Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Klima-Orakel Die positiven Seiten des Klimawandels

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Hans Weber aus Nürnberg wissen: „Hat der Klimawandel auch etwas Gutes?“ Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung antwortet ihm.
20 Kommentare
Zu den negativen Folgen des Klimawandels zählt der weltweit zu beobachtende Rückgang der Gletscher - hier der Gletscher im Kangerdlugssuaq-Fjord in Ost-Grönland. Aber haben die globalen Klimaveränderungen nicht auch positive Seiten? Quelle: dpa

Zu den negativen Folgen des Klimawandels zählt der weltweit zu beobachtende Rückgang der Gletscher - hier der Gletscher im Kangerdlugssuaq-Fjord in Ost-Grönland. Aber haben die globalen Klimaveränderungen nicht auch positive Seiten?

(Foto: dpa)

Klar hat der Klimawandel auch etwas Gutes, könnte man sagen – es wird endlich wärmer in Deutschland. Doch das scheinbar Offenkundige stimmt nicht. Das Beispiel zeigt vielmehr, wie zwiespältig die meisten vorgeblich positiven Folgen der Erderwärmung sind.

Diese könnten bei uns nämlich häufiger besonders kalte Winter bringen: Das Meereis nördlich von Norwegen wird wegen der Erwärmung weniger, und durch die lokale Erwärmung dort werden kalte Luftströme mit einer größeren Wahrscheinlichkeit umgelenkt nach Europa.

Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen „guten“ Folgen des Klimawandels: Der Weinbau in Norddeutschland wird einfacher, sogar gute Rote gedeihen jetzt – einerseits. Andererseits haben Winzer im sich aufheizenden Mittelmeerraum es schwerer und müssen mehr bewässern. Und deutsche Weinbauern werden wohl verstärkt Wetterextremen wie Starkregen oder Hagel ausgesetzt sein.

Auch wenn in nördlichen Breiten künftig zwei Getreide-Ernten im Jahr möglich werden sollten, stehen dem Ertragsverluste in den Ländern des Südens gegenüber. Der eine Effekt hebt den anderen nicht einfach auf: Afrikanische Kleinbauern werden bei Wegfall ihrer Existenzgrundlage niemals auf dem Weltmarkt das aus den nördlichen Ländern vermehrt angebotene Getreide kaufen können.

Werden Tundra und Sahara grüner?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

20 Kommentare zu "Klima-Orakel: Die positiven Seiten des Klimawandels"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Im übrigen ist die Frage ob temporär wärmer wird oder nicht, nur eine kleine Wette auf das Wetter.
    Was absolut sicher ist, ist die nächste Eiszeit. Zumindest die letzten 5 kamen und gingen sehr sehr regelmäßig. Wir sind nun im Bereich Plateau zwischen zwei Eiszeiten und zwar auf den sinkenden Seite. Eigentlich längst überfällig und in den letzten 6000 Jahren fielen die Temperaturen beständig.
    Die Frage ist, ob die Menschheit auch mit 7 Milliarden Menschen eine Eiszeit durchleben kann so wie damals mit ein paar hunderttausend Neanderthaler und Verwandte dergleichen.
    Wenn die Gletscher Skandinaviens bis Deutschland reichen und die große Seen in Amerika wieder unter Eis liegen, Mitte von China und Indien sich am Gletscherende befinden, dann wird es knapp mit Landwirtschaft und Industrie.
    So eine Phase kann man nur mit massive Einsatz der Kernenergie überleben (als halbwegs technische Zivilisation9. Dafür sinken die Meere wieder etwa 120 Meter und machen Siedlungsplatz für etwa 100.000 Jahre frei. Vielleicht finden wir dort bereits alte Siedlungen.
    Also mir machen ein paar Grad Wärme weniger Angst als Gletscher kurz vor München. Ich denke die Schweizer stimmen zu.

  • "Energie-Lobby_bezahlt_Kritiker"
    Wieso das? Die verdienen doch am meisten. Verlierer sind die EVU mit ihren Kohle und Kernkraft-Infrastruktur.
    Öl und Gas war für die Stromproduktion marginal. Erst durch Abschaltung von einigen AKW-s und massenweise Zubau von Wind- und Solar kommt Gas richtig zum Zuge.

  • ACHTUNG: KOMMENTATOREN WERDEN VON ENERGIE-LOBBY BEZAHLT!
    Es ist schon sehr auffällig, dass sich in den einschlägigen Foren zu Klimawandel und Energie immer dieselben "Kritiker" zu Wort melden. Längst ist öffentlich bekannt, dass viele sogenannte „Klimaskeptiker“ von der Energie-Lobby bezahlt werden, um gezielt und systematisch Zweifel an Klima-Wissenschaft und -Politik zu streuen. Der Grund: Eine ambitionierte Klimapolitik, die auf Energieeffizienz und dezentraler Versorgung mit erneuerbaren Energien setzt, zwingt die großen, konventionellen Energiekonzerne zu strukturellen Anpassungen. Das bedeutet, sie verlieren ihre Monopolstellung in Wirtschaft und Politik.

    In einem Dossier der ZEIT heißt es: „Rund 420 Millionen Dollar investiert die Öl- und Gasindustrie in die Produktion des Zweifels – allein in den Jahren 1997 bis 2004.“ (Die Klimakrieger in: DIE ZEIT, 22.11.2012 Nr. 48). Andere Medien bestätigen dies mehrfach.

    Jeder muss selbst wissen, wofür er sich prostituiert. Aber selbst die Klimaskeptiker wissen: Kein seriöser Wissenschaftler auf dieser Welt zweifelt ernsthaft am menschengemachten Klimawandel. Sicherlich wird im Einzelfall über den Schweregrad und die Eintrittswahrscheinlichkeit der negativen Folgen diskutiert. Aber über die Richtung herrscht ein breiter wissenschaftlicher Konsens.

  • Genau das dachte ich mir auch beim Lesen :D
    Warum kommt in der Klimadebatte eigentlich fast nur dieses Institut zu Wort?^^

  • @Vandale

    Die Wasserdampf-Theorie hat leider nicht die gerinste Chance "wissenschaftlich" anerkannt zu werden. Weder diese "Klima-Orgel" hier noch die anglo-amerikanischen Schwindelprofis oder die Grünen (aller Parteien) werden es schaffen WASSER als Klimagift darzustellen und es damit (steuerlich und subventionsmäßig bzw. fördermäßig) zu Monetarisieren (bei Wasser geht man anders vor. Man füllt es in Flaschen und diskreditiert das Leitungswasser).

    Jedenfalls klappt es nicht, solange es "Wasser" heißt. Man könnte es vielleicht Dihydroxid-Dampf nennen, ..., hmm wenn ich so nachdenke,..., vielleicht wäre es doch eine Marktlücke und man könnte vielleicht damit ein Vermögen machen, wie es mein großes Vorbild Al Gore mit dem CO2 vorgemacht hat.

  • Warum gibt es den Klimawandel überhaupt? Weil es nur Interessensgruppen dafür gibt: die Atomkraftlobby genauso wie die Anhänger regenerativer Energien; die Industrie, die klimaneutrale bzw. C02-sparende Produkte jeglicher Art teurer verkaufen kann; die Politik, die einen gemeinsamen Gegner gefunden hat.... Und natürlich die Klimawissenschaftler, die nie zuvor soviel öffentliches Interesse bekommen haben - und sich jetzt ungemein wichtig fühlen, weil sie die scheinbaren Experten sind. Manche schnappen über. Ich erinnere an Rajendra Pachauri, IPCC-Vorsitzender un an seinen Roman "Return to Almora". Unglaublich!

  • Hallo Sonnenschein... Könnten Sie den Satz..

    Heute können wir die Umstellung auf eine erneuerbare Energievesorgung noch freiwillig durchführen. In wenigen Jahren werden wir dazu gezwungen werden.

    erläutern?

    Ich nehme an, Ihnen ist bekannt, dass der Klimawandel mittlerweile weitestgehend auf Europa beschränkt ist. Ich nehme weiterhin an, dass Ihnen bekannt ist, dass die Nachbarländer Frankreich, Polen und CSR weniger ökoreligiös eingestellt sind und ihre Kernkraftwerke, bzw. den Kohleabbau kaum in den kommenden Jahrzehnten stillzulegen bzw. zu beenden beabsichtigen.

    Wer soll denn ein Interesse daran haben den Solarweltmeister D zu "Erneuerbaren Energien" zu zwingen?

    Bestünde nicht eher die Gefahr, dass eine Bundesökowehr mit ihren kompostierbaren, solargetriebenen Panzern, angeheizt durch Solarkönige, ökoignorante Nachbarländer bedroht?

    Vandale

  • Das PIK könnte man als politische Institution an das Bundesumweltamt anhängen.

    Vandale

  • Ich wohne in der Ostschweiz. Als die Walser in die Hochtäler zogen, war die Baumgrenze ca. 3-500 m höher als sie heute ist. Die Walser haben damals sogar Getreide in Höhenlagen angebaut.
    Daneben möchte ich ergänzen, dass die Sahelzone seit einigen Jahren grüner wird.

  • Schaut mal bitte nach der sog. "kleinen Eiszeit", welche im 15. bis 19. Jahrhundert herrschte. Erst zu dieser Zeit kamen die Gletscher so weit von den Bergen herunter, was sich jetzt so langsam wieder zurückbildet.
    Aber darüber berichten die "Fachleute" natürlich nie.

Alle Kommentare lesen