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Great Barrier Reef Killerroboter soll Naturparadies schützen

Vor der Ostküste Australiens ist ein einzigartiges Naturparadies akut bedroht: Eine Armada aus Seesternen frisst die Korallen des Great Barrier Reef kaputt. Nun sollen Giftroboter zum Schutz ausrücken.
14.09.2015 - 10:37 Uhr
Gefräßige Dornenkronenseesterne fallen über das Great Barrier Reef her. Bislang müssen Taucher die Tiere mit Spritzen vergiften - Stück für Stück. Quelle: dpa
Mit Gift gegen Seesterne

Gefräßige Dornenkronenseesterne fallen über das Great Barrier Reef her. Bislang müssen Taucher die Tiere mit Spritzen vergiften - Stück für Stück.

(Foto: dpa)

Heidelberg Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens gehört zum Weltnaturerbe – doch es ist bedroht: Neben Umweltverschmutzung, Versauerung der Meere und steigenden Temperaturen machen ihm in den letzten Jahren auch vermehrt Dornenkronenseesterne (Acanthaster planci) zu schaffen.

Diese Stachelhäuter gehören eigentlich zur natürlichen Fauna des Korallenriffs und treten regelmäßig massenhaft auf, doch die Abstände zwischen einzelnen Ausbrüchen haben sich in den letzten Jahrzehnten verkürzt, wobei die Zahl der beteiligten Tiere stark gewachsen ist. 40 Prozent des Riffs wurden dadurch seit den 1980er Jahren schwer geschädigt.

Bislang bekämpfen Taucherpatrouillen die Plage händisch, indem sie den Tieren das Gift Natriumbisulfit in jeden Arm spritzen – eine Sisyphusarbeit, die vergleichsweise wenige Seesterne tötet. Doch das könnte sich bald ändern, denn die beiden Ingenieure Matthew Dunbabin und Feras Dayoub von der Queensland University of Technology haben nun einen Killerroboter für Seesterne zur Anwendungsreife entwickelt.

Der Crown-of-thorns-Starfish-Roboter (Cotsbot) soll bei jeder Wetterlage und rauer See autonom die Seesterne bekämpfen. Er ist mit hunderten Dosen des letalen Gifts bestückt, die er mit Hilfe eines Greifarms in die Tiere spritzen kann.

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    Eine hochsensible Erkennungssoftware sorgt dafür, dass die Maschine tatsächlich nur die Dornenkronenseesterne attackiert. Ist das Gerät unsicher, schickt es eine Bilddatei an die Basisstation, wo ein Mensch entscheidet, ob der Cotsbot aktiv werden darf.

    Erste Tests haben gezeigt, dass der Roboter hochseetauglich ist; spätestens im Dezember 2015 sollen Versuche folgen, bei denen auch seine Bordwaffen gegen die Stachelhäuter zum Einsatz kommen. Dunbabin geht davon aus, dass der Roboter in 99,99 Prozent der Fälle das richtige Ziel erfassen wird.

    200 tote Seesterne pro Stunde
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