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Kleine Eruptionen Vulkan Bárdarbunga auf Island bricht aus

In der Nacht zu Freitag ist der isländische Vulkan Bárdarbunga ausgebrochen. Die Flughäfen des Landes blieben zwar zunächst geöffnet, Wissenschaftler befürchten bei einem größeren Ausbruch jedoch Schlimmeres.
29.08.2014 Update: 29.08.2014 - 15:16 Uhr Kommentieren
Die Straße zum isländischen Vulkan Bárdarbunga ist gesperrt. Quelle: dpa

Die Straße zum isländischen Vulkan Bárdarbunga ist gesperrt.

(Foto: dpa)

Reykjavik/Sydney Der Vulkanausbruch in Island stellt nach Einschätzung der Behörden entgegen ersten Befürchtungen zunächst keine Gefahr für den Flugverkehr dar. Der Wetterdienst der Insel senkte deshalb am Freitag die Warnstufe auf Orange, nachdem er wenige Stunden zuvor die höchste Alarmstufe Rot ausgerufen hatte. Entscheidend für den Schritt war, dass die Behörden keine Asche in der Luft feststellen konnten. Die Partikel können im Extremfall zum Ausfall von Flugzeugtriebwerken führen. Wegen eines Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull waren 2010 weite Teile Europas für den Luftverkehr tagelang gesperrt. Auch in Deutschland blieben Hunderte Flugzeuge am Boden.

Die Bundesregierung setzte vorsorglich einen Fünf-Punkte-Plan in Kraft. So steht ein Spezialflugzeug bereit, um die Aschekonzentration genau zu messen. Dabei helfen soll auch ein Netz von Infrarot-Lasern. Zudem ist eine Arbeitsgruppe im Verkehrsministerium für den Krisendienst vorbereitet, die eng mit der Deutschen Flugsicherung zusammenarbeiten soll.

Der neue Ausbruch ereignete sich nördlich des Vulkans Bardarbunga an einer Stelle, die nicht von Gletschern bedeckt ist. Damit ist das Risiko geringer, dass Aschewolken in die Höhe geschleudert werden. Die Lage in Island wird aufmerksam verfolgt, weil jeden Tag viele Transatlantikflüge die Region überqueren. 2010 erreichten Aschewolken auch das europäische Festland.

Unterdessen ist im Pazifikstaat Papua-Neuguinea der Vulkan Tavurvur ausgebrochen. Der Berg spucke Asche und Gestein, berichteten australische Medien am Freitag. Einige Anbaufelder in der Umgebung seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Schulen und Geschäfte wurden demnach vorsorglich geschlossen. Evakuierungen seien zunächst aber nicht angeordnet worden.

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    Die australische Fluggesellschaft Qantas kündigte an, einige Routen über dem Gebiet zu verlegen. Vulkanausbrüche sind in dem zwischen Indonesien und Australien liegenden Land nichts ungewöhnliches. 1994 hatte ein Ausbruch des Tavurvur die Stadt Rabaul auf der Insel Neu-Britannien zerstört.

    • dpa
    • rtr
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