Klima-Orakel Klimaschutz in Deutschland - wozu?

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal möchte Malte König aus Alsfeld wissen. „Warum soll ich als Deutscher überhaupt das Klima schützen? Das betrifft mich doch überhaupt nicht.“ Jan Kowalzig von Oxfam Deutschland antwortet ihm.
8 Kommentare
Nasa-Aufnahme der Erde. Der Klimawandel trifft vor die armen Länder im Süden. Durch Flüchtlingsströme und Wetterextreme wird aber auch Deutschland betroffen sein. Quelle: dpa

Nasa-Aufnahme der Erde. Der Klimawandel trifft vor die armen Länder im Süden. Durch Flüchtlingsströme und Wetterextreme wird aber auch Deutschland betroffen sein.

(Foto: dpa)

Es gibt jede Menge Gründe für ehrgeizigen Klimaschutz. Eigennutz zum Beispiel: Auch bei uns werden infolge des Klimawandels die Schäden zum Beispiel durch Hitzewellen, Stürme und Starkregen zunehmen.

Mehr Klimaschutz als bisher ist dabei auch ökonomisch sinnvoll: Eine aktuelle Studie im Auftrag der Bundesregierung kommt zu dem Schluss, dass eine Anhebung der europäischen Klimaschutzziele bis 2020 unterm Strich mehr Wachstum und Arbeitsplätze bedeutet. Klimaschutz bremst die Wirtschaft also nicht aus, sondern lenkt sie in eine vernünftige Richtung – und kurbelt sie dabei sogar noch an.

Klimaschutz ist aber auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Wir gehören zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Am stärksten betroffen sind die armen Länder im Süden. Dort führt der Klimawandel schon heute zu mehr Dürren, verringerten Ernten, versiegenden Brunnen und heftigeren Unwetterkatastrophen. All das dürfte auf lange Sicht zu schweren Hungerkrisen beitragen, Konflikte um Wasser und Land verschärfen und Millionen Menschen zwingen, ihre Heimat aufzugeben, weil etwa flache Küsten oder Inseln im Meer versinken.

Dem kann sich Deutschland wegen seiner Mitverantwortung für den Klimawandel nicht entziehen. Hinzu kommt, dass in der globalisierten Welt die Krisen in fernen Weltregionen – ein Blick in die aktuellen Nachrichten genügt – zunehmend die globale Sicherheit beeinträchtigen und über kurz oder lang auch immer bis nach Deutschland wirken.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Startseite

Mehr zu: Klima-Orakel - Klimaschutz in Deutschland - wozu?

8 Kommentare zu "Klima-Orakel: Klimaschutz in Deutschland - wozu?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Vandale

    Wieviel zahlt Ihnen RWE oder EON damit Sie auf handelsblatt.de dauerhaft für strahlende Atomenergie und dreckigen Kohlestrom kommentieren?

  • Wenn das Klima geschütz werden soll, müssen wir weniger Kohlenstoffe in Form von Kohle, Öl und Gas aus der Erde holen. Die Frage ist doch eher, wird durch die Maßnahmen wirklich weniger Kohlenstoff aus der Erde geholt? Ich kann jeden Verstehen, der hier seine Zweifel hat. Es wird doch aus der Erde geholt was man immer rausholen kann, und dann wird es eben verbrannt. Wenn nicht wir es verbrennen, dann eben jemand anderst (z.B. Kanadier, Amerikaner, Chinesen). Daher ist der Einsatz von überteuerten erneuerbaren Energien (vorallem der Solarstromanlagen) bei uns in Deutschland global gesehen eher nicht zielführend. Nur wenn der Einsatz von erneuerbare Energien billiger wären, als der Einsatz von Kohlenstoff aus der Erde, wird sich was ändern.

  • Unter Klimaschutz kann sich jeder vorstellen, was er will. Wer zehn Leute befragt, was sie darunter verstehen, kriegt zwanzig verschiedene Antworten. Weil es keine wissenschaftliche Definition dafür gibt und weil sich zahllose Wissenschaftler weltweit darüber streiten, ob CO2 die Ursache für eine globale Erwärmung ist oder nicht. Es gibt auch keine Bilanzierung darüber, wie viel Grad Celsius Deutschland mit seinen CO2-Einsparungen bisher erreicht hat. Dafür werden wir ständig mit noch höheren Anstrengungen dazu aufgefordert. Klimaschutz ist ein Warmluft-Geschäftsmodell, sonst nichts. Das zeigt sich bereits aus den oben stehenden Antworten - nix konkretes, sondern nur allgemeines Nachgeplapper diverser Prediger

  • FZA-Online berichtete von einer Studie der EU-Kommission zur CO2 Belastung durch Biosprit. Details wurden da noch nicht veröffentlicht, aber so viel wurde schon bekannt, dass alle Biosprits die Umwelt mehr schädigen als der Sprit aus Öl.

  • Die wirtschaftliche Konsequenz des "Klimaschutzes"

    Gem. der Oekoreligion verursachen die geringen zusätzlichen CO2 Mengen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe die CO2 Klimahölle.

    Die Industriegesellschaften basieren auf der Verfügbarkeit grosser Mengen Energie zu erträglichen Preisen. Die Kernenergie wird in vielen Altindustriestaaten wegen eines ökoreligiösen Glaubens an dämonische Atomstrahlen abgelehnt. Absurde Auflagen und Dokumentationspflichten machen den Neubau umweltfreundlicher KKW in vielen Staaten unwirtschaftlich. Die Kernenergie kann demzufolge die fossilen Brennstoffe in den kommenden 30 Jahren nicht zu wesentlichen Anteilen ersetzen.
    Den seitens der Oekoreligion propagierten Mittelalterlichen Verfahren zur Energieerzeugung, Biomasse, Wind und Sonne haben im Falle der letzteren beiden keine ausreichende Energiedichte und Stetigkeit um für eine industrielle Energieversorgung genutzt zu werden. Man stellt in einigen Altindustrieländern mit hohen Subventionen ein wenig wertlosen, umweltschädlichen Zufallsstrom her. Die Biomasse ist, wie in der vorindustriellen Zeit nicht in der Lage die Energiemenge liefern die die aktuelle Bevölkerung der Erde benötigen würde.

    Insgesamt hätte ein weitgehender Verzicht auf fossile Energien eine Rückentwicklung in eine vorindustrielle Gesellschaft zur Folge. Ein Deutscher Alleingang ist in gewissem Masse, bei Hinnahme weiter sinkender Einkommen möglich als man energieintensive Produkte aus Ländern importieren kann in denen diese Religion nicht verbreitet ist, Strom aus Russland, Zement aus Aegypten, Alumnium aus Südafrika, Stahl aus China....

    Vandale

  • "Hinzu kommt, dass in der globalisierten Welt die Krisen in fernen Weltregionen – ein Blick in die aktuellen Nachrichten genügt – zunehmend die globale Sicherheit beeinträchtigen und über kurz oder lang auch immer bis nach Deutschland wirken."

    Aha, heißt also das Klima ist auch an der Eurokrise schuld. Stimmt in Griechenland wird es durch den Klimawandel immer heißer und deshalb entzünden sich sogar schon die Molotovcocktails in den Händen der Ausbeutungs-Widerständler.

    Dieser Artikel hier ist nichts weiter, wie die ständig runtergebetete Hirnwäsche ohne fachliches Wissen.

  • Die Aussage des "Klimaexperten" lässt jegliche Plausibiltät vermissen und ist wohl als propagandistische Indoktrination zu verstehen.

    Wenn das Klima sich entgegen der Plausibilität durch die geringen zusätzlichen Mengen CO2, die aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammen, erwärmen würde, so hat dies sehr wahrscheinlich mehr Vor- als Nachteile.

    Gem. der Klimaschwindler sollen sich die hohen Breitengrade stärker erwärmen als die Tropen. Dadurch sinkt die Temperaturdifferenz. Damit sind weniger Wetterextreme zu erwarten.

    Eine höhere Temperatur würde die Verdunstung über den Ozeanen steigen lassen. Ein feuchtes, warmes Klima würde das Pflanzenwachstum beschleunigen wodurch die Landwirtschaft sehr gewinnen würde.

    Die Menschheit hat in den kalten Perioden gelitten und ist in den Warmzeiten aufgeblüht.

    Vandale
    Vandale

  • Jan Kowalzig von Oxfam Deutschland hat keine Ahnung wovon er spricht. Er sollte sich um Oxfam kümmern und die Wissenschaft den Wissenschaftlern überlassen. "Global warming" hat mehr falsche "Experten" als die Welt braucht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%