde. Alle Unterzeichner würden einsehen, dass der Wandel zu sauberer Energie im nationalen Interesse liege.

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    Zwei-Grad-Ziel derzeit kaum erreichbar
    Pariser Klimaziele kaum erreichbar
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    Die Pariser Klimaziele scheinen derzeit kaum erreichbar zu sein. Das geht aus einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) hervor, der am Donnerstag in London vorgestellt wurde – einen Tag, bevor das Pariser Klimaabkommen in Kraft tritt.

    (Foto: dpa)
    Klimagipfel Paris 2015
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    Über 190 Staaten hatten sich beim Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf „deutlich unter zwei Grad“ oder besser noch auf 1,5 Grad zu begrenzen.

    (Foto: AFP)
    Emissions Gap Report 2016
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    Um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad zu begrenzen, müsste der für 2030 erwartete Ausstoß von Treibhausgasen ungefähr um ein Viertel verringert werden, heißt es jetzt im Emissions Gap Report 2016 der Unep.

    (Foto: dpa)
    Unep-Direktor Erik Solheim
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    Die Bemühungen um eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen müssten also dringend drastisch erhöht werden. „Die Wissenschaft zeigt, dass wir uns schneller bewegen müssen“, so Unep-Direktor Erik Solheim.

    (Foto: AP)
    Bis zu 56 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid
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    Dem Bericht zufolge steuert die Welt auf einen Ausstoß von Treibhausgasen mit einem Erwärmungspotenzial von 54 bis 56 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr 2030 zu. Notwendig wäre aber eine Reduzierung auf 42 Gigatonnen, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.

    (Foto: dpa)
    Zunehmende Trockenheit
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    Solheim warnte vor „vermeidbaren menschlichen Tragödien“ in Form von Dürre, Hunger, Krankheiten und Konflikten als Folge der Klimaerwärmung.

    (Foto: dpa)
    Solarkraftanlage in Indien
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    China, der EU und Indien wird in dem Bericht bescheinigt, auf einem guten Wege zu sein, ihre bisherigen Versprechungen von früheren Konferenzen bis 2020 einzuhalten.

    (Foto: dpa)

    Das im vergangenen Jahr in Paris vereinbarte Klimaschutzabkommen sieht vor, dass die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf unter zwei Grad und möglichst um die 1,5 Grad begrenzt werden soll. Das UN-Umweltprogramm schätzt, dass die CO2-Emissionen dafür aber noch mehr als bisher geplant eingeschränkt werden müssen.

    Die in den USA ansässige Umweltaktivistengruppe 350 kritisierte das Ergebnis der Präsidentenwahl als „Desaster“. Die Vorstandsvorsitzende May Boeve erklärte, die Klimabewegung in den Vereinigten Staaten werde alles daran setzen, die bereits gemachten Fortschritte zu bewahren.

    Die konservative Amerikanische Energie Allianz hingegen begrüßte Trumps Sieg. Er habe einen Energieplan vorgelegt, der die Bedürfnisse von amerikanischen Familien und Arbeitern wieder an die erste Stelle setze.

    • ap
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    3 Kommentare zu "Kampf gegen den Klimawandel: Trumps Sieg schürt Sorge um Weltklimavertrag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Marc Hofmann, 11.11.2016, 16:48 Uhr:

      "Frau Annette Bollmohr
      Als gäbe es nicht mehr als genug Sinnvolleres zu tun, und zwar für jeden."

      Wie zum Beispiel aber auch jeden Artikel zu kommentieren.....„

      So langsam drehen Sie durch, so scheint es jedenfalls.

      Mag ja sein, dass ich (genauso wie Sie) viel kommentiere, aber im Gegensatz zu Ihnen schreibe ich nicht immer dasselbe.

      Wollen Sie nicht doch lieber mal Ihr blindes Wüten gegen CO² und ich-weiß-nicht-wen-und-was-noch-alles aufgeben und stattdessen mal ein bisschen über Lösungen nachdenken?

      Wäre jedenfalls besser. Vor allem für Sie selbst.

    • "Frau Annette Bollmohr
      Als gäbe es nicht mehr als genug Sinnvolleres zu tun, und zwar für jeden."

      Wie zum Beispiel aber auch jeden Artikel zu kommentieren.....

    • Dass Trump im seit Jahren schwer dürregeplagten Kalifornien nicht punkten konnte, dürfte wohl nicht allein an der demokratischen Tradition dort gelegen haben.

      Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs zwischen häufigeren Extremwetterlagen wie Starkregen und globalem Temperatur- und C0²-Emissionenanstieg ist im letzten Teil folgender "Quarks&Co."- Sendung von gestern anschaulich dargestellt:

      http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/uebersicht-starkregen-100.html

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