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Klima Ozonloch füllt sich wieder auf

Das Anfang März über der Arktis entdeckte Ozonloch in der Stratosphäre füllt sich langsam auf.
13.04.2011 - 10:04 Uhr Kommentieren
Ein Radfahrer im Sonnenschein bei Großkemnat (Schwaben). Für Deutschland und Mitteleuropa besteht nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine erhöhte Belastung mit ultravioletten Strahlen (UV). Quelle: dpa

Ein Radfahrer im Sonnenschein bei Großkemnat (Schwaben). Für Deutschland und Mitteleuropa besteht nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine erhöhte Belastung mit ultravioletten Strahlen (UV).

(Foto: dpa)

Bremerhaven Für Deutschland und Mitteleuropa bestehe deshalb nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine erhöhte Belastung mit ultravioletten Strahlen (UV), sagte der Atmosphärenphysiker des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes (AWI), Markus Rex, am Dienstag. Allerdings sei es weiter ratsam, den UV-Index in den Wettervorhersagen zu verfolgen. Einzelne Segmente des sich auflösenden Ozonlochs könnten noch Richtung Mitteleuropa driften. Der Kern der ozonschwachen Luftschicht befindet sich laut Rex über Zentralrussland.

Mit der zunehmenden Sonneneinstrahlung im Frühling schwindet laut Rex auch die Ursache für das Ozonloch. Die Erwärmung der Stratosphäre werde wahrscheinlich in den kommenden zehn Tagen zum nahezu vollständigen Verschwinden der ozonarmen Schichten führen.

Extrem niedrige Temperaturen in der Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe) über der Arktis hatten in einem zunächst stationären Tiefdruckgebiet chemische Reaktionen mit Rückständen von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) ausgelöst. Dabei sank der Ozongehalt in der betreffenden Luftschicht auf extrem niedrige Werte.

Der sogenannte Polarwirbel hatte sich anschließend in Bewegung gesetzt und war über Skandinavien ostwärts gezogen. Seit geraumer Zeit liegt er laut Rex nahezu stationär über Zentralrussland.

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    Ausläufer reichen seit kurzem bis zum Schwarzen Meer und können immer noch Norditalien erreichen.

    Die Ozonschicht in der Stratosphäre schirmt die Erde vor UV-Strahlen ab, die Sonnenbrand verursachen und Hautkrebs auslösen können. Ihre Dichte über den Erdpolen schwankt im Jahresverlauf. Die Gefahr einer erhöhten UV-Belastung sinkt laut Rex derzeit. Dennoch sei es weiterhin ratsam, Sonnenschutzmittel zu nutzen.

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